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MÄRKTE EUROPA/Börsen stolpern ins Schlussquartal

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)Mit angezogener Handbremse starten die europäischen Aktienmärkte in das Schlussquartal. Nach einem optimistischen Start wiesen die schwachen Einkaufsmanager-Indizes aus Europa einmal mehr darauf hin, das es in der Industrie nicht rund läuft. Die Aktivität im verarbeitenden Sektor des Euroraums hat sich im September wie erwartet verringert und markierte den niedrigsten Wert seit Oktober 2012. Der Auftragseingang wies im September ebenfalls das höchste Minus seit Oktober 2012 auf. In Deutschland schlug sogar der stärkste Auftragsrückgang seit April 2009 zu Buche.

Nachdem der DAX seit Jahresbeginn bereits über 17 Prozent im Plus notiert und die Unternehmen im Sommer reihenweise Gewinnwarnungen lieferten, warten Investoren zunächst ab. Einen nächsten Impuls wird die Berichtssaison für das dritte Quartal liefern. Am ersten Handelstag des 4. Quartals notiert der DAX 0,1 Prozent leichter bei 12.414 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.560 Punkte nach unten. Der Euro notiert mit 1,0886 gegenüber dem Dollar erneut auf einem Jahrestief.


Pfund fällt auf tiefsten Stand seit rund vier Wochen

Das britische Pfund weitet seine Abgaben aus und notierte im Tagestief mit 1,2224 Dollar auf dem tiefsten Stand seit rund vier Wochen. Analysten verweisen zur Begründung auf den Fall unter die 50-Tage-Durchschnittslinie bei 1,2259 Dollar. Zwar habe sich das Pfund in den vergangenen Tagen über dieser Marke behaupten können, doch mit den wieder steigenden Sorgen um den Brexit, die weiteren politischen Entwicklungen und die britische Konjunktur sei das Pfund nun unter diese Marke gefallen.


Positive BoA-ML-Branchenstudie treibt Europas Airlines

Kräftig im Plus notieren die Fluglinien in Europa. Air France-KLM steigen um 2,3 Prozent, Ryanair um 3,3 Prozent, IAG um 1,5 Prozent und Lufthansa um 1,1 Prozent. Anlass der guten Sektorstimmung ist eine positive Studie von Bank of America-Merrill Lynch (BoA-ML), die die Branche mit "Overweight" empfiehlt. Hier sei zu Unrecht eine kräftige Rezession in der Eurozone eingepreist worden, sagen die Analysten. In den Kursen gebe es daher relatives Aufwärtspotenzial von 19 Prozent. Der Sektor sei damit ihre stärkste Branchenallokation in Europa. Umgekehrt empfehlen die Analysten die Untergewichtung von Versorgern und Konsumgüterherstellern.

Positiv für Clariant werden derweil die Ziele für das Jahr 2019 gesehen. Das EBITDA soll rund 2 Prozent des Umsatzes ausmachen. Die Ausgaben für Investitionen sollen dabei die Marke von 260 Millionen Franken nicht übersteigen. Per Saldo seien dies gute Vorgaben für die Aktie des Spezialchemiekonzerns. Clariant gewinnen 1,3 Prozent.


München führt Immo-Blasenindex der UBS an

Eine Studie der UBS zum Immobiliensektor, die in der Presse große Aufmerksamkeit findet, lässt die Anleger bei den Aktien der deutschen Branchenvertreter etwas vorsichtiger agieren. Mehrere Zeitungen von der Welt über die Börsen-Zeitung bis zum Handelsblatt machen auf die zunehmende Gefahr einer Immobilien-Blase aufmerksam. Die UBS-Studie sieht vor allem in Frankfurt und München nach dem jahrelangem Boom die Gefahr eines Preisrutsches.

Die Immobilienaktien werden nur noch von der Negativzinspolitik gestützt", sagt ein Händler: "Dass das Mietwachstum und damit das Gewinnwachstum nach oben so langsam gekappt ist, wird den Anlegern nun auch klar". Der zu starke Anstieg der Preise im Verhältnis zu Mieten und Jahreseinkommen zeige dies deutlich. In der UBS-Analyse steht München sogar an der Spitze des Blasen-Index weltweit. Vonovia verlieren 1,1 Prozent und Deutsche Wohnen 0,5 Prozent.

Die Deutsche Post hat auf ihrem Kapitalmarkttag für 2022 ein EBIT von etwa 5,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Dies impliziere ein jährliches Gewinnwachstum von rund 3 Prozent im Zeitraum 2020 bis 2023, merken die Analysten von Berenberg an. Das Management habe in der Vergangenheit eine vorsichtigere Einschätzung des Gewinnwachstums angedeutet, doch seien 3 Prozent Wachstum noch etwas vorsichtiger als sie erwartet hätten, sagen die Analysten. Deutsche Post verlieren 2,4 Prozent.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.560,05 -0,26 -9,40 18,61
Stoxx-50 3.237,09 -0,57 -18,65 17,28
DAX 12.414,34 -0,11 -13,74 17,57
MDAX 25.904,39 0,07 17,46 19,99
TecDAX 2.818,92 0,16 4,56 15,05
SDAX 11.087,60 0,55 60,78 16,60
FTSE 7.407,68 -0,01 -0,53 10,11
CAC 5.662,56 -0,27 -15,22 19,70

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,54 0,04 -0,78
US-Zehnjahresrendite 1,72 0,05 -0,96

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 08:05 Uhr Mo, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0886 -0,13% 1,0887 1,0901 -5,0%
EUR/JPY 118,03 +0,20% 117,81 117,81 -6,1%
EUR/CHF 1,0895 +0,17% 1,0880 1,0874 -3,2%
EUR/GBP 0,8917 +0,56% 0,8859 0,8861 -0,9%
USD/JPY 108,41 +0,30% 108,19 108,07 -1,1%
GBP/USD 1,2212 -0,66% 1,2288 1,2303 -4,3%
USD/CNY 7,1484 0,0% 7,1484 7,1464 +3,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.351,39 +1,26% 8.409,75 8.250,86 +124,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,59 54,07 +1,0% 0,52 +13,2%
Brent/ICE 59,91 59,25 +1,1% 0,66 +8,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.464,34 1.472,25 -0,5% -7,92 +14,2%
Silber (Spot) 17,08 17,01 +0,4% +0,07 +10,2%
Platin (Spot) 877,13 884,00 -0,8% -6,87 +10,1%
Kupfer-Future 2,53 2,57 -1,8% -0,05 -4,7%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

October 01, 2019 10:00 ET ( 14:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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FRA40 6.053,22 +0,95%
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PKT +94,05
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