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MÄRKTE EUROPA/Börsen wenig verändert - Entwicklung rund um Hongkong verunsichert

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen haben am Freitag wenig verändert geschlossen. Zu Handelsbeginn sah es nicht danach aus. Die Anleger reagierten nervös auf die Pläne der Führung in Peking mit einem sogenannten Sicherheitsgesetz gegen die Demokratie in der ehemaligen Kronkolonie Hongkong vorzugehen. Befürchtet werden nun einerseits neue Unruhen und andererseits eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und dem Westen, besonders den USA.

Im Tagesverlauf war im Handel aber zunehmend von Käufen die Rede, ohne dass sich an dem fundamentalen Umfeld etwas geändert hätte. Das am Nachmittag veröffentlichte EZB-Protokoll unterstrich derweil die Bereitschaft der Währungshüter, die Geldpolitik weiter zu lockern. Überraschend kam das indes nicht. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 11.074. Im Tagestief stand der Index bei 10.867 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 schloss unverändert bei 2.905 Punkten.

Während der Autosektor europaweit um 0,5 Prozent anzog, gaben Renault kräftig um 2,9 Prozent nach. Belastend wirkten hier Aussagen des französischen Finanzministers Bruno Le Maire. Laut Le Maire könnte Renault ohne eine klare Strategie gegen die durch die Corona-Pandemie verursachte Wirtschaftskrise "verschwinden". Es bestehe dringender Handlungsbedarf. Für die Peugeot-Aktie ging es 1,2 Prozent nach oben.


Aktien mit starkem China-Exposure werden gemieden

Im Bankensektor verloren HSBC 5 Prozent. Die Bank ist stark in Hongkong engagiert, auch politisch. Standard Chartered, ebenfalls mit starker Präsenz in Asien, gaben 2,4 Prozent.

Ähnlich bei den Versicherern: Hier verlor die Aktie von Prudential 9,3 Prozent. Die Briten haben ein starkes Geschäft in Asien. Nachdem dieses zuletzt unter den Beschränkungen der Corona-Pandemie gelitten hatte, auch weil keine Kundenkontakte mehr möglich waren, belastete nun die Zuspitzung der Situation in Hongkong.

Bei den Aktien der Luxusgüterhersteller gaben Kering um 2,4 Prozent nach. LVMH verloren 1,3 Prozent und Richemont 4,2 Prozent. Die Branche gilt als besonders stark abhängig von Käufen ihrer Produkte durch asiatische Konsumenten. Eine Sonderbewegung gab es bei Burberry, die nach dem Quartalsausweis um 3,3 Prozent zulegten.


TAG Immobilien mit LEG-Fusionsspekulationen fester

TAG Immobilien gewannen 6,6 Prozent nach Fusionsspekulationen. LEG Immobilien teilte mit, dass es Gespräche mit TAG über einen möglichen Zusammenschluss führt. Eine Fusion würde über einen Aktientausch erfolgen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei aber ungewiss, ob eine Transaktion vereinbart werde. LEG gewannen 0,8 Prozent. Die Aktienreaktion legt nahe, dass es an LEG liegen dürfte, das Umtauschverhältnis für die TAG-Aktionäre attraktiv zu gestalten.

Lufthansa gaben 1,2 Prozent nach. Belastend dürfte unter anderem ein Bericht im Handelsblatt gewirkt haben: In der Schlussphase der Gespräche über ein Rettungspaket habe die Bundesregierung neue Forderungen gestellt, die eine Sanierung faktisch unmöglich machen würden. Demnach soll die Lufthansa alle Flugzeuge abnehmen, die sie bei Airbus bestellt hat. Die Airbus-Aktie konnte hiervon nicht profitieren.

Im SDAX zogen die Aktien des Autovermieters Sixt um 4,3 Prozent an auf 67,30 Euro. Händler verwiesen auf Medienberichte über finanzielle Schwierigkeiten des Konkurrenten Hertz. "Davon könnte Sixt profitieren", so ein Händler. Und Metzler hat Sixt zum Kauf empfohlen mit einem Kursziel von 80 nach bisher 53 Euro.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 2.905,47 +0,49 +0,0% -22,4%
Stoxx-50 2.837,27 -10,22 -0,4% -16,6%
Stoxx-600 340,17 -0,09 -0,0% -18,2%
XETRA-DAX 11.073,87 +7,94 +0,1% -16,4%
FTSE-100 London 5.993,28 -21,97 -0,4% -20,2%
CAC-40 Paris 4.444,56 -0,88 -0,0% -25,7%
AEX Amsterdam 524,38 +1,58 +0,3% -13,3%
ATHEX-20 Athen 1.452,48 +1,37 +0,1% -36,8%
BEL-20 Bruessel 2.962,73 +22,12 +0,8% -25,1%
BUX Budapest 35.050,92 -443,60 -1,2% -23,9%
OMXH-25 Helsinki 3.752,77 -12,57 -0,3% -11,1%
ISE NAT. 30 Istanbul 119.474,04 +283,78 +0,2% -13,9%
OMXC-20 Kopenhagen 0,00 0,00 0,0% +7,8%
PSI 20 Lissabon 4.214,95 +26,30 +0,6% -18,7%
IBEX-35 Madrid 6.697,50 +11,40 +0,2% -29,9%
FTSE-MIB Mailand 17.316,29 +229,23 +1,3% -27,3%
RTS Moskau 1.188,47 -17,81 -1,5% -23,3%
OBX Oslo 701,03 -14,86 -2,1% -16,9%
PX Prag 877,01 +7,32 +0,8% -21,4%
OMXS-30 Stockholm 1.555,49 -0,95 -0,1% -12,2%
WIG-20 Warschau 1.630,44 -7,40 -0,5% -24,2%
ATX Wien 2.127,47 +27,94 +1,3% -33,1%
SMI Zuerich 9.688,99 -101,86 -1,0% -8,7%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 9:02 Do, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,0893 -0,50% 1,0926 1,0947 -2,9%
EUR/JPY 117,11 -0,63% 117,31 117,92 -3,9%
EUR/CHF 1,0592 -0,32% 1,0600 1,0618 -2,4%
EUR/GBP 0,8944 -0,12% 0,8952 0,8960 +5,7%
USD/JPY 107,51 -0,14% 107,38 107,71 -1,2%
GBP/USD 1,2178 -0,37% 1,2202 1,2218 -8,1%
USD/CNH (Offshore) 7,1491 +0,18% 7,1448 7,1284 +2,6%
Bitcoin
BTC/USD 9.192,01 +1,07% 9.097,26 9.114,26 +27,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 32,86 33,92 -3,1% -1,06 -44,2%
Brent/ICE 34,89 36,06 -3,2% -1,17 -45,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.732,57 1.725,70 +0,4% +6,87 +14,2%
Silber (Spot) 17,11 17,00 +0,6% +0,11 -4,2%
Platin (Spot) 837,50 827,75 +1,2% +9,75 -13,2%
Kupfer-Future 2,38 2,43 -2,0% -0,05 -15,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

END) Dow Jones Newswires

May 22, 2020 12:11 ET ( 16:11 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR -0,21
KERING S.A. INH. EO 4 477,10 +1,80%
EUR +8,45
Sixt ST 75,30 -1,05%
EUR -0,80
Sixt VZ 50,80 -3,05%
EUR -1,60
AEX 530,69 -0,09%
PKT -0,47
EURONEXT 100 943,02 +1,70%
PKT +15,78
PSI 20 4.380,64 +1,77%
PKT +76,10
FRA40 4.730,01 -0,13%
PKT -6,31
SMI 9.835,00 -0,92%
PKT -91,03
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PKT -135,45
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