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MÄRKTE EUROPA/Börsen wenig verändert - es fehlen die Impulse

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen zeigen sich am Montagnachmittag wenig verändert. Die Wirtschaftsdaten liefern keinen Grund zum Kaufen. Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal langsamer gewachsen als ursprünglich erwartet, weil die Unternehmen des Landes aufgrund von Unsicherheiten im globalen Handel weniger investieren. In China fielen die Exporte schwächer als prognostiziert aus, hier spiegeln sich die negativen Auswirkungen der gegenseitig auferlegten Strafzölle mit den USA wider. Auch die Importe waren rückläufig. Einziger Lichtblick sind besser als erwartet ausgefallene deutsche Exportzahlen

Anleger setzen vielmehr auf die großen Notenbanken und neue Stimuli für die Wirtschaft. So erwarten die Volkswirte bei Nomura, dass die Chinesische Notenbank die Zinsen in den kommenden zwei Wochen senken wird. In der laufenden Woche wird ein großes Maßnahmenpaket der EZB erwartet und für die kommende Woche ist eine Zinssenkung durch die US-Notenbank an den Märkten bereits fest eingepreist. Sollte es zudem positive Nachrichten von den US-chinesischen Handelsgesprächen geben, dürfte die Risikobereitschaft der Investoren weiter steigen.

Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 12.210 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent auf 3.489 nach unten. Der Bankensektor steigt europaweit um 2,1 Prozent. Händler verweisen auf anziehende Renditen an den Anleihemärkten. "Das mildert den Druck auf die Erträge", so ein Marktteilnehmer. Daneben spekuliert der Markt darüber, ob die EZB den Banken mit einem gestaffelten Einlagensatz oder anderen Maßnahmen helfen wird.


Autosektor vor IAA-Beginn gesucht

Vor dem Beginn der IAA geht es für Automobilaktien um 1,7 Prozent nach oben: BMW steigen 1,1 Prozent, Daimler 1,9 Prozent, VW 2,4 Prozent und Conti 2,8 Prozent. Für Paragon geht es gleich um 9,6 Prozent nach oben. Der Autozulieferer will auf der IAA neue auf künstlicher Intelligenz fußende Assistenzsysteme vorstellen.

Nach dem Rücktritt von Nissan-CEO Hiroto Saikawa könnte nach Einschätzung aus dem Handel wieder Fantasie in die abgeblasenen Fusionsgespräche zwischen Renault und Fiat kommen. Die Gespräche wurden unter anderem wegen des Widerstands der Japaner abgebrochen, die befürchten, bei einem Zusammenschluss an Einfluss in der Renault/Nissan-Allianz zu verlieren. Seit der Verhaftung des ehemaligen Renault-CEO Carlos Ghosn, der zugleich Chairman von Nissan war, ist eine Eiszeit zwischen den Japanern und den Franzosen ausgebrochen. Renault gewinnen 2,2 Prozent und Fiat 1 Prozent.

Der Kurs von Air France-KLM bricht um 9 Prozent ein. Die kurzfristigen Buchungen innerhalb der Hauptreisezeit sind aufgrund des sich eintrübenden makroökonomischen Umfeldes schwächer als erwartet ausgefallen. Zudem ist die Auslastung gemessen am Sitzladefaktor im August zurückgegangen. Im Jahresvergleich sank sie um 0,3 Prozentpunkt auf 90,6 Prozent. Daneben lastet ein Streik bei British Airways (minus 1 Prozent) auf den Branchentiteln.

Defensive Titel im DAX werden verkauft, genauso wie Immobilienaktien. Letztere leiden unter den steigenden Renditen am Anleihemarkt. Vonovia verlieren 2,3 Prozent, LEG 2,3 Prozent und Deutsche Wohnen 1,7 Prozent. Beiersdorf geben 1,6 Prozent nach und RWE 1,9 Prozent.


Sika kauft in China zu

Sika übernimmt Crevo-Hengxin in China, einen Hersteller von Dicht- und Klebstoffen auf Silikonbasis, die sowohl in der Industrie wie auch im Bausektor eingesetzt werden. Durch die Übernahme baut Sika die Präsenz in den beiden Zielmärkten Industry und Sealing & Bonding in China und in der Region Asien/Pazifik weiter aus. Sika steigen 1,2 Prozent.

Singulus verlieren nach einer Gewinnwarnung 5,2 Prozent. Ansonsten machen die Analysten die Kurse: Positiv für Givaudan wird die Hochstufung auf "Kaufen" durch Berenberg gesehen. Das Kursziel von 3.150 Franken liegt deutlich über dem aktuellen Kurs von 2.750 Franken (plus 0,3 Prozent).

Nordex steigen um 5,2 Prozent, nachdem die Analysten von Macquarie die Aktie um zwei Stufen auf "Outperform" hochgenommen haben. Hapag-Lloyd verlieren 5,9 Prozent, nachdem die Jefferies-Analysten die Aktie auf "Underperform" gesenkt haben. Nach einer Kaufempfehlung durch UBS gewinnen Prosieben 5,3 Prozent - hier stützen auch Übernahmefantasien im Zusammenhang mit der andauernden Sektorkonsolidierung.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.488,87 -0,18 -6,32 16,24
Stoxx-50 3.173,18 -0,54 -17,23 14,97
DAX 12.209,72 0,15 17,99 15,63
MDAX 26.005,50 -0,02 -4,97 20,46
TecDAX 2.865,10 0,11 3,20 16,93
SDAX 11.080,04 0,63 68,85 16,52
FTSE 7.210,08 -0,99 -72,26 8,24
CAC 5.582,87 -0,38 -21,12 18,01

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,58 0,06 -0,82
US-Zehnjahresrendite 1,61 0,05 -1,07

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7:59 h Fr, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1053 +0,24% 1,1025 1,1047 -3,6%
EUR/JPY 118,28 +0,39% 117,84 117,98 -5,9%
EUR/CHF 1,0947 +0,53% 1,0904 1,0898 -2,8%
EUR/GBP 0,8939 -0,48% 0,8989 0,8972 -0,7%
USD/JPY 106,99 +0,14% 106,87 106,79 -2,4%
GBP/USD 1,2367 +0,73% 1,2268 1,2313 -3,1%
USD/CNY 7,1224 +0,09% 7,129 7,116 +3,6%
Bitcoin
BTC/USD 10.331,00 -0,84% 10.301,75 10.880,75 +177,8%



ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,24 56,52 +1,3% 0,72 +19,2%
Brent/ICE 62,20 61,54 +1,1% 0,66 +12,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.510,72 1.506,81 +0,3% +3,92 +17,8%
Silber (Spot) 18,13 18,18 -0,3% -0,05 +17,0%
Platin (Spot) 958,61 950,92 +0,8% +7,69 +20,4%
Kupfer-Future 2,61 2,62 -0,2% -0,01 -1,3%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

END) Dow Jones Newswires

September 09, 2019 10:00 ET ( 14:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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