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MÄRKTE EUROPA/Coronavirus und Konjunkturdaten stimmen vorsichtiger

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Nach einem gut behaupteten Start drehen die europäischen Aktienmärkte am Freitag im Verlauf deutlicher ins Minus. Mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus bleiben die Anleger weiter vorsichtig, die Tendenz geht dazu, das Risiko vor dem Wochenende etwas abzubauen. Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus steigt weiter, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief zudem den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die WHO sieht allerdings trotz des Notstands "keinen Grund" für Reise- und Handelsbeschränkungen mit China. Der DAX verliert 1,0 Prozent auf 13.032 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,0 Prozent auf 3.655 Punkte nach unten.

Am Vormittag gab es enttäuschende Wachstumsraten aus der Eurozone, die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2019 legte mit 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal nur halb so stark zu wie erwartet. Auch das schlechte Abschneiden der französischen Wirtschaft belastete hier. Der wiederholt nur magere Zuwachs des Bruttoinlandprodukts macht nach Aussage der VP Bank deutlich, dass es an der einen oder anderen Stelle klemmt. Eine davon ist die Industrie. Sie leide unter den Handelskonflikten und dem Strukturwandel in der Autoindustrie. Der Dienstleistungssektor und die Bauwirtschaft stützten dagegen das Wachstum.

Am Nachmittag enttäuschte aus den USA der Einkaufsmanager-Index aus der Region Chicago. Die Stimmung schwächte sich im Januar überraschend deutlich ab auf das tiefste Niveau seit mehr als vier Jahren.


Pfund zum Brexit-Tag weiter auf dem Weg nach oben

Das Pfund baut die Gewinne aus und erklimmt ein Wochenhoch bei 1,3158 Dollar. Dabei stützt ein verbessertes Verbrauchervertrauen in Großbritannien die Währung. Im Januar stieg der entsprechende GfK-Wert auf minus 9 nach minus 11 im Dezember, gestützt von der gesunkenen politischen Unsicherheit. Nach dem klaren Wahlsieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson hatte das Parlament endgültig für den Brexit gestimmt. Großbritannien wird deswegen um Mitternacht nach einigen Verschiebungen nach 47 Jahren Zugehörigkeit endgültig die EU verlassen.


Traton bietet für Navistar - Aston Martin sammelt Geld ein

Auf Unternehmensseite steht der Automobilsektor im Blick. Mit einem Kurssprung von 20 Prozent sind Aston Martin der Gewinner in dem Sektor. Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung von bis zu 500 Millionen Pfund wird bei den Anlegern mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen. Mit dabei ist der kanadische Milliardär Lawrence Stroll, hier gab es in der Vergangenheit schon Spekulationen über einen solchen Schritt.

Ein von Stroll angeführtes Konsortium wird 182 Millionen Pfund investieren und sich damit einen Anteil von 16,7 Prozent an dem Sportwagenbauer sichern. Jefferies zeigt sich erleichtert: Das Volumen stimme und sei ausreichend, um notwendige Investitionen in die Modellpalette zu tätigen. Nicht gelöst durch die Kapitalerhöhung sei indes das Skalenproblem bei Aston Martin.

Nachrichten gibt es auch zu VW. Zum einen hat VW die Mehrheitsbeteiligung an der Getriebetochter Renk verkauft. Das spült 530 Millionen Euro in die Kasse und führt zu einem Bilanzgewinn von 150 Millionen. Daneben rückt die Tochter Traton mit dem Übernahmeangebot für Navistar in den Blick. "Strategisch ist die Übernahme sinnvoll, und der Preis ist in Ordnung", so ein Händler. Traton zeigen sich kaum verändert. Die VW-Aktie gibt mit dem Gesamtmarkt um 1,0 Prozent nach.

K+S notieren fester mit Aufschlägen von 2,2 Prozent. Die "Actien-Börse" sieht nach dem jüngsten Kursverfall einen Übernahmekandidat.


Spanische Banken mit Zahlen

Im Bankensektor stehen die Geschäftszahlen spanischer Banken im Blick. BBVA (minus 0,7 Prozent) hat im vierten Quartal einen Verlust von 155 Millionen Euro ausgewiesen. Hauptgrund dafür ist eine Goodwill-Abschreibung auf ihr US-Geschäft. Analysten hatten mit einem höheren Verlust von 271 Millionen Euro gerechnet. Auch die Einnahmen lagen über den Schätzungen. Die Zahlen der Caixa-Bank (minus 0,3 Prozent) sind ebenfalls über den Erwartungen ausgefallen.

Für Banco Sabadell geht es nach Viertquartalszahlen gleich um 12 Prozent nach unten. Nicht nur sind die Zahlen schlechter ausgefallen, auch der Ausblick enttäuscht. Jefferies verweist auf höhere Rückstellungen im vierten Quartal als Hauptbelastungsfaktor. Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von nur 5 Prozent unterstreiche die andauernden Schwierigkeiten, denen sich die Bank weiter ausgesetzt sehe.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.655,24 -0,96 -35,54 -2,40
Stoxx-50 3.371,64 -0,87 -29,74 -0,92
DAX 13.032,05 -0,95 -125,07 -1,64
MDAX 28.068,45 -0,42 -117,69 -0,86
TecDAX 3.078,86 -0,86 -26,70 2,12
SDAX 12.291,31 -0,40 -49,90 -1,76
FTSE 7.299,59 -1,12 -82,37 -2,13
CAC 5.820,35 -0,88 -51,42 -2,64

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,43 -0,02 -0,67
US-Zehnjahresrendite 1,53 -0,05 -1,15

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:20 Uhr Do, 17.04 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1058 +0,21% 1,1021 1,1034 -1,4%
EUR/JPY 120,19 -0,01% 120,20 119,91 -1,4%
EUR/CHF 1,0690 -0,09% 1,0701 1,0687 -1,5%
EUR/GBP 0,8412 -0,21% 0,8403 0,8422 -0,6%
USD/JPY 108,71 -0,21% 109,07 108,68 -0,1%
GBP/USD 1,3144 +0,41% 1,3116 1,3104 -0,8%
USD/CNH (Offshore) 6,9979 +0,21% 6,9801 6,9991 +0,5%
Bitcoin
BTC/USD 9.270,25 -3,04% 9.333,25 9.357,75 +28,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,74 52,14 -0,8% -0,40 -14,9%
Brent/ICE 58,13 58,29 -0,3% -0,16 -12,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.582,54 1.574,30 +0,5% +8,24 +4,3%
Silber (Spot) 17,93 17,85 +0,5% +0,08 +0,5%
Platin (Spot) 959,35 979,75 -2,1% -20,40 -0,6%
Kupfer-Future 2,51 2,52 -0,7% -0,02 -10,4%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

January 31, 2020 10:22 ET ( 15:22 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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