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MÄRKTE EUROPA/DAX erobert 13.000er-Marke zurück

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die seit über zwei Wochen laufende volatile Seitwärtsbewegung an den Börsen in Europa setzt sich auch am Donnerstag fort. Dabei kann der DAX die Marke von 13.000 Punkten wieder zurückerobern. Der Handel verläuft in vergleichsweise ruhigen Bahnen, einige Investoren schließen bereits ihre Bücher für das Jahr. Größere Transaktionen sind kaum noch zu erwarten. Viele Marktteilnehmer warten bereits auf Impulse vom US-Arbeitsmarktbericht für November und neuen Handelsdaten aus China, die beide am Freitag bekannt gegeben werden.

Der DAX notiert aktuell 0,2 Prozent höher bei 13.029 Punkten. der Euro-Stoxx-50 legt um 0,2 Prozent auf 3.567 Punkte zu. Der Bitcoin legt weiter zu und notiert 7 Prozent fester bei 15.312 Dollar. Etwas zurück hinter dem breiten Markt bleiben Öl- und Rohstoffaktien. Am Mittwoch waren die Ölpreise im US-Handel deutlich gesunken, nachdem neue Vorratsdaten einen überraschend starken Anstieg der Benzinlager gezeigt hatten. Brent kostet aktuell 61,60 Dollar, verglichen mit einem Vortageshoch von fast 63 Dollar.

Der DAX bleibt anfällig für Rückschläge. "Besonders US-Anleger sichern sich vor dem Jahresende ihre kräftigen Gewinne in Europa", sagt ein Marktteilnehmer. Deshalb werde voraussichtlich auch der fallende Euro die Kurse zunächst nur wenig stützen. Er ist auf aktuell 1,1785 Dollar gefallen. Der Druck auf den Euro habe genau vor zwei Wochen eingesetzt, als die Verkäufe von US-Anlegern begonnen hätten, heißt es. Diese Entwicklung dürfte enden, sobald die Aktienportfolios verkauft seien.

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Analysten-Kommentare machen die Kurse

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Auf Grund der sich ausdünnenden Nachrichten machen Analystenkommentare zunehmend die Kurse. So hat Kepler Cheuvreux eine große Autostudie veröffentlicht, dabei bleibt VW (plus 2,9 Prozent) der Top-Pick im Sektor. Das Kursziel für die Wolfsburger haben die Analysten auf 220 von 190 Euro erhöht und in der Folge auch das Kursziel für den Großaktionär Porsche (plus 1,9 Prozent) nach oben genommen. BMW (minus 0,1 Prozent) empfehlen die Analysten dagegen weiter zu reduzieren und haben das Kursziel leicht auf 77 Euro gesenkt.

Die UBS hat das Kursziel von Linde auf 230 Euro angehoben, der Kurs steigt um 0,5 Prozent. BASF geben dagegen um 1,1 Prozent nach, hier hat die UBS die Kaufempfehlung zurückgezogen und zu einer neutralen Position geraten. Lanxess sind von der UBS zum Kauf empfohlen worden, der Kurs zieht um 0,9 Prozent an.

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Glücksspiel-Fusion von Ladbrokes und GVC bringt Gewinn

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Die Aktie des Wettanbieters Ladbrokes Coral schießt in London um über 25 Prozent nach oben. Kurstreiber sind bestätigte Gespräche über eine mögliche Fusion mit GVC Holdings. Das Gebot könne bis zu 3,9 Milliarden Pfund betragen. Der GVC-Kurs zieht um 6 Prozent an. Die Analysten von Davy Research äußern sich positiv: "Die vorgeschlagene Fusion von GVC und Ladbrokes macht strategisch Sinn". Für beide wäre es eine Diversifikation und würde gleichzeitig große Synergien eröffnen. Allerdings unterstreichen die Analysten die Abhängigkeit des Wettspielgeschäft von den jeweiligen Länder-Regulierungen. Zum Beispiel gebe es diesbezüglich in Deutschland noch immer viele Unsicherheiten und der deutsche Umsatzanteil des kombinierten Unternehmens würde bei rund 26 Prozent liegen.

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Abverkauf bei Steinhoff hält an

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Die am Mittwoch um über 60 Prozent abgestürzte Aktie des Möbelhändlers Steinhoff gibt um weitere rund 30 Prozent nach. Um sich weitere schlaflose Nächte zu ersparen, sollten Anleger die vor der Krise aufleuchtenden Warnzeichen studieren, so ein Analyst. Der Schaden bei einem der weltgrößten Möbelhersteller ist indes kaum noch abzufedern: Das Unternehmen musste erhebliche Bilanzierungsunregelmäßigkeiten einräumen.

Steinhoff will nun seine Liquidität um insgesamt 2 Milliarden Euro aufbessern. Es habe Interessensbekundungen von Dritten an einigen Unternehmensteilen gegeben, zudem soll sich eine Tochter selbst refinanzieren, teilte das Unternehmen am Vorabend mit.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.566,94 0,15 5,37 8,40
Stoxx-50 3.157,97 -0,08 -2,41 4,90
DAX 13.028,81 0,23 29,96 13,48
MDAX 26.206,20 -0,65 -172,08 18,10
TecDAX 2.476,55 0,07 1,83 36,70
SDAX 11.741,12 0,05 6,36 23,34
FTSE 7.349,04 0,01 1,01 2,89
CAC 5.376,26 0,04 1,92 10,57

Bund-Future 163,36 -0,07 2,04

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:18 Mi, 17:29 % YTD
EUR/USD 1,1785 -0,08% 1,1794 1,1782 +12,1%
EUR/JPY 132,85 +0,06% 132,77 132,31 +8,1%
EUR/CHF 1,1695 +0,08% 1,1685 1,1672 +9,2%
EUR/GBP 0,8813 -0,02% 0,8815 1,1362 +3,4%
USD/JPY 112,73 +0,15% 112,56 112,29 -3,6%
GBP/USD 1,3370 -0,08% 1,3381 1,3386 +8,4%
Bitcoin
BTC/USD 15.340,01 +7,08% 14.449,99 12.740,27 1.506,80

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,23 55,96 +0,5% 0,27 -1,3%
Brent/ICE 61,60 61,22 +0,6% 0,38 +5,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.255,63 1.263,41 -0,6% -7,78 +9,1%
Silber (Spot) 15,87 15,96 -0,6% -0,09 -0,3%
Platin (Spot) 901,40 902,50 -0,1% -1,10 -0,2%
Kupfer-Future 2,95 2,94 +0,6% +0,02 +17,0%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

December 07, 2017 06:59 ET (11:59 GMT)

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