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MÄRKTE EUROPA/DAX fällt unter die Marke von 14.000 Punkten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Nach dem kräftigen Plus des Vortages neigen die europäischen Börsen am Dienstag im frühen Handel zur Schwäche. In China droht eine Straffung der Geldpolitik. "Wir haben gestern zum Beginn des Monats einige Käufe gesehen, die sind nun durch", äußert sich ein Aktienhändler indes zurückhaltend. Damit dürfte die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen am deutschen Aktienmarkt wieder aufgenommen werden. Der DAX sinkt um 0,2 Prozent auf 13.988 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.695 nach unten.

Im frühen Handel geben die asiatischen Börsen die Richtung vor. In China belastet die Besorgnis der obersten Bankaufsichtsbehörde des Landes. Dort ist von einer Reihe von Risiken die Rede - einschließlich des schnellen Zuflusses von ausländischem Kapital und einer Blase am Immobilienmarkt. Die Behörde rechnet mit Zinsanhebungen im laufenden Jahr - trotz der zuletzt nachlassenden Wirtschaftsdynamik in China. Am Rentenmarkt ist es am Morgen ruhig nach der kräftigen Erholung des Vortages.


Schwache Einzelhandelsumsätze aus Deutschland

Schwache Einzelhandelumsätze aus Deutschland zeigen, dass es nach wie vor wirtschaftliche Risiken gibt. "Der Einbruch der Einzelhandelsumsätze (...) ist eine Erinnerung daran, dass es mit der Inflation sobald nichts werden könnte", so CMC. Bis das Niveau wieder erreicht sei, welches die Wirtschaft vor der Pandemie hatte, sei noch ein weiter Weg zu gehen. Die Börsen kämen auf diesem Weg ganz gut mit einem allmählichen Anstieg der Zinsen zurecht.

Der Sektor der europäischen Ölwerte führt mit Abgaben von 1,3 Prozent die Verliererliste in Europa an. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI ist unter die Marke von 60 Dollar gefallen.

Für Hellofresh geht es im frühen Handel um 4 Prozent nach unten. Die Geschäftszahlen sind besser als erwartet ausgefallen. Auf den Kurs drücken Zweifel an der Erreichbarkeit des Ausblicks - nach der Coronapandemie.

Als eher schwach werden die Geschäftszahlen des Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli im Handel bezeichnet. Die Gewinnerwartung an das Gesamtjahr 2020 sei besonders beim EBITDA verfehlt worden. Gut sei aber die Marge und der Cashflow des Unternehmens ausgefallen, heißt es im Handel. Entsprechend versüße Lindt Anlegern die Zahlen mit einem Aktienrückkaufprogramm von 750 Millionen Franken und einer auf 1.100 Franken erhöhten Dividende. Für die Aktie geht es um 3,3 Prozent nach oben.

Die Analysten der Citi loben bei der Geschäftsentwicklung des schweizerischen Versicherers Swiss Life das stabile operative Geschäft im zweiten Halbjahr. Die Anhebung der Dividende hatten die Analysten so nicht erwartet. Die Aussagen zum Ausblick werten die Experten dahingehend, dass die 2021er Ziele erreichbar seien. Allerdings sei die Aktie bereits gut gegenüber denen der Wettbewerber gelaufen und habe damit schon einiges vorweggenommen. Die Aktie verliert 0,6 Prozent.

Als stark werden die Geschäftszahlen des Fabrikausrüsters Kion (plus 6 Prozent) im Handel bezeichnet. Der Boom im Onlinehandel habe sich hier ebenfalls niedergeschlagen. Zudem sei der typische Industriekunde von Kion nicht mehr so stark von der zweiten Coronawelle betroffen gewesen. Kion konnte die hauseigene Prognose für 2020 erreichen und den Auftragseingang sogar weiter um 3,6 Prozent steigern.


Morphosys-Zahlen gefallen

Nach Vorlage von Geschäftszahlen gewinnen Morphosys 1 Prozent. Im Handel wird vor allem die Entwicklung des EBIT herausgestellt. Dieses sei deutlich oberhalb der Erwartung ausgefallen. "Die Aktie ist seit Wochen von dem Radar der Investoren verschwunden und notierte am Freitag auf dem niedrigsten Stand seit fast einem Jahr", so ein Marktteilnehmer. Mit den überzeugenden Zahlen könnte nun das Interesse am Biotechnologie-Unternehmen wieder steigen.

Gut kommen auch Jahreszahlen und Ausblick von Schaltbau (plus 1,6 Prozent) an. Der Einfluss von Corona im Geschäftsjahr 2020 fiel geringer als befürchtet aus, der Auftragseingang stieg sogar um 1,1 Prozent zum Vorjahr, die hauseigenen Ziele wurden am oberen Rand der Schätzspanne erreicht. Für Sixt geht es um 1,6 Prozent nach oben. Die Corona-Pandemie hat Sixt wie erwartet schwer getroffen. Im Vergleich zu den Wettbewerbern ist das Unternehmen allerdings gut durch das Jahr 2020 gekommen. Der Vorsteuerverlust fällt etwas geringer als befürchtet aus.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.694,80 -0,32 -11,82 4,00
Stoxx-50 3.175,54 -0,18 -5,61 2,16
DAX 13.988,15 -0,18 -24,67 1,96
MDAX 31.867,46 -0,11 -33,49 3,48
TecDAX 3.378,93 0,04 1,37 5,17
SDAX 15.475,64 0,19 29,73 4,81
FTSE 6.587,01 -0,02 -1,52 1,98
CAC 5.783,05 -0,17 -9,74 4,17

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,34 0,00 -0,58
US-Zehnjahresrendite 1,42 0,00 -1,26

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 9:00 h Mo, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2002 -0,41% 1,2004 1,2059 -1,7%
EUR/JPY 128,27 -0,30% 128,27 128,56 +1,7%
EUR/CHF 1,1025 +0,02% 1,1008 1,1013 +2,0%
EUR/GBP 0,8651 -0,02% 0,8650 0,8640 -3,1%
USD/JPY 106,87 +0,09% 106,86 106,61 +3,5%
GBP/USD 1,3874 -0,38% 1,3877 1,3954 +1,5%
USD/CNH (Offshore) 6,4790 +0,18% 6,4792 6,4681 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 48.962,50 -0,44% 48.463,75 49.219,00 +68,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,80 60,64 -1,4% -0,84 +22,8%
Brent/ICE 62,98 63,69 -1,1% -0,71 +21,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.721,93 1.724,84 -0,2% -2,91 -9,3%
Silber (Spot) 26,07 26,60 -2,0% -0,53 -1,2%
Platin (Spot) 1.177,80 1.189,65 -1,0% -11,85 +10,0%
Kupfer-Future 4,10 4,12 -0,4% -0,02 +16,5%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

END) Dow Jones Newswires

March 02, 2021 04:05 ET ( 09:05 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR -0,30
Sixt SE Vz. 65,40 +1,55%
EUR +1,00
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