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MÄRKTE EUROPA/DAX fängt sich wieder - Deutsche Post unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Michael Denzin

FRANKFURT (Dow Jones)Mit nur leichtem Abgaben zeigen sich Europas Börsen am Freitagnachmittag. Die Welle schlechter Nachrichten haben die Aktienmärkte relativ gut verdaut. Technologiewerte leiden zwar unter Berichten über reduzierte iPhone-Orders durch Apple, das nur leichte Minus der Aktie beruhigt allerdings. Für Enttäuschung sorgt jedoch in Deutschland die Konjunktur und eine Gewinnwarnung der Deutschen Post. Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 12.752 Punkte, hat sich damit aber über 130 Punkte vom Tagestief erholt. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,5 Prozent nach auf 3.443 Punkte.

Dazu dämpft das beginnende G7-Treffen in Kanada die Stimmung: Denn dass es dort zu einer Annäherung zwischen den USA und den sechs anderen Staaten kommen wird, scheint immer unwahrscheinlicher. Stattdessen sieht es eher nach einer Verhärtung der Fronten aus angesichts der einseitigen US-Handelspolitik und des US-Ausstiegs aus dem Iran-Atomabkommen. Das Zerwürfnis könnte weltweit sichtbar werden, wenn es das erste Mal zu keiner gemeinsamen G-"7"-Abschlussserklärung kommen dürfte, denn der US-Präsident reist bereits am Samstagmorgen wieder ab.



Schwache Konjunktur-Signale - Autos unter Druck


Sorgen macht zudem die Reihe negativer Konjunkturdaten - insbesondere aus Deutschland. Nach den überraschend schwachen Auftragseingängen vom Vortag hat nun auch die Industrieproduktion enttäuscht. Sie sank im April um deutliche 1 Prozent zum Vormonat, obwohl mit einem Anstieg gerechnet wurde. Auch in Frankreich fiel sie zurück. Der Euro fällt auf 1,1760 Dollar, nachdem er am Donnerstag im Tageshoch noch bei 1,1840 Dollar gestanden hatte.

Fonds achten seit Monaten immer stärker auf diese harten Zahlen, weil sie den zu weit vorgelaufenen Einkaufsmanager-Indizes nicht getraut hatten", sagt ein Händler. Solch negative Daten würden daher frische Aktienkäufe verhindern. "Die deutsche Volkswirtschaft wird im zweiten Quartal nur zögerlich vom Fleck kommen", sagt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe. Schwache Auftragsdaten, schwache Exporte und eine enttäuschende Industrieproduktion seien eine herbe Schlappe.

Konjunkturwerte stellen daher in Europa die Hauptverlierer: Der Auto-Index fällt um 1,4 Prozent, Banken und Rohstoffwerte um bis zu 1 Prozent. Im DAX geben BMW und Daimler um bis zu 1,7 und VW sogar um 2,2 Prozent nach.



Gewinnwarnung bei Deutscher Post


Für lange Gesichter sorgt eine Gewinnwarnung der Deutschen Post. Die Aktien notiert knapp 5 Prozent tiefer, hatten aber zwischenzeitlich schon über 8 Prozent verloren. Zwar hatten einige Marktteilnehmer eine Senkung der Gewinnprognose erwartet, nicht jedoch in diesem Umfang: Die Post rechnet demnach nun für das laufende Jahr nur noch mit einem bereinigten EBIT von 3,2 Milliarden Euro nach zuvor 4,15 Milliarden Euro. Grund ist das schwache Brief/Paketgeschäft, was die wichtigste Sparte des Konzerns ist.



Technologie-Werte leiden unter Einbruch bei Apple-Orders


Aktien von Apple-Zulieferern stehen weiter unter massivem Druck: Dialog Semiconductor verlieren 4,8 und AMS 5,8 Prozent. Für Aixtron als Ausrüster der Apple-Zulieferer geht es 4,6 Prozent abwärts. Seit Wochen gibt es Medienberichte, dass die Nachfrage nach dem iPhone schwindet. Nun meldet die japanische Nikkei Asian Review, dass Apple im vergangenen Jahr Aufträge für die Produktion von bis zu 100 Millionen neuer iPhones erteilt, würde dieses Jahr aber 20 Prozent weniger erwarten. Für etwas Beruhigung am Markt sorgt, dass die Apple-Aktie nur mit einem Minus von 1,6 Prozent darauf reagiert.



Nachrichten zu deutschen Banken und Thyssenkrupp verpuffen


Deutsche Bank und Commerzbank fallen trotz Berichten über angebliche Fusionspläne bis zu 1,9 Prozent. Die Deutsche Bank soll darüber mit Großaktionären und Regierungsvertretern gesprochen haben, berichtete Bloomberg. Im Handel wird dies jedoch nicht besonders hoch gehängt: "Politisch dürfte ein weiterer Kahlschlag bei der Belegschaft nicht gern gesehen werden", so ein Händler. Auch Thyssenkrupp verlieren 1,4 Prozent trotz Berichten, die Werftensparte abspalten zu wollen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.443,44 -0,47 -16,33 -1,73
Stoxx-50 3.056,17 -0,19 -5,81 -3,83
DAX 12.752,04 -0,46 -59,01 -1,28
MDAX 26.658,36 -0,15 -40,30 1,75
TecDAX 2.805,56 -0,35 -9,84 10,93
SDAX 12.557,71 -0,02 -3,09 5,64
FTSE 7.688,83 -0,20 -15,57 0,52
CAC 5.442,98 -0,10 -5,37 2,45

Bund-Future 160,42 0,23 0,75

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:42 Do, 17:33 % YTD
EUR/USD 1,1762 -0,30% 1,1782 1,1826 -2,1%
EUR/JPY 128,79 -0,50% 129,13 130,05 -4,8%
EUR/CHF 1,1608 +0,43% 1,1556 1,1610 -0,9%
EUR/GBP 0,8787 -0,05% 0,8777 1,1366 -1,2%
USD/JPY 109,53 -0,17% 109,59 109,96 -2,8%
GBP/USD 1,3386 -0,26% 1,3423 1,3443 -0,9%
Bitcoin
BTC/USD 7.589,00 -1,0% 7.641,39 7.685,30 -44,4%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,67 -0,64 -0,05
Deutschland 10 Jahre 0,44 0,48 0,01
USA 2 Jahre 2,50 2,48 0,61
USA 10 Jahre 2,93 2,92 0,52
Japan 2 Jahre -0,13 -0,13 0,01
Japan 10 Jahre 0,04 0,05 -0,01

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,04 65,95 +0,1% 0,09 +10,5%
Brent/ICE 76,75 77,32 -0,7% -0,57 +18,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.298,86 1.297,13 +0,1% +1,73 -0,3%
Silber (Spot) 16,77 16,70 +0,4% +0,07 -1,0%
Platin (Spot) 904,65 900,00 +0,5% +4,65 -2,7%
Kupfer-Future 3,29 3,28 +0,6% +0,02 -1,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 08, 2018 10:19 ET ( 14:19 GMT)

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