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MÄRKTE EUROPA/DAX gibt nach Rekordhoch alle Gewinne wieder ab

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte geben die im frühen Handel gesehenen Gewinne am Mittwoch im Tagesverlauf wieder her. Der DAX sowie der Stoxx-600-Index notierten am Vormittag auf Allzeithochs. "Der deutsche Aktienmarkt sollte langfristig weiter gut unterstützt sein", so Christoph Ohme, Fondsmanager für deutsche Aktien bei der DWS. Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld seien Aktien weiter eine sehr attraktive Anlageklasse, da es nur sehr wenig renditestarke Alternativen gibt.

Doch die Anschlusskäufe fehlten, zudem lieferte Daimler schlechte Nachrichten für den Automobilsektor. Dieser gehört nach einem Start im Plus nun mit einem Abschlag von 0,4 Prozent zu den Verlierer unter den Branchenindizes. Und Automobilwerte sind am deutschen Aktienmarkt stark vertreten. Der DAX notiert aktuell kaum verändert bei 13.552 Punkten nach seinem Rekordhoch bei 13.640 Zählern. Der Euro-Stoxx-50 handelt 0,2 Prozent tiefer bei 3.781 Zählern.

Die Sorgen um den Coronavirus haben sich etwas relativiert. Die Analysten der UBS denken, China habe die Lektionen aus der SARS-Epidemie gelernt. Auch sei die Sterberate des Wuhan-Virus geringer als bei SARS.


Daimler mit Gewinndelle

Daimler kommen mit dem überraschenden Gewinneinbruch unter Druck und verlieren 1,7 Prozent. Das EBIT wird vom Unternehmen nun mit 5,6 Milliarden Euro beziffert, wohingegen die Konsenserwartungen bei etwa 6 Milliarden Euro lagen. Die Gewinnwarnung ist begründet in zusätzlichen Kosten für die Restrukturierung des Bereichs Mercedes-Benz Vans in Höhe von 300 Millionen Euro und Kosten für behördliche und gerichtliche Verfahren sowie Maßnahmen bei Dieselfahrzeugen von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro. Laut Citi trete nun der Druck auf die Bilanz und die Dividende in den Vordergrund. BMW geben um 0,3 Prozent nach und VW um 0,8 Prozent.

ASML notieren mit 271,20 EUro wenig verändert. "Die Zahlen sind stark, aber vielleicht ist man nach dem Superergebnis von ASMI schon etwas zu bullisch hineingegangen", sagt ein Händler. Vor allem der schwächere Auftragseingang bei ASML überrasche etwas. Gewinn und Marge seien wie erwartet stark ausgefallen, jedoch habe es auch noch höhere Erwartungen gegeben. Auch der Umsatzausblick für das erste Quartal liege nur in der Mitte der bisherigen Erwartungsspanne.

Alstom profitieren von Berichten über eine geplante Zusammenlegung des Zuggeschäfts mit der kanadischen Bombardier. Dazu sollen bereits erste Gespräche stattgefunden haben, hieß von der Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend. "Allerdings sehe ich noch nicht, inwiefern sich das fundamental von der Siemens-Alstom-Sache unterscheidet", sagt ein skeptischer Händler. Die EU-Kartellbehörde hatte damals den Zusammenschluss der Deutschen und Franzosen verhindert. Alstom verbessern sich um 2,3 Prozent.


K+S knicken nach Analystenkommentar ein

K+S stellen im MDAX mit einem Minus von 8,2 Prozent den Verlierer. Grund ist die Wiederaufnahme der Aktie durch Bank of America mit "Underperform". Die Kollegen der Societe Generale schließen nicht aus, dass das Unternehmen den Kapitalmarkt anzapfen wird.

Für Varta geht es um 6,8 Prozent abwärts. Für die Commerzbank wird der Wettbewerbsdruck auf den Batteriehersteller nicht wieder verschwinden. Die Analysten senken daher ihre Einstufung für die Aktie auf "Reduce" von "Hold".

S&T steigen um 5,4 Prozent. Sehr positiv wird die erhöhte Gewinnprognose des österreichischen Konzerns gesehen. Das EBITDA-Ziel soll im laufenden Jahr um weitere 10 Prozent ansteigen auf 220 Millionen Euro. Dies entspräche insgesamt einem Gewinnanstieg von rund 25 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2019. "Vor allem das frühere Erreichen der erst für in drei Jahren geplanten Margenziele dürfte gut ankommen", meint ein Händler.

Als sehr stark werden die vorläufigen Umsatzzahlen der Versandapotheke Zur Rose im Handel gewertet. Das Umsatzwachstum von über 30 Prozent sei höher als erwartet ausgefallen. Allerdings könnten einige Teilnehmer verschnupft auf die negative Marge reagieren. Die Aktie verbessert sich um 4,7 Prozent.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.779,59 -0,25 -9,53 0,92
Stoxx-50 3.463,58 -0,07 -2,26 1,78
DAX 13.549,52 -0,05 -6,35 2,27
MDAX 28.829,49 0,21 61,53 1,82
TecDAX 3.179,85 0,30 9,60 5,47
SDAX 12.575,19 0,33 41,55 0,51
FTSE 7.583,43 -0,36 -27,27 0,91
CAC 6.029,52 -0,27 -16,46 0,86

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,27 -0,02 -0,51
US-Zehnjahresrendite 1,76 -0,01 -0,92

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:50 Di, 17.29 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1078 -0,04% 1,1083 1,1097 -1,2%
EUR/JPY 121,72 -0,03% 121,90 122,01 -0,2%
EUR/CHF 1,0747 +0,10% 1,0748 1,0742 -1,0%
EUR/GBP 0,8433 -0,72% 0,8490 0,8503 -0,4%
USD/JPY 109,88 +0,01% 110,03 109,96 +1,0%
GBP/USD 1,3138 +0,71% 1,3056 1,3051 -0,9%
USD/CNH (Offshore) 6,9107 +0,01% 6,9003 6,9066 -0,8%
Bitcoin
BTC/USD 8.636,26 -0,78% 8.697,26 8.630,01 +19,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,77 58,38 -2,8% -1,61 -6,6%
Brent/ICE 63,16 64,59 -2,2% -1,43 -4,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.555,80 1.558,65 -0,2% -2,86 +2,5%
Silber (Spot) 17,86 17,80 +0,3% +0,06 +0,0%
Platin (Spot) 1.009,85 1.001,35 +0,8% +8,50 +4,7%
Kupfer-Future 2,77 2,79 -0,8% -0,02 -1,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

January 22, 2020 10:33 ET ( 15:33 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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