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MÄRKTE EUROPA/DAX kaum verändert - Verschnaufpause dehnt sich aus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Die Konsolidierung an den europäischen Aktienmärkten weitet sich am Freitag wie erwartet erst einmal aus. Der DAX geht unverändert mit 12.283 Punkten in den Handel, beim Euro-Stoxx-50 sieht es ähnlich aus. Etwas belastet wird die Stimmung von schwächeren Vorlagen aus den USA und aus Asien. In Asien leiden die Märkte unter Konjunktursorgen, nachdem nach Korea am Donnerstag nun auch Japan schwache Wirtschaftsdaten veröffentlicht hat.

Nun warten die Märkte bereits auf die Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, die am frühen Nachmittag veröffentlicht werden. Neben den Konjunktursorgen leidet die globale Stimmung aber auch unter dem Ausblick von Intel, der US-Halbleiter-Riese hat am Donnerstag nach Börsenschluss die Prognosen gesenkt. Quittiert wurde das vom Markt mit einem nachbörslichen Minus von 7 Prozent.

Andererseits heißt es aber auch, die europäischen Märkte wiesen nach der jüngsten Rally nun überkaufte Strukturen auf. Von daher handle es sich bei der Konsolidierung in Europa um eine normale Verschnaufpause.



Conti stark - Daimler liefert - Deutsche Bank skeptischer


Auch in Europa steht weiter die Berichtsaison im Blick. Stark aufgenommen wird das Zahlenwerk von Conti, der Kurs steigt um 2 Prozent, damit sind Conti stärkster DAX-Gewinner. Positiv wird an der Börse die Entwicklung beim bereinigten operativen Gewinn auf EBIT-Basis gesehen, der mit 884 Millionen Euro deutlicher oberhalb der Markterwartung ausgefallen ist. Noch besser sieht es bei Valeo aus, der Kurs des französischen Conti-Konkurrenten steigt nach seinen Quartalszahlen um knapp 5 Prozent.

Daimler hat die Markterwartungen beim Gewinn und beim Umsatz leicht übertroffen. Während das Lkw-Geschäft den Umsatz trieb, sprudelten bei Mercedes die operativen Gewinne stärker als erwartet. Den Ausblick hat Daimler bestätigt: Der Konzern geht weiterhin von leicht steigenden Umsätzen und Absätzen sowie von einem etwas höheren operativen Gewinn aus. Der Kurs verändert sich wie der DAX kaum.

Die Deutsche Bank hat dagegen nun einen skeptischeren Ausblick veröffentlicht, statt von einem leichten Anstieg bei den Umsätzen geht sie nun nur noch von unveränderten Erlösen aus. Der Kurs fällt um 3,6 Prozent auf 7,20 Euro, damit führen Deutsche Bank die Verliererseite im DAX an. Noch schlechter sieht es allerdings bei den Aktien der britischen RBS aus: Der Kurs verliert 4 Prozent, nachdem die Erträge im Investmentbanking im ersten Quartals zusammengebrochen sind und auch das Hypothekengeschäft enttäuscht hat.

Anders die Lage bei der DWS, der Vermögensverwaltungs-Tochter der Deutschen Bank. Die Mittelzuflüsse wie die Aussage, dass der Asset Manager stärker als der Markt wachsen wolle, stimmten zuversichtlich, heißt es am Markt. Neben den soliden Zahlen dürfte der Kurs weiterhin von den Spekulationen um eine Partnerschaft profitieren, zuletzt war unter anderem über ein Zusammengehen mit der Vermögensverwaltung der UBS spekuliert worden. Der Kurs steigt um 1 Prozent.



Sanofi, Saint-Gobain und Astrazeneca besser als erwartet


Sanofi legen nach ihren Zahlen knapp 3 Prozent zu. Der Gewinn je Aktie hat die Erwartungen deutlich übertroffen, und von einer möglichen US-Gesundheitsreform erwartet der Konzern keine negativen Impulse.

Auch der französische Baustoffhersteller Saint-Gobain ist gut ins Jahr gestartet. Analysten sehen den vergleichbaren Umsatz rund 5 Prozent über ihren eigenen Schätzungen. Dabei habe das Management darauf verwiesen, dass gegenüber dem Vorjahr weniger Arbeitstage zur Verfügung gestanden hätten, die das Plus mit einem halben Prozent belastet hätten. Der Kurs steigt um 1,4 Prozent.

Air Liquide geben nach ihren Zahlen etwas nach, Safran ziehen dagegen nach einem unerwartet starken Umnsatzanstieg um 2,2 Prozent an. Astrazeneca steigen nach einem Gewinnsprung um 1 Prozent.



KlöCo mit Kurseinbruch nach Gewinnwarnung


Bei Klöckner läuft es dagegen nicht rund. Das Unternehmen lieferte am Vorabend eine massive Gewinnwarnung ab, die Aktie bricht um 10 Prozent ein. Der Duisburger Stahlhändler stellt nun ein operatives Ergebnis von 180 bis 200 Millionen Euro vor wesentlichen Sondereffekten in Aussicht, der Marktkonsens liegt mit 227 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.485,62 -0,18 -6,30 16,13
Stoxx-50 3.176,97 -0,21 -6,73 15,11
DAX 12.263,54 -0,16 -19,06 16,14
MDAX 25.817,79 -0,07 -18,21 19,59
TecDAX 2.890,62 0,45 12,91 17,98
SDAX 11.622,85 -0,17 -19,46 22,23
FTSE 7.401,92 -0,43 -32,21 10,49
CAC 5.549,97 -0,14 -7,69 17,32

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,02 -0,01 -0,26
US-Zehnjahresrendite 2,52 -0,01 -0,16

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:12 Do, 17:19 % YTD
EUR/USD 1,1141 +0,06% 1,1138 1,1140 -2,8%
EUR/JPY 124,38 +0,11% 124,35 124,13 -1,1%
EUR/CHF 1,1361 +0,02% 1,1363 1,1356 +0,9%
EUR/GBP 0,8632 -0,02% 0,8630 0,8632 -4,1%
USD/JPY 111,63 +0,04% 111,65 111,44 +1,8%
GBP/USD 1,2907 +0,08% 1,2905 1,2906 +1,1%
Bitcoin
BTC/USD 5.168,51 -4,27% 5.188,76 5.460,26 +39,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 64,84 65,21 -0,6% -0,37 +38,2%
Brent/ICE 74,12 74,35 -0,3% -0,23 +34,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.281,67 1.277,35 +0,3% +4,32 -0,1%
Silber (Spot) 15,02 14,95 +0,5% +0,07 -3,1%
Platin (Spot) 890,15 887,50 +0,3% +2,65 +11,8%
Kupfer-Future 2,88 2,86 +0,6% +0,02 +9,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/raz

END) Dow Jones Newswires

April 26, 2019 03:32 ET ( 07:32 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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