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MÄRKTE EUROPA/Draghi-Aussagen belasten leicht - Euro zieht an

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
(Wiederholung)

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)Am Montagnachmittag setzen Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi Akzente an Europas Börsen. Vor dem Brüsseler Parlament erklärte Draghi, die jüngsten Preis-Entwicklungen unterstützten die Inflationserwartungen der EZB. Der europäische Arbeitsmarkt ziehe an und in einigen Ländern gebe es Anzeichen für Arbeitskräftemangel. Der Euro steigt nach den Aussagen über das Niveau von 1,18 Dollar, was wiederum den Druck auf die Aktienmärkte erhöht.

Diese standen bereits zuvor unter Druck wegen des sich weiter verschärfenden Handelskonflikts zwischen den USA und China. "Die Absage der amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche durch die chinesische Seite drückt etwas auf die Stimmung", sagt ein Marktteilnehmer. Am Montag treten zudem die wechselseitigen neuen Zölle in Kraft. Aber auch die Unsicherheit um den Brexit nimmt weiter zu. "Die Börsen dürften den Worst Case eines Brexit ohne Deal nicht länger ignorieren", sagt Thomas Altmann von QC Partners.

Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 12.354 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent auf 3.409 Punkte nach unten. Ein weniger stark als erwartet nachgebender Ifo-Geschäftsklimaindex spielt keine große Rolle. Der Index sank im September um 0,2 auf 103,7 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen deutlicheren Rückgang auf 103,2 Punkte erwartet. "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich stabil, auch wenn die Unsicherheit steigt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.



US-Notenbank setzt nächsten größeren Akzent


Den nächsten größeren Akzent dürfte nun die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der laufenden Woche setzen. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ist am Markt voll eingepreist. Auch eine Zinserhöhung im Dezember gilt als sehr wahrscheinlich. Unklar ist wie es danach weiter geht. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass der US-Zinserhöhungszyklus bei 3 Prozent seinen Höhepunkt ausbilden wird. Die Commerzbank sieht aber die Gefahr, dass die Fed die Zinsen stärker anheben wird, was größere Auswirkungen auf die Märkte hätte.

Der Branchenriese Carrefour soll bei dem Rivalen Casino wegen einer möglichen Fusion angeklopft haben. Aber während Casino, deren Aktienkurs wegen der Sorge um die Verschuldung des Konzerns jüngst deutliche Verluste verzeichnet hat, erklärte, man habe das Ersuchen zurückgewiesen, weist Carrefour von sich, einen solchen Schritt überhaupt unternommen zu haben. Für die Casino-Aktie geht es 0,7 Prozent nach oben, Carrefour verlieren dagegen 0,7 Prozent. Jefferies halten eine Fusion aus Wettbewerbsgründen ohnehin für kaum machbar.



Randgold und Barrick Gold wollen fusionieren


Für Randgold geht es an der Londoner Börse mit der geplanten Fusion mit Barrick Gold um 5,7 Prozent nach oben. Der Deal ist als reiner Aktientausch geplant und muss noch von den Aktionären durchgewunken werden. Nach Einschätzung von Beobachtern ist die Fusion vor allem Ausdruck der Branchenkrise. Angesichts der schwachen Entwicklung von Goldminen-Aktien seit dem Hochpunkt des Goldpreises 2011 sei die heutige Nachricht kein Grund zum Jubeln aus Aktionärssicht, so Panmure Gordon.

In einer Bieterschlacht um den europäischen Bezahlsender Sky (plus 8,6 Prozent) hat der US-Kabelkonzern Comcast das Medienimperium 21st Century Fox von Rupert Murdoch ausgestochen. Zum Ende einer 24-stündigen Auktion machte Comcast das bessere Angebot mit 17,28 Pfund pro Aktie, wie die für Fusionen zuständige britische Regulierungsbehörde am Samstag in London mitteilte. Das letzte Angebot des Konzerns 21st Century Fox von Unternehmer Rupert Murdoch betrug demnach 15,67 Pfund.

Unter dem heißen Sommer leiden auch die Reiseveranstalter: Die britische Thomas Cook Group sprach von einer "enttäuschenden" Geschäftsentwicklung im Spätsommer und senkte ihre Gewinnprognose. Viele Briten haben laut dem Unternehmen angesichts der Temperaturen auf einen Auslandsurlaub verzichtet. Die Anleger strafen die Aktie ab, sie verliert 22,9 Prozent, im Fahrwasser verlieren TUI 3,6 Prozent.



Ölpreise auf Mehrjahreshochs


Der Ausbruch der Ölpreise über die alten Mehrjahreshochs stützt den Sektor, für die europäischen Ölwerte geht es gegen den negativen Trend um 1,2 Prozent nach oben. Die Opec-Staaten und Russland haben den US-Wünschen nach einer höheren Förderung eine Absage erteilt. Damit besteht die Gefahr einer Angebots-Lücke, wenn wegen der US-Sanktionen iranisches Öl dem Markt nicht mehr zur Verfügung steht.

Die Aktie von Gerry Weber bricht um 24,3 Prozent ein. Das Modeunternehmen hat ein so genanntes Sanierungs-Gutachten in Auftrag gegeben. Ein solches wird üblicherweise in Krisensituationen auf Wunsch von Geldgebern in Auftrag gegeben. Zuletzt hatte Gerry Weber in der vergangenen Woche darüber berichtet, dass die im Sommer eingeläutete Restrukturierung im dritten Quartal keine Besserung gebracht hat.

Beim IT-Dienstleister Datagroup laufen die Geschäfte dank einer besseren Auslastung dagegen besser als erwartet. Zudem profitierte das Unternehmen von Übernahmen, weshalb sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognose für das noch laufende Geschäftsjahr 2017/18 angehoben wurden. Für die Aktie geht es um 12,7 Prozent nach oben.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.411,37 -0,57 -19,44 -2,64
Stoxx-50 3.049,83 -0,57 -17,55 -4,03
DAX 12.360,07 -0,57 -70,81 -4,32
MDAX 26.119,88 -0,85 -224,27 -0,31
TecDAX 2.809,00 -0,28 -7,83 11,07
SDAX 12.056,33 -0,57 -68,93 1,43
FTSE 7.466,64 -0,31 -23,59 -2,57
CAC 5.473,07 -0,38 -21,10 3,02

Bund-Future 158,40 -0,66 1,41

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:23 Fr, 17.40 % YTD
EUR/USD 1,1793 +0,41% 1,1729 1,1739 -1,8%
EUR/JPY 132,79 +0,47% 132,03 132,22 -1,8%
EUR/CHF 1,1322 +0,53% 1,1264 1,1262 -3,3%
EUR/GBP 0,8974 -0,07% 0,8975 0,8983 +0,9%
USD/JPY 112,59 +0,06% 112,57 112,62 -0,1%
GBP/USD 1,3142 +0,48% 1,3068 1,3068 -2,7%
Bitcoin
BTC/USD 6.620,30 -1,0% 6.683,54 6.760,14 -51,5%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,51 -0,55 0,10
Deutschland 10 Jahre 0,50 0,46 0,07
USA 2 Jahre 2,81 2,80 0,92
USA 10 Jahre 3,07 3,06 0,66
Japan 2 Jahre -0,11 -0,11 0,03
Japan 10 Jahre 0,13 0,13 0,08

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,99 70,78 +1,7% 1,21 +23,3%
Brent/ICE 80,68 78,80 +2,4% 1,88 +26,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.202,72 1.199,02 +0,3% +3,70 -7,7%
Silber (Spot) 14,32 14,29 +0,2% +0,03 -15,5%
Platin (Spot) 832,50 828,05 +0,5% +4,45 -10,4%
Kupfer-Future 2,84 2,84 +0,2% +0,00 -15,1%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

END) Dow Jones Newswires

September 24, 2018 10:57 ET ( 14:57 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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CASINO, GUICH.INH. EO1,53 36,17 -9,25%
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ENI 14,11 +1,01%
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TOTAL 47,84 +0,56%
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RANDGOLD RES.DL-,05 ADR 74,72 +1,72%
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RUB -17,50
MOL NA A ADR REG.S 1/2 4,66 -0,43%
EUR -0,02
REPSOL S.A. EO 1 ADR 1 15,48 -10,54%
EUR -1,82
TOTAL S.A. SPONS. ADR 1 51,46 -5,28%
EUR -2,87
GERRY WEBER 2,55 -2,07%
EUR -0,05
OMV AG 41,97 -1,04%
EUR -0,44
AEX-INDEX 501,01 +1,15%
PKT +5,70
EURONEXT 100 935,15 +1,34%
PKT +12,35
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