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MÄRKTE EUROPA/Erholung - Leichte Entspannungssignale

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen haben mit kräftigen Aufschlägen den ersten Handelstag der neuen Woche beendet. Leicht positive Aussagen gab es vom US-chinesischen Handelskonflikt, wo zumindest wieder die Gespräche aufgenommen werden sollen. Zudem sorgte für Erleichterung, dass die Proteste in Hongkong über das Wochenende nicht eskaliert sind. Als Zeichen der Entspannung wurde an den Märkten auch gewertet, dass die geplanten Sanktionen gegen den Huawei-Konzern um weitere drei Monate verschoben werden.

Der DAX legte um 1,3 Prozent auf 11.715 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 3.369 Punkte. Bei den Branchen waren zyklische Sektoren wie Rohstoffe, Technologie oder Autos gesucht, Versorger und Banken wurden dagegen eher gemieden. Nach der Rekordjagd in der Vorwoche startete der Bund-Future etwas leichter in die Woche. Auch der Goldpreis deutete auf Entspannung hin. Er fiel zurück, blieb aber knapp über der Marke von 1.500 Dollar je Feinunze.

Für einen leicht positiven Impuls sorgte die chinesische Zentralbank. Sie habe nun einen weiteren großen Schritt vollzogen und de facto den aktuellen Leitzins - die Zinsen für einjährige Ausleihungen - beseitigt und durch einen neuen Referenzzins namens "Loan Prime Rate" (LPR) ersetzt, sagte Commerzbank-Devisenexperte Hao Zhou.

Weil der LPR von 18 großen Geschäftsbanken unterstützt werde, erwarte die Zentralbank, dass der neue Mechanismus stärker an den Marktbedürfnissen ausgerichtet sein werde und die tatsächlichen Kreditzinsen damit sinken werden.



Gewinn bei Grand City Properties kräftig gefallen


BASF gewannen 2 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf Aussagen von Konzernchef Martin Brudermüller. Er will trotz der jüngsten Gewinnwarnungen perspektivisch die Dividende erhöhen. Infineon erholten sich von den jüngsten Verlusten deutlicher mit einem Plus von 3,8 Prozent, Fresenius kletterten um 2,9 Prozent und Deutsche Bank um 2,7 Prozent. Bayer setzten die jüngste Erholung fort und stiegen um 2,6 Prozent - Anleger hoffen auf einen weniger teueren Glyphosat-Vergleich als befürchtet.

Grand City Properties hat im zweiten Quartal trotz gestiegener Einnahmen deutlich weniger verdient. Ein geringeres Ergebnis aus der Neubewertung von Immobilien und rückläufige Kapitalgewinne haben das im MDAX notierte Unternehmen belastet. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält Grand City aber fest. Der Kurs gewann 0,4 Prozent. Insgesamt wurden Immobilientitel gemieden: Vonovia und Deutsche Wohnen verloren jeweils 0,5 Prozent.



Norwegian verschafft sich etwas Luft


Norwegian stiegen nach dem Verkauf ihrer Beteiligung an der Bank Norwegian Finans Holding ASA um 4,1 Prozent. Die angeschlagene Airline nimmt durch den Verkauf 2,22 Milliarden norwegische Kronen ein, umgerechnet 222 Millionen Euro und stärkt auf diesem Weg die geschwächte Bilanz. Allerdings geht Bernstein trotz der Bilanz-Stärkung davon aus, dass die Norweger um eine Kapitalerhöhung vor dem Ende des ersten Quartals 2020 nicht herumkommen werden, um einen Zahlungsausfall zu vermeiden.

Vapiano verloren 6,9 Prozent auf 4 Euro. Vor gut zwei Jahren war die Aktie mit 23 Euro an die Börse gekommen. In den vergangenen Quartalen fuhr die ambitionierte Wachstumsstrategie gegen die Wand, Geld wurde und wird vom Unternehmen auch weiter benötigt. Ob die Banken die Liquidität zur Verfügung stellen oder eine weitere Kapitalerhöhung kommt, bleibt abzuwarten. Nun hat der Vorstandsvorsitzende, Cornelius Everke, sein Amt niedergelegt. Die Aufsichtsratsvorsitzende Vanessa Hall soll den Chefposten übernehmen.

Trotz zuversichtlicher Äußerungen von Osram und AMS scheinen die Börsianer Zweifel an einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen zu haben. Das deuteten zumindest die Kursreaktionen zu Wochenbeginn an: Osram verloren 1,3 Prozent auf 34,65 Euro und schlossen somit klar unter dem AMS-Gebot von 38,50 Euro.

Bitcoin Group schossen um 9,9 Prozent nach oben. Goldman Sachs soll sich laut Marktteilnehmern sehr bullisch zu der Kryptowährung geäußert haben. Die Analysten rechnen kurzfristig mit einem Preisanstieg auf 13.971 Dollar für die Kryptowährung. Darüber hinaus sehe Goldman langfristig Potenzial für weiter steigende Kurse.



. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.369,19 +40,11 +1,2% +12,3%
. Stoxx-50 3.094,12 +30,78 +1,0% +12,1%
. Stoxx-600 373,86 +4,23 +1,1% +10,7%
Frankfurt XETRA-DAX 11.715,37 +152,63 +1,3% +11,0%
London FTSE-100 London 7.189,65 +72,50 +1,0% +5,8%
Paris CAC-40 Paris 5.371,56 +70,78 +1,3% +13,6%
Amsterdam AEX Amsterdam 547,91 +5,97 +1,1% +12,3%
Athen ATHEX-20 Athen 2.032,49 +83,58 +4,3% +26,4%
Brüssel BEL-20 Bruessel 3.522,42 +24,04 +0,7% +8,6%
Budapest BUX Budapest 0,00 0,00 0,0% +2,2%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 3.866,54 +56,76 +1,5% +4,9%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 118.532,04 -727,77 -0,6% +3,7%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 1.017,23 -1,15 -0,1% +14,1%
Lissabon PSI 20 Lissabon 4.804,18 +47,21 +1,0% +2,5%
Madrid IBEX-35 Madrid 8.733,30 +62,90 +0,7% +2,3%
Mailand FTSE-MIB Mailand 20.715,49 +392,90 +1,9% +10,9%
Moskau RTS Moskau 1.247,53 +7,72 +0,6% +17,0%
Oslo OBX Oslo 771,84 +9,97 +1,3% +4,4%
Prag PX Prag 1.035,33 -0,13 -0,0% +4,9%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.538,97 +19,56 +1,3% +9,2%
Warschau WIG-20 Warschau 2.102,23 +38,11 +1,8% -7,7%
Wien ATX Wien 2.906,62 +55,55 +1,9% +4,1%
Zürich SMI Zuerich 9.825,59 +97,20 +1,0% +16,6%

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 9:23 Fr, 17:32 % YTD
EUR/USD 1,1096 +0,01% 1,1099 1,1096 -3,2%
EUR/JPY 118,17 +0,17% 118,05 117,96 -6,0%
EUR/CHF 1,0883 +0,26% 1,0854 1,0874 -3,3%
EUR/GBP 0,9142 +0,13% 0,9148 0,9136 +1,6%
USD/JPY 106,49 +0,15% 106,37 106,29 -2,9%
GBP/USD 1,2138 -0,11% 1,2135 1,2146 -4,9%
USD/CNY 7,0508 +0,11% 7,0465 7,0428 +2,5%
Bitcoin
BTC/USD 10.715,50 +2,91% 10.655,90 10.255,43 +188,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,59 54,87 +1,3% 0,72 +16,2%
Brent/ICE 59,28 58,64 +1,1% 0,64 +7,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.502,30 1.513,56 -0,7% -11,26 +17,1%
Silber (Spot) 16,98 17,11 -0,8% -0,14 +9,5%
Platin (Spot) 856,90 843,09 +1,6% +13,81 +7,6%
Kupfer-Future 2,60 2,60 +0,3% +0,01 -1,6%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

August 19, 2019 12:09 ET ( 16:09 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +0,00
INFINEON TECHNOLOGIES ADR 19,70 -1,00%
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EUR -0,16
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EUR -0,03
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