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MÄRKTE EUROPA/Erholungstag - Euro kommt vom Zweijahreshoch zurück

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte erholen sich zum Wochenschluss leicht von dem deutlichen Abverkauf des Vortages. Dabei unterstützen zumeist gute Quartalszahlen der Unternehmen den Markt. Der DAX legt um 0,4 Prozent auf 12.432 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 klettert um 0,1 Prozent auf 3.211 Punkte.

Positive Signale gab es am Morgen bereits aus China, dort bleiben die Einkaufsmanagerindizes auf Expansionskurs. Chinas Wirtschaft ist am besten durch die Krise gekommen und hat sich seitdem am schnellsten erholt. Der Euro notierte im frühen Handel erstmals seit Mai 2018 über 1,19 Dollar, seitdem drücken ihn Gewinnmitnahmen auf 1,1820 Dollar. Die Stärke in der Gemeinschaftswährung kommt zur Unzeit, denn sie macht Produkte aus der Eurozone in anderen Ländern teurer und damit weniger wettbewerbsfähig. Vor allem für die vom Export stark abhängige deutsche Wirtschaft ist das ein Problem.


Corona-Lockdown beschert Europa katastrophalen Wirtschaftseinbruch

Weiter sorgen sich die Investoren vor einer möglichen zweiten Corona-Welle. Dazu schlagen desaströse BIP-Daten aus dem zweiten Quartal und der Zeit des ersten Lockdowns zumindest auf das Gemüt. So brach in Frankreich das BIP um 13,8 Prozent und in Spanien sogar um 18,5 Prozent zum Vorquartal ein. Aber auch die Wirtschaft in der Eurozone ist im zweiten Quartal in einem historischen Ausmaß eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 12,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, das ist der mit Abstand größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995.

Dazu belastet weiter die Unentschlossenheit der US-Parteien, sich auf ein neues Hilfspaket zu einigen. Die Zeit dafür drängt - die bisherige Regelung läuft in der Nacht zum Samstag aus. Und zu allem Übel hat US-Präsident Donald Trump eine mögliche Verschiebung der Präsidentschaftswahlen ins Spiel gebracht. Damit ist eine Vertiefung der politischen Gräben bis hin zu einer Verfassungskrise nicht ausgeschlossen.


Nokia haussieren nach Zahlen

Erneut trifft eine Flut von Quartalszahlen auf die Märkte. Klar positiv hat Nokia überrascht, die Aktien schießen um 14 Prozent nach oben. Nokia hat die Prognose erhöht. Für die Aktie spricht nach Aussage der Citi-Analysten das positive Sentiment für den Sektor und 5G.

Auf der anderen Seite fallen Prosiebensat1 um 14 Prozent. Das Medienunternehmen hat keine guten Zahlen präsentiert, die Analysten der Citi stufen die Konsenserwartungen als zu hoch ein und sehen hier Korrekturbedarf. L'Oreal (plus 2,2 Prozent) hat die Analystenprognosen zwar verfehlt, kommt aber bei den Kosteneinsparungen gut voran. So heißt es von der DZ Bank, dass das Unternehmen durch konsequentes Handeln in der Lage sei, der Krise adäquat zu begegnen, was sich langfristig positiv auf die Ertragskraft auswirken sollte.

Den Gewinner im DAX stellt die Aktie von MTU mit einem Plus von 4 Prozent, nachdem der Triebwerkshersteller den Ausblick angehoben hat. "Der Umsatzausblick ist wesentlich besser als die Markterwartung für das Jahr", so ein Aktienhändler. MTU erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 4 und 4,4 Milliarden Euro, und liegt mit seinem unteren Ende der Spanne gut 10 Prozent über der Markterwartung. MTU Aero Engines veröffentlicht am 3. August das Halbjahresergebnis 2020.


Kapitalerhöhung bei IAG belastet

Unter den Airline-Werten fallen IAG, die Mutter von Iberia und British Airways, um 7,6 Prozent. Sie musste nicht nur einen Milliardenverlust im Quartal ausweisen, sondern will dazu noch 2,75 Milliarden Euro durch eine Kapitalerhöhung einnehmen. Der Schritt dürfte die Bilanz der Fluglinienholding stärken, meinen die Analysten von Davy. Denn der Konzern werde dadurch seine Schulden reduzieren und seine Liquidität verbessern. Swiss Re honorieren gute Geschäftszahlen des Rückversicherers mit 2,4 Prozent Kursanstieg.

Das Werben um die deutliche kleinere Unione di Banche Italiane (UBI) war für Intesa Sanpaolo erfolgreich. 90,2 Prozent der UBI-Aktien wurden angedient und damit die Mindestannahmeschwelle von 66,7 Prozent mit Bravour genommen. Der Weg dahin war schwer, zweimal hatte der UBI-Verwaltungsrat darauf verwiesen, dass das Gebot nicht angemessen sei. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Konsolidierung unter den italienischen Banken erst begonnen habe. UBI steigen um knapp 8 Prozent auf 3,76 Euro, Intesa handeln 0,3 Prozent fester.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.211,34 0,10 3,14 -14,25
Stoxx-50 2.938,77 -0,43 -12,68 -13,64
DAX 12.431,77 0,42 52,12 -6,17
MDAX 26.447,69 0,69 182,27 -6,59
TecDAX 3.022,03 0,98 29,45 0,24
SDAX 11.825,17 1,50 175,17 -5,49
FTSE 5.945,34 -0,75 -44,65 -20,58
CAC 4.845,11 -0,16 -7,83 -18,95

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:11 Uhr Do, 17:22 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1832 -0,08% 1,1887 1,1779 +5,5%
EUR/JPY 124,96 +0,69% 124,02 123,80 +2,5%
EUR/CHF 1,0785 +0,16% 1,0787 1,0753 -0,7%
EUR/GBP 0,8990 -0,61% 0,9050 0,9041 +6,2%
USD/JPY 105,60 +0,76% 104,32 105,11 -2,9%
GBP/USD 1,3162 +0,53% 1,3134 1,3029 -0,7%
USD/CNH (Offshore) 6,9804 -0,33% 6,9928 7,0148 +0,2%
Bitcoin
BTC/USD 11.180,51 +0,78% 11.061,01 10.976,26 +55,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,17 39,92 +0,6% 0,25 -30,5%
Brent/ICE 43,22 42,94 +0,7% 0,28 -30,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.969,52 1.959,63 +0,5% +9,89 +29,8%
Silber (Spot) 24,06 23,43 +2,7% +0,63 +34,8%
Platin (Spot) 907,00 907,53 -0,1% -0,53 -6,0%
Kupfer-Future 2,88 2,90 -0,8% -0,02 +2,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

July 31, 2020 10:19 ET ( 14:19 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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