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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - US-chinesischer Handelsdeal im Fokus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte notieren am Mittwochnachmittag etwas tiefer. Die neuen Rekordstände an der Wall Street liefern keinen positiven Impuls. Marktteilnehmer berichten von einem abwartenden Handel. Der wichtigste Termin des Tages steht erst um 17.30 Uhr an und damit nach Handelsschluss in Europa. Dann findet die Unterzeichnung des Phase-1-Handelsabkommens zwischen den USA und China statt. Die beiden Parteien sollen ersten Informationen zufolge nach den langwierigen Verhandlungen nun doch in überraschend vielen Bereichen eine Übereinkunft gefunden haben. Wie es aus dem Hause der DZ Bank heißt, soll es neben der Bereitschaft Chinas, unter anderem mehr Industrie- und Agrarprodukte aus den USA zu kaufen, auch in den grundsätzlich als heikel einzustufenden Themengebieten wie geistigem Eigentum oder Technologietransfer zu einer Vereinbarung gekommen sein.

Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wäre das eine überaus positive Überraschung, die auch der Yuan mit weiteren Kursgewinnen quittieren dürfte und die ihn die zu erwartende neuerliche Durststrecke bis zum Abschluss eines "Phase-2-Deals" zumindest etwas gefasster durchstehen lassen dürfte. Der Euro legt zum Dollar leicht auf 1,1150 zu. Der DAX notiert im ruhigen Handel 0,3 Prozent tiefer bei 13.419 Punkten, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,3 Prozent auf 3.764 Punkte.


ASMI erfreut - Fraport mit schwachen Frachtzahlen

Ein guter Ausblick von ASM International treibt die Aktien um 9,2 Prozent. Der Amsterdamer Zulieferer der Chip-Industrie kann von guter Nachfrage aus der Branche berichten. Der Investitionsbedarf der Technologie-Hersteller scheint größer als erhofft zu sein, entsprechend lag der Auftragseingang höher. Die Analysten von Bryan Garnier erwarten wegen des besseren Umfeldes für das erste Quartal 2020 besonders starke Aufträge für das Unternehmen.

Auch Persimmon ziehen nach ihren Geschäftszahlen an. Der Kurs steigt um 0,8 Prozent. Die Gewinnkennziffern haben die Erwartungen getroffen, wie ein Händler sagt. Der Umsatz des Baukonzerns liege dagegen leicht über den Schätzungen. Die Analysten von eToro beurteilen den Ausblick positiv.

Sehr fest reagieren die Aktien von Jeronimo Martins auf das Zahlenwerk des portugiesischen Handels- und Konsumgüter-Konzerns. Der Kurs gewinnt 3,7 Prozent. "Die Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen", sagt ein Händler. Der Umsatz ist nach ersten Berechnungen im vergangenen Jahr um wechselkursbereinigt 8,4 Prozent gewachsen.

Nach JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo am Dienstag haben am Mittwoch mit Goldman Sachs und der Bank of America zwei weitere Schwergewichte der US-Bankenlandschaft über den Verlauf des Schlussquartals 2019 berichtet. Die Zahlen der beiden Banken werden in einer ersten Einschätzung als durchwachsen bezeichnet, was die Aktien schwächer tendieren lässt. Dies lastet auf den europäischen Peers, hier geht es für den Sektor-Index um 1,2 Prozent nach unten.


Traton in der Spur

Der Lkw-Hersteller Traton sieht sich nach der Absatzsteigerung 2019 um 4 Prozent auf dem Weg zum Erreichen des Renditeziels. Demnach soll die operative Rendite im abgelaufenen Jahr bei 6,5 bis 7,5 Prozent liegen. Traton-CEO Andreas Renschler sprach mit Blick auf den Verkauf von 242.200 Fahrzeugen der Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhoes e Onibus von starken Absatzzahlen in einem zunehmend "herausfordernden" Markt. Die Zahlen zum Gesamtjahr 2019 von Traton bestätigen laut den Citi-Analysten eine Geschäftsentwicklung weitgehend im Rahmen der Erwartungen.

Druck auf Fraport lösen die Verkehrszahlen aus. Die Aktien fallen 2 Prozent. Die Passagierzahlen lagen im Dezember unter Vorjahr und auch unter dem schwachen November-Geschäft. "Nach der Prognosesenkung sind die Zahlen für das Gesamtjahr zwar o.k.", sagt ein Händler. Andererseits sei eine Erholung erst bei einer Trendwende nach oben wahrscheinlich. Zudem brachen im Dezember die Frachtzahlen um 7,4 Prozent regelrecht ein.

Unter Abstufungen leiden Aareal Bank mit minus 3,6 Prozent und Pfeiffer Vacuum mit minus 1,3 Prozent. Bei Salzgitter geht es nach der Gewinnwarnung vom Vortag um weitere 1,5 Prozent abwärts.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.764,43 -0,28 -10,45 0,51
Stoxx-50 3.433,62 0,14 4,66 0,90
DAX 13.418,74 -0,28 -37,75 1,28
MDAX 28.347,59 -0,40 -114,88 0,12
TecDAX 3.100,93 0,06 1,88 2,85
SDAX 12.421,88 -0,25 -31,29 -0,72
FTSE 7.626,98 0,06 4,63 1,06
CAC 6.025,66 -0,25 -15,23 0,80

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,21 -0,04 -0,45
US-Zehnjahresrendite 1,79 -0,02 -0,89

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:06 Di, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1144 +0,15% 1,1136 1,1124 -0,6%
EUR/JPY 122,54 +0,13% 122,42 122,48 +0,5%
EUR/CHF 1,0753 -0,13% 1,0774 1,0771 -1,0%
EUR/GBP 0,8558 +0,15% 0,8548 0,8553 +1,1%
USD/JPY 109,95 -0,04% 109,93 110,09 +1,1%
GBP/USD 1,3021 +0,00% 1,3031 1,3007 -1,7%
USD/CNH (Offshore) 6,8938 +0,09% 6,8922 6,8833 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 8.823,75 +0,75% 8.642,50 8.579,75 +22,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,96 58,23 -0,5% -0,27 -5,1%
Brent/ICE 64,22 64,49 -0,4% -0,27 -2,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.549,70 1.546,30 +0,2% +3,40 +2,1%
Silber (Spot) 17,90 17,80 +0,6% +0,10 +0,3%
Platin (Spot) 1.020,00 984,50 +3,6% +35,50 +5,7%
Kupfer-Future 2,86 2,87 -0,6% -0,02 +2,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/

END) Dow Jones Newswires

January 15, 2020 10:15 ET ( 15:15 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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PKT +82,08
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