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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Euro zieht an

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)An den europäischen Börsen tendieren die Kurse am Dienstagnachmittag überwiegend etwas leichter. Der DAX verliert 0,7 Prozent auf 12.327 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,4 Prozent nach. Händler zeigen sich zwar erleichtert, dass neue US-Preisdaten eine Jahresinflationsrate leicht unter den Erwartungen auswiesen. Darunter leidet aber auch der Dollar. Der Euro steigt auf 1,2368 Dollar und drückt so an den Aktienmärkten etwas auf die Stimmung.

Abgesehen von den Versorgern und einigen weiteren Unternehmen mit Geschäftszahlen wird der Markt aber weiter von Zurückhaltung geprägt. "Für den DAX dürfte der Hauptfokus aktuell weiter auf dem großen Verfall am Terminmarkt am Freitag liegen", so Marktanalyst Jens Klatt in einer Note für JFD Brokers. Dann verfallen Aktien- und Index-Optionen sowie Index-Futures. Klatt glaubt, dass der DAX im Vorfeld weder signifikant nach oben strebt noch nach unten durchgereicht wird.

Daneben bleibt das Thema Handelskonflikt und Protektionismus auf der Agenda. Die US-Regierung hat die geplante Übernahme von Qualcomm durch Broadcom aus Singapur untersagt, aus Gründen der nationalen Sicherheit. Am Dienstag findet außerdem die Nachwahl für einen Senatssitz in Pennsylvania statt. Einige Marktteilnehmer hoffen, dass sich der US-Präsident im Anschluss konzilianter in Handelsfragen gibt.



Eon weiter im Aufwind


Nach dem Paukenschlag in der Energiebranche vom Wochenende hat der Stromkonzern RWE mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen erfüllt. Auch die Dividende von 1,50 Euro je Aktie war erwartet worden. Die Aktie notiert weitgehend unverändert.

Die Aktien von Eon legen um 5,7 Prozent zu. Die Geschäftszahlen liegen laut Händlern am oberen Rand der Prognosen. Getrieben werden die beiden Kurse aber nach wie vor von der Neustrukturierung des Geschäfts, mit der Eon nun überwiegend zum Netzanbieter wird und RWE zum Stromerzeuger. Zugleich wird sich RWE an Eon beteiligen.



Ölaktien laufen wie geschmiert - Stahlwerte etwas erholt


Der Index der europäischen Versorger-Aktien steigt um 0,4 Prozent. Übertroffen wird sein Plus von dem der Ölwerte, deren Index um 0,7 Prozent zulegt. Die Ölpreise sind nach wie vor auf Erholungskurs, obwohl der Iran die Förderung um 600.000 Barrel pro Tag erhöhen will. Total gewinnen 1,5 Prozent, aber auch Eni und Repsol weisen überdurchschnittlich hohe Gewinne auf.

Die Rohstoff-Titel haben ihren von den US-Stahlzöllen veranlassten Rückschlag zunächst gestoppt. Der Index der Basic Resources zieht um 0,9 Prozent an. Bei den Stahlwerten, die zu den Rohstoffwerten zählen, erholen sich Arcelor um 1,8 Prozent und Thyssenkrupp um 0,4 Prozent. Aurubis gewinnen 3 Prozent, zusätzlich getrieben von einer Kaufempfehlung durch das Bankhaus Lampe.



Wacker-Chemie trotz Sonderdividende unter Druck


Größter DAX-Verlierer sind Index-Absteiger Prosiebensat.1 mit einem Minus von 3,8 Prozent. Im MDAX will Wacker Chemie nach der Veräußerung der Anteile an dem Wafer-Hersteller Siltronic, der positiven Entwicklung der Nettofinanzschulden sowie den günstigen Perspektiven für das Unternehmen eine Dividende von 2,50 je Aktie zahlen - 50 Cent mehr als im Vorjahr. Zudem sollen die Aktionäre eine Sonderdividende von 2 Euro je Aktie erhalten. Der Ausblick wird an der Börse allerdings als vorsichtig eingestuft, der Kurs bricht deshalb um 5 Prozent ein.

Für die Aktie von Hannover Rück geht es um 3,1 Prozent nach unten. Während die Geschäftszahlen wegen einer besseren Schaden-Kosten-Quote insgesamt leicht über den Erwartungen ausgefallen sind, stören sich einige Analysten an Details. So bemängelt Equinet die andauernd schwache Entwicklung im Personen-Rückversicherungs-Geschäft. Auch Baader Helvea äußert sich in diesem Punkt zurückhaltend und sieht dies als Belastung für die Aktie.



TecDAX setzt neue Hausse-Tops


Im TecDAX ziehen Morphosys um 5,2 Prozent an auf 87,15 Euro. Zwar sind Geschäftszahlen und Ausblick schwach ausgefallen. Der Markt konzentriert sich aber auf Aussagen zur Pipeline der Wirkstoffe, die nach Einschätzung von Berenberg ermutigend ausgefallen sind. Der TecDAX gewinnt 0,4 Prozent auf 2.723 Punkte. Zeitweise ist er schon bis auf 2.733 Punkte gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit dem Platzen der Technologieblase nach der Jahrtausendwende. Damit folgt er den Nasdaq-Indizes auf neue Hausse-Tops und arbeitet am Ende der jüngsten Konsolidierung.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.417,48 -0,35 -12,00 -2,47
Stoxx-50 3.010,16 -0,44 -13,20 -5,28
DAX 12.327,21 -0,73 -91,18 -4,57
MDAX 26.036,75 -0,33 -87,00 -0,63
TecDAX 2.715,32 0,08 2,29 7,37
SDAX 12.192,55 -0,19 -22,60 2,57
FTSE 7.174,67 -0,56 -40,09 -6,15
CAC 5.267,55 -0,17 -9,16 -0,85

Bund-Future 157,36 0,04 -1,17

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:17 Uhr Mo, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2368 +0,27% 1,2328 1,2323 +2,9%
EUR/JPY 132,31 +0,83% 131,73 131,32 -2,2%
EUR/CHF 1,1693 +0,03% 1,1693 1,1692 -0,2%
EUR/GBP 0,8860 -0,12% 0,8877 1,1278 -0,4%
USD/JPY 106,97 +0,53% 106,85 106,57 -5,0%
GBP/USD 1,3958 +0,39% 1,3888 1,3898 +3,3%
Bitcoin
BTC/USD 9.140,58 -0,2% 9.362,72 9.192,61 -33,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,55 61,36 +0,3% 0,19 +1,9%
Brent/ICE 65,15 64,95 +0,3% 0,20 -1,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.322,48 1.323,68 -0,1% -1,20 +1,5%
Silber (Spot) 16,55 16,54 +0,1% +0,01 -2,3%
Platin (Spot) 966,15 963,65 +0,3% +2,50 +3,9%
Kupfer-Future 3,13 3,11 +0,5% +0,02 -5,4%


DJG/hru

END) Dow Jones Newswires

March 13, 2018 10:42 ET ( 14:42 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR -2,86
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EUR -0,32
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EUR -0,79
BP PLC DL-,25 5,73 -0,09%
EUR -0,01
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EUR -0,78
HANNO. RÜCK 118,11 -0,57%
EUR -0,68
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EUR -0,11
ENI S.P.A. ADR/2 EO 1 21,55 -25,84%
EUR -7,51
ENDESA INH. EO 1,20 20,97 +0,31%
EUR +0,07
ENI 14,10 +0,57%
EUR +0,08
ENEL 5,02 +0,20%
EUR +0,01
E.ON SE O.N. ADR 9,16 +4,65%
EUR +0,41
REPSOL 14,70 +2,34%
EUR +0,34
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