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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Hugo Boss wie Phönix aus der Asche

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Überwiegend etwas leichter tendieren die Kurse an den europäischen Aktienmärkten am Dienstagmittag. Der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,6 Prozent, belastet vor allem von schwachen Bankaktien nach enttäuschenden Zahlen der UBS. Während der DAX um 0,5 Prozent nachgibt auf 11.078 Punkte, zieht der MDAX um 0,2 Prozent an. Gestützt wird er unter anderem von kräftigen Kursgewinnen bei Hugo Boss. Der TecDAX liegt leicht im Minus.

Händler sprechen von einem typischen Konsolidierungstag. Wichtig sei nun dass der DAX den Bereich um 11.000 Punkte nicht unterschreite. Dann bleibe das Ausbruchsszenario intakt und die technische Lage günstig. Sie hatte sich am Freitag mit dem 300-Punkte-Anstieg über 11.000 Punkte laut Marktanalysten deutlich verbessert.

Einige Händler vermuten allerdings, dass für den nächsten größeren Impuls am breiten Aktienmarkt erst der Besuch des chinesischen Vize-Premiers Liu He in Washington Ende Januar sorgen wird. Die Hoffnung, dass die dann stattfindenden Gespräche zum Handelskonflikt einen positiven Verlauf nehmen, war einer der Haupttreiber in der jüngsten Vergangenheit zusammen mit der Erwartung einer lockeren Geldpolitik 2019 seitens der US-Notenbank.

In Sachen Brexit ist die Lage weiter unklar, nachdem der von Premierministerin Theresa May am Vortag vorgestellte "Plan B" kaum Neues enthielt. Damit zeichnet sich immer mehr ab, dass es zu einer Verschiebung des Austrittsdatums Ende März kommen wird, weil weder die EU noch die meisten Briten Interesse an einem harten Brexit haben.



UBS enttäuscht auf der Schlussgeraden


Das schwierige Marktumfeld hat der UBS im vierten Quartal zu schaffen gemacht. Ein Händler spricht von schwachen Zahlen querbeet. Der bereinigte Vorsteuergewinn liegt laut den Analysten von Vontobel klar unter den Erwartungen, was niedrigeren Einnahmen geschuldet sei. Dass die Aktionäre eine höhere Dividende erhalten sollen und die UBS eigene Aktien zurückkaufen will, stützt den Kurs nicht, zu sehr stören sich die Anleger am enttäuschenden Geschäft im für die UBS so wichtigen Vermögensverwaltungsgeschäft.

UBS fallen um 4,1 Prozent, der Stoxx-Branchenindex der europäischen Banken ist mit einem Minus von 1,3 Prozent das Schlusslicht unter den Sektoren-Indizes. Im DAX fallen Deutsche Bank um 3,7 Prozent, in Zürich Julius Bär um 3,2 Prozent.



Easyjet im Höhenflug


Gewinner Nummer eins ist der Index der Reise- und Freizeitaktien. Er steigt um 0,9 Prozent. Für Easyjet geht es in London um 7,4 Prozent nach oben. Laut Analysten ist das Unternehmen auf einem guten Weg zum Erreichen seiner Ziele. Der Höhenflug erfasst auch andere Fluggesellschaften, Lufthansa gewinnen 2,4 Prozent und Air France 4,0 Prozent. Morgan Stanley hat zudem Lufthansa und auch Air France auf "Overweight" erhöht.

Die Hugo-Boss-Aktie verteuert sich um gut 5 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn des vergangenen Jahres soll laut Boss in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 491 Millionen Euro liegen. Dem steht eine Konsensschätzung von 486 Millionen Euro gegenüber. Die Analysten von Warburg sprechen von einer Wachstumsbeschleunigung beim Umsatz im vierten Quartal. Von der LBBW heißt es, positiv hätten vor allem die Region Asien/Pazifik und der Online-Umsatz beigetragen, doch auch das bisherige Sorgenkind Großhandel habe überproportional zulegen können.



Linde von Aktienrückkauf gestützt


Um 1,6 Prozent nach oben geht es mit Linde. Der Gaskonzern kauft eigene Aktien im Wert von bis zu 6 Milliarden US-Dollar zurück. Das Volumen wird an der Börse als hoch eingestuft und dürfte die Aktie nachhaltig stützen.

Wirecard setzen ihre Erholung mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 156,80 Euro fort. Hauck & Aufhäuser hat die Einschätzung mit einem 220er Kursziel nach den Unternehmensaussagen zu einem starken vierten Quartal und einem guten Jahresstart erneut bekräftigt.

Für die K+S-Aktie geht es um 2,6 Prozent nach unten, belastet von negativen Analystenkommentaren. Mainfirst hat das Papier auf "Underperform" gesenkt, die Deutsche Bank hat das Kursziel heruntergenommen.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.119,31 -0,18 -5,76 3,93
Stoxx-50 2.873,80 -0,13 -3,75 4,12
DAX 11.127,09 -0,08 -9,11 5,38
MDAX 23.429,87 0,33 77,90 8,53
TecDAX 2.597,72 0,28 7,23 6,02
SDAX 10.395,52 0,08 8,15 9,32
FTSE 6.955,09 -0,22 -15,50 3,60
CAC 4.858,06 -0,20 -9,71 2,69

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 0,25 0,00 0,01
US-Zehnjahresrendite 2,76 -0,03 0,08


DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:31 Mo, 18:30 % YTD
EUR/USD 1,1359 -0,09% 1,1351 1,1371 -0,9%
EUR/JPY 124,33 -0,27% 124,19 124,65 -1,1%
EUR/CHF 1,1327 -0,11% 1,1325 1,1339 +0,6%
EUR/GBP 0,8811 -0,05% 0,8825 0,8817 -2,1%
USD/JPY 109,45 -0,18% 109,38 109,64 -0,2%
GBP/USD 1,2892 -0,04% 1,2866 1,2897 +1,0%
Bitcoin
BTC/USD 3.525,55 -0,06% 3.520,50 3.542,75 -5,2%



ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,00 53,90 -1,5% -0,80 +16,7%
Brent/ICE 62,20 62,74 -0,9% -0,54 +14,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.284,84 1.280,28 +0,4% +4,56 +0,2%
Silber (Spot) 15,32 15,27 +0,4% +0,05 -1,1%
Platin (Spot) 794,50 796,00 -0,2% -1,50 -0,3%
Kupfer-Future 2,68 2,68 -1,6% -0,04 +1,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/gos

END) Dow Jones Newswires

January 22, 2019 06:41 ET ( 11:41 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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L/E-MDAX 25.188,35 +0,23%
PKT +57,81
L/E-SDAX 10.521,85 +0,12%
PKT +12,91
L/E-TECDAX 2.753,58 +0,05%
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