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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter vor Powell-Rede

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen haben am Donnerstag mit leichten Verlusten geschlossen. Im Blick stand weiter die Entwicklung an den Anleihemärkten. Die Rendite der 10-jährigen Treasuries bewegte sich mit zum Schluss 1,48 Prozent weiter auf hohem Niveau. Mit Spannung wird nun die Rede von Fed-Präsident Jerome Powell am Abend erwartet. Es wird angenommen, dass sich Powell zu den Anleihemärkten äußern wird. Daneben stand das OPEC+-Treffen im Blick. Bei den Einzelwerten machten Geschäftszahlen die Musik.

Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 14.056 Punkte, zeitweise notierte der Index unter der 14.000er-Marke. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent auf 3.705. Wenig Neues gab es aus Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs haben - wie an der Börse erwartet - eine Fortsetzung des Lockdowns bis zum 28. März und stufenweise Öffnungsschritte vereinbart. Dies wird als ein Fahren auf Sicht gesehen, je nach Inzidenz soll die heimische Wirtschaft in überschaubaren Schritten hochgefahren werden.


Technologiewerte werden gemieden

Technologiewerte (minus 3,3 Prozent) waren neben Rohstoffwerten der Hauptverlierer in Europa. Hier drückten die hohen Renditen. Besonders unter Druck standen Chip-Aktien, und das trotz der Chip-Knappheit in vielen Sektoren wie etwa der Automobilbranche. Unter anderem fielen ASML 6,1 Prozent, Aixtron 7,2 Prozent, Infineon rund 6,5 Prozent und STMicro um 3,6 Prozent. Für den Ölsektor ging es mit dem Opec+-Treffen um 1,7 Prozent nach oben. Die Ölförderländer wollen die derzeit geltenden Mengenbegrenzungen bis Ende April verlängern. Diese Nachricht trieb die Ölpreise um über 5 Prozent nach oben.

Henkel gewannen nach volatilem Verlauf 1,7 Prozent. Die Geschäftszahlen bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Merck schlossen 0,2 Prozent im Plus. Bei den Ergebnissen des vierten Quartals 2020 hat Life Sciences die hohen Erwartungen laut der Citigroup übertroffen, während der Bereich Electronics, zuvor Performance Materials, zu einer guten Verfassung zurückgefunden habe.

Vivendi gaben 4,2 Prozent nach. Das Schlussquartal der Franzosen überraschte positiv, was nach Aussage von Analysten vor allem auf das gute Abschneiden von UMG zurückzuführen war. Das Restgeschäft habe solide Zahlen ausgewiesen. Allerdings sehen Beobachter nach der jüngsten Kursentwicklung kurzfristig keinen Trigger mehr nach oben.

Gegen den Aktienmarkt stiegen Unibail-Rodamco-Westfield um 6 Prozent. Hier trieb die Nachricht, dass Großaktionär Xavier Niel seinen Anteil auf 11,4 Prozent aufgestockt hat. Davor waren es unter 7 Prozent. Zudem wolle er weiter zukaufen, strebe allerdings keine Mehrheit an. Dies dürfte noch länger für Kaufinteresse an der Aktie sorgen, hieß es im Handel.

Vonovia (plus 0,9 Prozent) hat im abgelaufenen Jahr beim operativen Gewinn FFO dank Synergiegewinnen aus Zukäufen, höherer Mieterlöse und des Ausbaus des margenstarken Servicegeschäfts den oberen Rand der Prognosespanne übertroffen. Die geplante Dividende von 1,69 Euro je Aktie für 2020 bestätigte der Bochumer DAX-Konzern ebenso wie die Ziele für 2021.


Lufthansa mit "annus horribilis"

Aus der zweiten Reihe überraschte Gea positiv mit den 2020er-Zahlen und dem Ausblick, für die Aktie ging es um 1,8 Prozent nach oben. Die Deutsche Lufthansa (minus 3 Prozent) schrieb im vierten Quartal einen geringeren Verlust als erwartet. Dazu trug auch die Cargo-Sparte bei, die getragen von einem starken Anstieg der Durchschnittserlöse ein Rekordergebnis erzielte. Davy sprach dennoch von einem "annus horribilis" für die Airline.

Als zu vorsichtig wurde der Ausblick von Prosieben im Handel kritisiert, die Aktie verlor 7,3 Prozent. Das TV-Unternehmen rechnet 2021 mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Vor allem bei der Fernsehwerbung sei man aufgrund der aufgestauten Konsumnachfrage von einem höheren Anstieg ausgegangen. Auch der Ausblick von Schaeffler (minus 6 Prozent) kam bei den Anlegern nicht gut an. Nach besseren Zahlen ging es für Uniper dagegen um 2,3 Prozent nach oben. Der Ausblick bewegte sich im Rahmen der Erwartungen.


Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.704,85 -7,93 -0,2% +4,3%
Stoxx-50 3.181,88 -5,43 -0,2% +2,4%
Stoxx-600 411,91 -1,51 -0,4% +3,2%
XETRA-DAX 14.056,34 -23,69 -0,2% +2,5%
FTSE-100 London 6.650,88 -24,59 -0,4% +3,3%
CAC-40 Paris 5.830,65 +0,59 +0,0% +5,0%
AEX Amsterdam 657,67 -5,68 -0,9% +5,3%
ATHEX-20 Athen 1.964,35 +3,38 +0,2% +1,5%
BEL-20 Bruessel 3.807,87 -24,06 -0,6% +5,2%
BUX Budapest 42.932,61 -662,61 -1,5% +2,0%
OMXH-25 Helsinki 4.789,45 -80,71 -1,7% +4,4%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.624,97 +11,70 +0,7% -0,7%
OMXC-20 Kopenhagen 1.386,18 -16,69 -1,2% -5,4%
PSI 20 Lissabon 4.673,70 -25,06 -0,5% -5,1%
IBEX-35 Madrid 8.354,00 +24,70 +0,3% +3,5%
FTSE-MIB Mailand 23.093,10 +46,33 +0,2% +3,7%
RTS Moskau 1.454,67 +1,06 +0,1% +4,8%
OBX Oslo 909,77 -2,37 -0,3% +5,9%
PX Prag 1.058,47 +2,42 +0,2% +3,1%
OMXS-30 Stockholm 2.065,15 -8,63 -0,4% +10,2%
WIG-20 Warschau 1.944,86 +1,62 +0,1% -2,0%
ATX Wien 3.084,79 -9,00 -0,3% +11,0%
SMI Zuerich 10.750,09 -21,79 -0,2% +0,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,31 -0,02 -0,55
US-Zehnjahresrendite 1,48 0,00 -1,20

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:33 Uhr Mi, 17:30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2033 -0,25% 1,2054 1,2077 -1,5%
EUR/JPY 129,58 +0,39% 129,15 129,09 +2,8%
EUR/CHF 1,1147 +0,47% 1,1085 1,1078 +3,1%
EUR/GBP 0,8601 -0,54% 0,8632 0,8634 -3,7%
USD/JPY 107,66 +0,61% 107,15 106,88 +4,2%
GBP/USD 1,3988 +0,28% 1,3964 1,3986 +2,4%
USD/CNH (Offshore) 6,4785 +0,03% 6,4732 6,4694 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 49.290,25 -2,60% 49.611,25 51.410,75 +69,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 64,58 61,28 +5,4% 3,30 +32,6%
Brent/ICE 67,46 64,07 +5,3% 3,39 +30,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.711,97 1.709,80 +0,1% +2,17 -9,8%
Silber (Spot) 26,07 26,13 -0,2% -0,06 -1,2%
Platin (Spot) 1.165,43 1.164,85 +0,0% +0,58 +8,9%
Kupfer-Future 4,06 4,15 -2,1% -0,09 +15,5%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

March 04, 2021 12:16 ET ( 17:16 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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