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MÄRKTE EUROPA/Fester - Brexit-Risiken gehen zurück

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen halten am Montagmittag an den Gewinnen fest. Die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit hat über das Wochenende weiter abgenommen, allerdings gibt es weiterhin keinen Fahrplan darüber, wann Großbritannien die EU verlassen wird. Premier Boris Johnson hat bei der EU eine Fristverlängerung beantragt, da er per Gesetz dazu gezwungen war. Unterschrieben hat er den Antrag allerdings nicht, sondern in einem zweiten Schreiben deutlich gemacht, dass er selbst gegen eine Verschiebung sei.

Sollte das Unterhaus den Vertrag mit der EU in dieser Woche noch billigen, wäre eine weitere Verschiebung unnötig. Falls es zu einer Ablehnung kommt, müssten die Staats- und Regierungschefs der EU einstimmig entscheiden, ob es eine erneute Fristverlängerung gibt, andernfalls könnte es Ende des Monats doch noch zu einem "No-Deal-Brexit" kommen. Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 12.722 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,4 Prozent auf 3.593 nach oben. Das Pfund notiert etwas fester und liegt knapp unter der Marke von 1,3000 Dollar.


Metro-Großaktionär Tkac steigt bei Prosieben ein

Prosieben steigen 5,4 Prozent. Positiv wird an der Börse gewertet, dass Patrik Tkac bei dem Medienkonzern eingestiegen ist. Der slowakische Metro-Großaktionär hat 3,6 Prozent der Anteile erworben. Bei Metro ist Tkac zusammen mit Daniel Kretinsky über das gemeinsame Unternehmen EPGC seit dem gescheiterten Übernahmeangebot mit 17,52 Prozent beteiligt. Kretinsky und Tkac sind gemeinsam Teilhaber an mehreren europäischen Unternehmen im Medien- und E-Commerce-Sektor.

Wirecard erholen sich zu Wochenbeginn um 8,2 Prozent. Der Zahlungsdienstleister hat mit KPMG einen externen Prüfer beauftragt, der die in der "Financial Times" erhobenen Vorwürfe untersuchen soll. Das sei ein "Strategieschwenk", nachdem Wirecard noch in der vergangenen Woche keinen Anlass für einen Sonderprüfer gesehen hatte. "Es ist gut, dass das Unternehmen nun endlich den Schritt gegangen ist", so ein Aktienhändler.

SAP (plus 1,7 Prozent) geht mit großer Zuversicht in das vierte Quartal und sieht sich voll auf Kurs, die Ziele für 2019 wie auch mittelfristig zu erreichen. Die Wechselkursentwicklung wird im Gesamtjahr und im Schlussquartal wohl etwas mehr unterstützen als bislang erwartet. Der Positiveffekt für das Geschäftsjahr wird jetzt beim Betriebsergebnis mit 3 bis 5 Prozentpunkten veranschlagt statt 1 bis 3 Punkten im Juli.

Villeroy & Boch gewinnen 6,3 Prozent. "Die meisten Zahlen sind zwar schlecht", sagt ein Händler. Hoffnung schüre aber der Auftragseingang, der deutlich zugenommen habe. Die Prognose hat das Unternehmen bestätigt. Aareal Bank rücken 2,4 Prozent. "Aareal scheint dem Druck der Investoren nachzugeben", heißt es von einem Aktienhändler. Teleios Capital Partners und Petrus Advisors hatten die Bank aufgefordert, die Software-Tochter Aareon zu verkaufen und damit den Mehrwert zu heben.


Sartorius kauft zu und legt Zahlen vor

Sartorius legen nach den Quartalszahlen um 4,3 Prozent zu. Der Gewinn je Aktie ist in den ersten neun Monaten auf 2,24 Euro gestiegen von 1,85 Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Sartorius bleibt auf Wachstumskurs, die Aktie ist aber auch schon kräftig gestiegen", so ein Händler. Sartorius kauft nun Teile des Life-Science-Portfolios von Danaher für rund 750 Millionen Dollar in bar.

Deutsche Bank legen 2,5 Prozent höher. "Die Vorlagen sind gut", so ein Händler. In den USA hatten die Banken gegen einen schwächeren Markt deutlich zugelegt. Händler verweisen zur Begründung auf die wieder steilere Zinskurve. Der Banken-Index im Stoxx zieht um 1,6 Prozent und ist damit aktuell größter Gewinner.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.594,66 0,43 15,25 19,77
Stoxx-50 3.226,11 0,30 9,58 16,89
DAX 12.723,83 0,71 90,23 20,50
MDAX 26.138,53 0,53 138,67 21,08
TecDAX 2.821,56 1,55 43,13 15,16
SDAX 11.381,20 0,87 98,71 19,69
FTSE 7.155,89 0,07 5,32 6,28
CAC 5.647,17 0,19 10,93 19,37

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,35 0,04 -0,59
US-Zehnjahresrendite 1,78 0,03 -0,90

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.31 Uhr Fr, 17:26 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1163 +0,06% 1,1157 1,1140 -2,6%
EUR/JPY 121,22 +0,20% 121,09 120,89 -3,6%
EUR/CHF 1,1003 +0,12% 1,1000 1,0986 -2,3%
EUR/GBP 0,8601 -0,37% 0,8634 0,8644 -4,4%
USD/JPY 108,58 +0,13% 108,53 108,52 -1,0%
GBP/USD 1,2979 +0,43% 1,2923 1,2881 +1,7%
USD/CNH (Offshore) 7,0674 -0,08% 7,0715 7,0777 +2,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.272,51 +0,84% 8.250,26 7.922,26 +122,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,42 53,78 -0,7% -0,36 +10,8%
Brent/ICE 58,79 59,42 -1,1% -0,63 +6,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.491,33 1.490,06 +0,1% +1,27 +16,3%
Silber (Spot) 17,72 17,55 +1,0% +0,17 +14,4%
Platin (Spot) 895,14 890,95 +0,5% +4,19 +12,4%
Kupfer-Future 2,65 2,64 +0,6% +0,02 +0,2%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

END) Dow Jones Newswires

October 21, 2019 06:58 ET ( 10:58 GMT)

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