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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - China-Sorgen bremsen Autowerte

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Tendenziell freundlich zeigen sich Europas Aktien auch am Donnerstagmittag. Gesucht ist weiter die ganze Palette konjunktursensibler Aktien. Gebremst wird die Aufwärtsbewegung jedoch von den Autowerten, wo sich Sorgen um China und eine weitere Eskalation um Hongkong breitmachen. Der DAX legt um 0,5 Prozent auf 11.720 Punkte zu, nachdem er im Tageshoch schon bei 11.788 Punkten gelegen hatte. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,7 Prozent auf 3.073 Punkte.

China hat wie angekündigt einen Entwurf des Sicherheitsgesetzes verabschiedet. In der Folge würde nicht nur Hongkong seinen Status als bevorzugter Handelspartner der USA verlieren, der Konflikt könnte auch wieder an Schärfe zunehmen. Umgekehrt droht China immer stärker mit eigenen Maßnahmen. So bekommt gerade Australien wegen Kritik an dem Hongkong-Plan die China-Abhängigkeit zu spüren. Peking führte hier zuletzt als Reaktion diverse Importbeschränkungen und -zölle ein.

Die jüngsten Entwicklungen belasten besonders die China-abhängigen VW und Daimler. Letztere sind bereits teils in der Hand von zwei chinesischen Großaktionären. VW fallen um 2,7 Prozent und Daimler reduzieren sich um 1,8 Prozent. Profiteur sind defensive Aktien wie Merck KGaA, die zuletzt verschmäht wurden. Hier geht es um 3 Prozent nach oben. Auch Vonovia legen um 2,8 Prozent zu.


Stimmung bessert sich überall

Für Rückenwind am Gesamtmarkt sorgen weiter die Pläne der EU-Kommission für einen Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Krise. Aber dieser Plan bedarf der Zustimmung aller EU-Länder, mindestens aus zweien deutet sich Widerstand an. Bis das Geld dann zur Verfügung steht, können noch einige Monate ins Land gehen.

Die Stimmung der Wirtschaft in der Eurozone zeigt aber auch ohne Geldspritzen nach oben: Der Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage stieg auf 67,5 Punkte von 64,9 Punkten. Und die Laune der Anleger an den Aktienbörsen ist bislang auch kein Hindernis für steigende Kurse: Wie die aktuelle Umfrage des US-Anlegerverbandes AAII zeigt, legt die Zahl der Bullen zwar zu. Aber der Anteil der Bären liegt mit über 42 Prozent weiterhin massiv über dem historischen Durchschnitt von nur 30,5 Prozent.


Nachrichtenflut aus der zweiten Reihe

Die Aktien des Online-Händlers Zalando liegen weiter auf Hausse-Kurs und steigen 2,5 Prozent. Rückenwind kommt unter anderem von der Kursentwicklung von Boohoo, die Aktien des Zalando-Peers springen in London um über 16 Prozent auf neue Allzeithochs. Boohoo hat sich weitere Anteile an prettylittething.com gesichert, was Sorgen des Marktes über einen zu geringen freien Cashflow dämpft, so die Analysten von Peel Hunt.

Die Berichtssaison und Unternehmensnachrichten liefern noch einige Impulse für Werte aus der zweiten Reihe am Aktienmarkt. So liegen die Zahlen von Knorr-Bremse zwar unter Vorjahr, aber auch auf breiter Front über den Erwartungen. Nur für das laufende Jahr erwarten das Unternehmen einen "deutlichen" Rückgang bei Umsatz und Kennziffern für den operativen Gewinn. Die Aktien klettern um 0,8 Prozent.

Nordex steigen um 1,5 Prozent. Der Windanlagenhersteller hat von Innogy einen Auftrag über ein 27 MW-Projekt erhalten. 1&1 Drillisch notieren unverändert. Hier sieht der Entwurf eines Schiedsgutachtens eine von Telefonica vorgenommene Preiserhöhung als unberechtigt an. Telefonica hatte 2018 bestimmte Vorleistungspreise rückwirkend um 64 Millionen Euro erhöht.

LPKF legen 1 Prozent zu. An der Börse geht man davon aus, dass der Ausstieg des Großaktionärs Bantaleon schnell verkraftet wird. Für die Aktie von JDC geht es 5 Prozent nach guten Zahlen nach oben. "Mit den neuen Kunden auf der Plattform hat sich bereits abgezeichnet, dass sich die Ertragsseite verbessert", so ein Händler.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.073,11 0,72 22,03 -17,94
Stoxx-50 2.916,67 0,95 27,44 -14,29
DAX 11.719,50 0,53 61,81 -11,54
MDAX 25.476,12 1,29 324,09 -10,02
TecDAX 3.146,38 1,19 37,00 4,36
SDAX 11.488,86 0,83 94,92 -8,18
FTSE 6.197,94 0,87 53,69 -18,54
CAC 4.735,41 1,00 46,67 -20,79

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,43 -0,02 -0,67
US-Zehnjahresrendite 0,68 0,00 -2,00

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:38 h Mi, 17:11 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1004 -0,04% 1,1021 1,0977 -1,9%
EUR/JPY 118,61 +0,03% 118,86 118,34 -2,7%
EUR/CHF 1,0675 +0,17% 1,0670 1,0638 -1,7%
EUR/GBP 0,8989 +0,13% 0,8979 0,8985 +6,2%
USD/JPY 107,77 +0,04% 107,82 107,81 -0,9%
GBP/USD 1,2242 -0,16% 1,2274 1,2216 -7,6%
USD/CNH (Offshore) 7,1748 -0,09% 7,1730 7,1865 +3,0%
Bitcoin
BTC/USD 9.173,76 +1,28% 9.149,76 9.193,01 +27,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 32,45 32,81 -1,1% -0,36 -44,9%
Brent/ICE 34,31 34,74 -1,2% -0,43 -46,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.724,20 1.709,25 +0,9% +14,95 +13,6%
Silber (Spot) 17,35 17,25 +0,6% +0,10 -2,8%
Platin (Spot) 841,30 824,25 +2,1% +17,05 -12,8%
Kupfer-Future 2,40 2,38 +0,6% +0,02 -14,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

END) Dow Jones Newswires

May 28, 2020 07:02 ET ( 11:02 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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