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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - DAX nimmt 14.000er Marke ins Visier

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Börsen starten gut behauptet in den Donnerstag. Der DAX steigt im frühen Handel um 0,4 Proozent auf 13.990 Punkte und kämpft mit der 14.000er Marke. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,5 Prozent auf 3.634 Punkte. "Die Börsen freuen sich auf neue Billionen-Hilfen in den USA", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Der zukünftige US-Präsident Joe Biden will schon am Berichtstag seine Pläne für das nächste US-Hilfspaket präsentieren. Im Raum steht ein Volumen von etwa 2 Billionen US-Dollar, unter anderem über Direktzahlungen an US-Bürger. Das dürfte dann direkt den weltwirtschaftlich wichtigen US-Konsum stützen.

Auch aus technischer Sicht sind die Voraussetzungen für steigende Kurse gut. Nachdem die überkaufte Lage in der jüngsten Konsoliderung abgebaut wurde, könnte sich der DAX nun auch über der 14.000er Marke festsetzen, zeigt sich ein Marktanalyst am Morgen zuversichtlich.

Das Platzen der Regierungskoalition in Rom dürfte keinen echten Belastungsfaktor für die Märkte darstellen. Analysten halten Neuwahlen, die die europafeindliche Lega unter Matteo Salvini an die Macht bringen könnten, für unwahrscheinlich. In Mailand verändert sich der FTSE-MIB-Index zunächst nur wenig. Beste Länderbörse ist Amsterdam mit einem Index-Plus von 1,1 Prozent.

Am Nachmittag veröffentlicht die EZB das Protokoll der Sitzung vom 10. Dezember. Am Abend spricht Fed-Präsident Jerome Powell. An Konjunkturdaten stehen die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus und erste Schätzungen zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft.


Starke Vorlage für Tech-Sektor von Taiwan Semiconductor

Gewinner Nummer eins unter den euroäischen Sektoren sind zunächst die Tech-Werte. Ihr Stoxx-Branchenindex steigt um 1,5 Prozent. Als starke Vorlage dienen die Zahlen von Taiwan Semiconductor zum vierten Quartal. Sie seien durchweg sehr gut, Umsatz und Nettogewinn sprangen auf Rekordwerte. Besonders auffallend sei die Stärke des Smartphone-Geschäfts, was auch die anderen Zulieferer der Branche treiben sollte, kommentiert ein Händler in einer ersten Einschätzung. Dort sprang der Umsatz um 13 Prozent an.

ASML profitieren mit einem Plus von 5,1 Prozent besonders stark und stützen so auch den Amsterdamer Leitindex. Aber auch Chip-Hersteller wie Infineon könnten nun den europäischen Markt weiter outperformen, heißt es in ersten Einschätzungen. Infineon steigen um 1,2 Prozent auf 35,33 Euro - das ist der höchste Kurs seit fast 20 Jahren.

Aber auch die Autowerte zeigen sich mit einem Index-Plus von 1,4 Prozent in guter Verfassung. Hier gewinnen VW 2,8 Prozent, Fiat 3,4 Prozent und Peugeot 3,1 Prozent. Stark zurück bleiben allerdings Renault; nach der Vorlage der neuen strategischen Ziele knicken sie um 3,3 Prozent ein.

Im DAX steigen Deutsche Bank um 3,1 Prozent, Continental um 2,4 Prozent und Heidelbergcement um 1,2 Prozent, letztere gestützt von einer günstigen Einschätzung durch Berenberg. Im MDAX brechen Shop Apotheke um 6,8 Prozent ein: Das Unternehmen begibt eine Wandelanleihe und will damit 200 Millionen Euro einsammeln. Im SDAX gewinnen ADVA 6,5 Prozent.


Rücksetzer in Carrefour - Paris skeptisch

Nachgelassen hat die Euphorie in Carrefour. Der Kurs fällt um 6,9 Prozent auf 16,33 Euro. Die Regierung in Paris hat sich bezüglich eines Zusammenschlusses mit dem kanadischen Konzen Couche-Tard skeptisch geäußert. Finanzminister Bruno Le Maire hat sich gegen einen Verkauf ausgesprochen und dabei auf die Wichtigkeit der Unabhängigkeit der Lebensmittelversorgung des Landes sowie mögliche Arbeitsplatzverluste verwiesen. Der kanadische Konzern will 20 Euro je Carrefour-Aktie bieten.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.636,28 0,55 19,77 2,35
Stoxx-50 3.194,42 0,49 15,61 2,77
DAX 13.998,01 0,42 58,30 2,04
MDAX 31.460,31 0,49 152,01 2,16
TecDAX 3.292,81 -0,02 -0,78 2,49
SDAX 15.306,76 0,29 44,90 3,67
FTSE 6.769,82 0,36 24,30 4,41
CAC 5.672,23 0,17 9,56 2,18

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,54 -0,02 -0,78
US-Zehnjahresrendite 1,10 0,02 -1,58

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7:58 Uhr Mi, 17:27 h % YTD
EUR/USD 1,2155 -0,02% 1,2151 1,2156 -0,5%
EUR/JPY 126,40 +0,09% 126,43 126,36 +0,2%
EUR/CHF 1,0782 -0,11% 1,0783 1,0792 -0,3%
EUR/GBP 0,8898 -0,18% 0,8911 0,8920 -0,4%
USD/JPY 104,00 +0,13% 104,05 103,94 +0,7%
GBP/USD 1,3661 +0,13% 1,3635 1,3627 -0,0%
USD/CNH (Offshore) 6,4655 -0,01% 6,4663 6,4652 -0,6%
Bitcoin
BTC/USD 38.541,50 +3,66% 37.839,00 34.478,50 +32,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,09 52,91 +0,3% 0,18 +9,4%
Brent/ICE 56,17 56,06 +0,2% 0,11 +8,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.845,28 1.845,30 -0,0% -0,03 -2,8%
Silber (Spot) 25,29 25,23 +0,3% +0,06 -4,2%
Platin (Spot) 1.106,70 1.100,00 +0,6% +6,70 +3,4%
Kupfer-Future 3,61 3,62 -0,1% -0,00 +2,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/raz

END) Dow Jones Newswires

January 14, 2021 03:44 ET ( 08:44 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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