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MÄRKTE EUROPA/Gewinnmitnahmen - Autowerte wegen China unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Schwächer sind die Börsen in Europa am Freitag in den Handel gestartet. Vor allem der Abverkauf an Wall Street im späten Geschäft wegen steigender Sorgen vor einer Eskalation der US-chinesischen Spannungen im Zuge der Hongkong-Krise belastet. Unter Druck stehen vor allem exportabhängige Autowerte. Der DAX fällt 1,5 Prozent auf 11.600 Punkten, der Euro-Stoxx-50 um 1,3 Prozent auf 3.056 Zähler.

Sorgen bereitet die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, am Freitag Maßnahmen der USA wegen Chinas Hongkong-Politik bekanntzugeben. Aufgrund des wenig kalkulierbaren Verhalten Trumps wie im Fall Twitter wissen Anleger nicht, was auf sie zukommt. Der Dow-Jones-Index verlor nach der Ankündigung des Termins über 300 Punkte. Die Analysten der Commerzbank sprechen von "Trump-Risiken" für die Märkte am Nachmittag.

Am Mittwoch hatte die US-Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong bereits den Sonderstatus nach US-Recht entzogen und damit auf das von Peking geplante Sicherheitsgesetz reagiert. Damit ist die Angst vor einem neuen Handelskrieg zurück. Kritik am Griff Chinas auf die Sonderverwaltungszone regt sich aber nicht nur in den USA. Der UN-Sicherheitsrat wird sich am Freitag mit der Thematik beschäftigen.


Änderung des Hongkong-Status könnte Wellen schlagen

Für die Finanzmärkte könnte die Aberkennung des US-Sonderstatus für Hongkong weitreichende Folgen haben: Denn Hongkong könnte auf den Status eines Schwellenlandmarktes abgestuft werden. Anleger müssten dann ihr Geld komplett neu allokieren, da viele Fonds nur in Industrieländern anlegen dürfen.

Unter Druck stehen damit die Autowerte, bei denen es am Vortag wegen ihrer China-Abhängkeit schon zu kräftigen Verkäufen gekommen war. Nissan und Geely sind in Asien um die 10 Prozent wegen einer Kapitalerhöhung bei Geely bzw. schwachen Geschäftszahlen bei Nissan abgestürzt. VW und Daimler verlieren je 2,7 Prozent, BMW 2,2 Prozent. VW erhöht in der Hongkong-Krise ihr China-Engagement mit der Anteilsaufstockung an Jianghuai. In Paris fallen Renault um 3,5 Prozent. Der Automobilkonzern will bis zu 15.000 Beschäftigte weltweit entlassen. Der europäische Branchensektor bildet mit minus 2,6 Prozent das Schlusslicht im Euro-Stoxx. Covestro verlieren 3,2 Prozent.

Auch Umstufungen von Morgan Stanley bewegen, so die Erhöhung von Hella auf "Gleichgewichten" und die Abstufung von Continental. Während Hella sich kaum verändert gegen den Markt halten, fallen Conti um 3,5 Prozent.


Keine Besserungszeichen aus Japan

Passend zur Hongkong-Krise kommen desaströse Daten aus Japan, die keinerlei Zeichen einer Entspannung von der Coronakrise zeigen. So brach der Einzelhandelsumsatz in Supermärkten um 22 Prozent ein, die Industrieproduktion um über 9 Prozent.

SAP halten sich mit nur 0,6 Prozent Abschlag gut nach enttäuschenden Geschäftszahlen und schwachem Ausblick von Konkurrent Salesforce in den USA. Novartis steigen 0,5 Prozent wegen Fortschritten bei Corona-Gegenmitteln. Die Schweizer werden die Herstellung von genbasierten Impfstoffen übernehmen, die von US-Krankenhäusern entwickelt wurden. Bei Erfolg der klinischen Tests könnten die Therapien schon zum Jahresende verfügbar sein.

Einen großen Börsengang gibt es mit JDE Peets in Amsterdam. Das Unternehmen stellt die Nummer Zwei auf dem Kaffeemarkt, bekannter als der Firmennahme sind Marken wie "Jacobs"-Kaffee. Die Aktien wurden zu 31,50 Euro ausgegeben, der Unternehmenswert liegt damit bei über 15 Milliarden Euro. Aktuell werden die Titel 13,6 Prozent höher bei 35,78 Euro gehandelt. Optisch überzeichnete Kursverluste gibt es im DAX auch wegen Dividendenzahlungen: Bei Eon sind es 0,46 Euro Abschlag und bei Merck KGaA 1,30 Euro.


Viele Konjunkturdaten - Chicago-Index im Blick

Für Bewegung könnten wichtige Konjunkturdaten sorgen: So die EZB-Geldmenge M3, die die Geldschwemme der Notenbanken spiegelt und nicht mehr durch Güternachfrage gedeckt ist. Prognosen sehen sie 7,7 Prozent über Vorjahr. Italien wird sein revidiertes BIP zum ersten Quartal vorlegen, was angesichts der Coronakrise sehr schwach ausfallen dürfte.

Die Verbraucherpreise in der Eurozone werden in der Kernrate moderate 0,9 Prozent höher erwartet gegen Vorjahr. In den USA sind die Augen ganz auf den wichtigen Chicago-Einkaufsmanager-Index gerichtet. Hier erhofft man sich ebenfalls Zeichen der Bodenbildung mit einem Anstieg auf 40 nach zuvor 35,4 Punkten.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.055,68 -1,25 -38,79 -18,41
Stoxx-50 2.900,83 -1,19 -34,83 -14,76
DAX 11.600,04 -1,54 -181,09 -12,45
MDAX 25.353,64 -1,09 -280,04 -10,45
TecDAX 3.150,88 -0,70 -22,08 4,51
SDAX 11.359,24 -1,54 -177,29 -9,21
FTSE 6.157,94 -0,98 -60,85 -17,55
CAC 4.710,57 -1,27 -60,82 -21,20

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,43 -0,01 -0,67
US-Zehnjahresrendite 0,66 -0,03 -2,02

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:41 h Do, 17:22 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1096 +0,16% 1,1091 1,1056 -1,1%
EUR/JPY 118,97 -0,22% 118,93 119,01 -2,4%
EUR/CHF 1,0684 +0,05% 1,0690 1,0670 -1,6%
EUR/GBP 0,9013 +0,26% 0,8990 0,8972 +6,5%
USD/JPY 107,22 -0,37% 107,21 107,63 -1,4%
GBP/USD 1,2309 -0,11% 1,2334 1,2324 -7,1%
USD/CNH (Offshore) 7,1689 -0,05% 7,1634 7,1571 +2,9%
Bitcoin
BTC/USD 9.518,51 +0,91% 9.527,76 9.457,26 +32,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 32,62 33,71 -3,2% -1,09 -44,6%
Brent/ICE 34,51 35,29 -2,2% -0,78 -45,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.720,97 1.719,65 +0,1% +1,32 +13,4%
Silber (Spot) 17,40 17,50 -0,5% -0,10 -2,5%
Platin (Spot) 836,35 838,25 -0,2% -1,90 -13,3%
Kupfer-Future 2,41 2,41 -0,2% -0,01 -14,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

END) Dow Jones Newswires

May 29, 2020 04:00 ET ( 08:00 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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