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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Autowerte trotz Daimler an der Spitze

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte können sich am Freitagmittag gut behaupten. Der DAX notiert 0,1 Prozent im Plus bei 12.348 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,3 Prozent auf 3.505 Punkte an. Gestützt wird die Stimmung vom anhaltenden Rekordkurs der Wall Street. Bei den zuletzt gedrückten Zyklikern kommt es zu Rückkäufen, trotz einer Gewinnwarnung von Daimler führt der Stoxx-Autoindex die Gewinnerliste mit einem Plus von 1,3 Prozent an. Die zuletzt favorisieren Aktien aus den Bereichen Versorgung, Pharma und Nahrungsmittel leiden dagegen unter Gewinnmitnahmen.

Daimler können sich vom Tagestief lösen und liegen nur noch 1 Prozent im Minus, nachdem eine weitere Gewinnwarnung die Aktien im frühen Geschäft noch um mehr als 4 Prozent gedrückt hatte. Im zweiten Quartal hat Daimler operativ einen Milliardenverlust eingefahren. Grund sind höhere Kosten im Zusammenhang mit der Dieselthematik sowie zusätzliche Rückstellungen wegen eines Rückrufs von Takata-Airbags. Hinzu kommen weitere Faktoren wie die geringer als erwartet wachsenden Automobilmärkte. Ganz überraschend kommt das allerdings nicht: Die DZ Bank meint, sie habe mit der Gewinnwarnung gerechnet.

Bei der UBS heißt es, die Abschreibungen für die Dieselthematik machten den größten Belastungsposten aus. Eine Milliarde Belastung komme vom Airbag-Problem mit Takata, und zudem gebe es einen kostspieligen Rückruf in China. All diese Faktoren herausgerechnet ergebe sich für das zweite Quartal ein bereinigter operativer Gewinn auf EBIT-Basis von 2,6 Milliarden Euro - womit Daimler im Rahmen der UBS-Erwartung liege.

Bei den anderen Autotiteln lassen sich die Anleger so auch nicht von der Daimler-Gewinnwarnung irritieren: BMW notieren 1,8 Prozent fester und VW 1,7 Prozent fester. Peugeot steigen sogar um 2,6 Prozent, und bei den Zulieferern legen Conti ebenfalls 2,6 Prozent zu. Noch besser im DAX liegen nur die zuletzt ebenfalls sehr schwachen Covestro mit einem Plus von 3,1 Prozent. BASF erholen sich um 1,6 Prozent. Deutsche Bank holen ebenfalls einen Teil der jüngsten Verluste auf und steigen um 2,3 Prozent auf 6,74 Euro, nachdem die UBS ihre Verkaufsempfehlung zurückgezogen und die Aktien nun mit Neutral eingestuft hat.



Nächster Kurseinbruch bei Thomas Cook


Die Aktie des britischen Reisekonzerns Thomas Cook bricht um 48 Prozent ein auf das neue Allzeittief von 6,83 Pence. Das Unternehmen erwartet im zweiten Halbjahr ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang hat sich zuletzt zwar verbessert, aber die Margen bleiben aufgrund des anhaltend intensiven Wettbewerbs schwach.

Die am Morgen gemeldete und lang erwartete Geldspritze von Fosun Tourism ist für Thomas Cook überlebenswichtig, führt allerdings bei den Altaktionären zu einer massiven Verwässerung. Neil Wilson von Markets.com stellt sich zudem die Frage, wie sich die Transaktion auf den geplanten Flugverkauf auswirken werde.



Öl steigt weiter


Mit der anhaltenden Ölpreisrally hält die Aufwärtsbewegung der Ölwerte an. Preisstützend wirken die Wirbelsturmsaison im Golf von Mexiko sowie die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der Tropensturm Barry habe etwa die Hälfte der Ölförderung an der US-Golfküste zum Stillstand gebracht, stellt Vanguard Markets fest. Der Sektor der europäischen Ölwerte legt um 0,3 Prozent zu.

Siemens Healthineers notieren erneut 2 Prozent im Minus bei 35,16 Euro, nach einer Flut negativer Analystenkommentare. Laut den Citi-Analysten geht die Sorge um, die Diagnostiksparte könnte im dritten Geschäftsquartal schlechter als im zweiten abgeschnitten haben - auch wenn die Citi-Analysten selbst keine fundamentalen Probleme ausmachen. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 34 Euro von 34,90 Euro gesenkt, JP Morgan hat es auf 33,40 Euro von 34,10 Euro heruntergenommen, und die HSBC hat die Aktie auf "Halten" von "Kaufen" abgestuft.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.505,33 0,25 8,60 16,79
Stoxx-50 3.191,67 0,01 0,37 15,64
DAX 12.348,46 0,13 16,34 16,95
MDAX 25.857,05 0,38 99,09 19,77
TecDAX 2.867,31 -0,34 -9,83 17,02
SDAX 11.094,59 0,39 42,65 16,67
FTSE 7.529,32 0,26 19,50 11,62
CAC 5.585,36 0,60 33,42 18,07

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,24 0,02 -0,48
US-Zehnjahresrendite 2,14 0,00 -0,54

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 9:42 Uhr Do, 17.24 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1256 +0,02% 1,1267 1,1262 -1,8%
EUR/JPY 122,02 -0,06% 122,09 121,94 -3,0%
EUR/CHF 1,1109 -0,30% 1,1123 1,1128 -1,3%
EUR/GBP 0,8984 -0,01% 0,8983 0,8972 -0,2%
USD/JPY 108,41 -0,06% 108,36 108,28 -1,1%
GBP/USD 1,2529 +0,02% 1,2542 1,2553 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 11.644,25 +3,09% 11.684,75 11.765,25 +213,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,30 60,20 +0,2% 0,10 +26,7%
Brent/ICE 66,85 66,52 +0,5% 0,33 +21,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.406,31 1.404,30 +0,1% +2,01 +9,6%
Silber (Spot) 15,11 15,13 -0,1% -0,02 -2,5%
Platin (Spot) 819,50 825,50 -0,7% -6,00 +2,9%
Kupfer-Future 2,70 2,69 +0,7% +0,02 +2,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

END) Dow Jones Newswires

July 12, 2019 06:49 ET ( 10:49 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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