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MÄRKTE EUROPA/Hoffen auf Handelsstreitlösung - Samsung-Warnung ignoriert

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Ein scheinbar positiver Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China hat am Dienstag die europäischen Börsen gestützt. In einem Tweet teilte US-Präsident Donald Trump mit, die (Handels-)Gespräche mit China liefen sehr gut. Die Hoffnung auf einen positiven Verlauf der Gespräche hatte den Haupttreiber an den Börsen in den vergangenen Tagen gestellt. Der DAX gewann 0,5 Prozent auf 10.804, kam von den Hochs aber deutlich zurück. Der Euro-Stoxx-50 stieg 0,7 Prozent auf 3.055 Zähler.

Schwächere Konjunkturdaten aus der Eurozone spielten in diesem Umfeld keine Rolle an den Märkten. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hatte sich im Dezember deutlicher als erwartet eingetrübt. Bereits am Morgen hatten die deutschen Produktionsdaten stark enttäuscht. Für die Märkte kam dies jedoch nicht mehr überraschend, da bereits die jüngsten Einkaufsmanagerindizes aus Europa und China schwach ausgefallen waren.



US-Notenbank schlägt sanftere Töne an


Große Erwartungen hegten die Teilnehmer auch gegenüber der US-Geldpolitik. Am Vorabend hatte der Präsident der Atlanta-Fed, Raphael Bostic, gesagt, die Zinsen sollten in diesem Jahr nur noch ein einziges Mal erhöht werden. Nur bei einem sehr guten Ausgang des US-China-Streits seien zwei Erhöhungen gerechtfertigt. Bei schlechten Nachrichten, so wie zum Beispiel einem harten Brexit in Europa, könnte es sogar überhaupt keinen Grund für eine weitere Erhöhung geben. Dies wäre noch taubenhafter, als der Markt bereits erhofft hatte.

Selbst schlechte Nachrichten wie die Gewinnwarnung von Samsung belasteten das Sentiment für Technologiewerte so gut wie gar nicht. Die Aussagen des südkoreanischen Technologieriesens seien nach der Warnung von Apple bereits so ähnlich erwartet worden, hieß es im Handel. Für den Sektor ging es europaweit um 1,4 Prozent nach oben.

Siemens Healthineers verloren allerdings 3 Prozent. Grund waren schwache Vorlagen von Medtronic aus den USA. Der Medizintechnikausrüster habe auf der Gesundheitskonferenz von JP Morgan einen schwächer als erwartet ausgefallenen Ausblick abgeliefert, hieß es im Handel. Im DAX blieben die Aktien beider Fresenius-Unternehmen klar hinter der Gesamtmarktentwicklung zurück und gaben 1,2 und 2,4 Prozent nach.

Nordex legten dagegen 3,2 Prozent zu. Der Windkraftanlagenhersteller hatte einen Auftrag über die schlüsselfertige Errichtung des 300-Megawatt-Windparks "Mulanur" in Südindien erhalten.



Brunello Cucinella fällt nach fehlendem Ausblick


Trotz Umsatzzahlen im vierten Quartal im Rahmen der Erwartungen ging es für Brunello Cucinelli an der Mailänder Börse um 11,7 Prozent nach unten. Berenberg vermutete, die negative Marktreaktion sei darauf zurückzuführen, dass der Luxusmodekonzern keinen Ausblick geliefert habe, wie er dies sonst üblicherweise im letzten Quartal des Jahres tue. Berenberg zeigte sich deswegen nicht besorgt und verwies auf das starke vierte Quartal.

Nach der Veröffentlichung des Zwischenberichts gaben Morrison um 3,2 Prozent nach. Die Geschäftszahlen seien nicht schlecht, kommentierte Hargreaves Lansdown, es habe aber den Anschein, als hätten sich die Konsumenten in der Weihnachtszeit zurückgehalten, und dies habe zu einem schwächeren Umsatzwachstum geführt. Für Jefferies war der Bericht von untergeordneter Bedeutung. Viel wichtiger für die Zukunft von Morrison seien der Brexit sowie die Fusion Asda/Sainsbury.

Daneben wurden Kurse von Analysten gemacht. So stiegen Hugo Boss um 5,5 Prozent. HSBC hatte den Wert mit "High Conviction Buy" eingestuft. Kion verloren nach einer Goldman-Abstufung 1,7 Prozent. Die Aktien von Hellofresh sprangen um 3,5 Prozent auf 6,57 Euro nach einer Kaufempfehlung durch Berenberg. "Bei einem Kurs von knapp über 6 Euro gestern nennt Berenberg ein Kursziel von 16 Euro", sagte ein Händler. Dies sei "ultrabullisch". Die Analysten erwarten eine Trendwende des Unternehmens.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.054,94 +21,30 +0,7% +1,8%
Stoxx-50 2.811,08 +19,32 +0,7% +1,9%
Stoxx-600 345,85 +2,97 +0,9% +2,4%
XETRA-DAX 10.803,98 +56,17 +0,5% +2,3%
FTSE-100 London 6.861,60 +50,72 +0,7% +1,2%
CAC-40 Paris 4.773,27 +54,10 +1,1% +0,9%
AEX Amsterdam 493,69 +1,95 +0,4% +1,2%
ATHEX-20 Athen 1.649,73 +12,48 +0,8% +2,6%
BEL-20 Brüssel 3.382,97 +42,19 +1,3% +4,3%
BUX Budapest 40.809,82 +240,35 +0,6% +4,3%
OMXH-25 Helsinki 3.865,06 +53,55 +1,4% n.def.
ISE NAT. 30 Istanbul 114.008,77 +1114,82 +1,0% -0,3%
OMXC-20 Kopenhagen 933,16 +8,05 +0,9% n.def.
PSI 20 Lissabon 4.923,87 -14,13 -0,3% +3,8%
IBEX-35 Madrid 8.847,30 +71,00 +0,8% +3,6%
FTSE-MIB Mailand 19.000,14 +46,87 +0,2% +3,4%
RTS Moskau 1.122,90 +4,87 +0,4% +5,3%
OBX Oslo 773,42 +4,71 +0,6% +4,6%
PX Prag 1.014,36 +5,80 +0,6% +2,8%
OMXS-30 Stockholm 1.457,45 +17,55 +1,2% +3,5%
WIG-20 Warschau 2.325,19 -6,26 -0,3% +2,1%
ATX Wien 2.895,04 +1,85 +0,1% +5,4%
SMI Zürich 8.629,48 +93,53 +1,1% +2,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 0,23 0,01 -0,01
US-Zehnjahresrendite 2,71 0,01 0,03

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.25 Uhr Mo, 17.30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1443 -0,29% 1,1437 1,1465 -0,2%
EUR/JPY 124,26 -0,35% 124,75 124,40 -1,2%
EUR/CHF 1,1225 -0,17% 1,1226 1,1245 -0,3%
EUR/GBP 0,8998 +0,25% 0,8952 0,8989 -0,0%
USD/JPY 108,59 -0,06% 109,07 108,49 -1,0%
GBP/USD 1,2716 -0,54% 1,2773 1,2756 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 4.011,13 +0,28% 3.991,75 4.014,75 +7,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 49,78 48,52 +2,6% 1,26 +9,6%
Brent/ICE 58,64 57,33 +2,3% 1,31 +8,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.284,48 1.289,26 -0,4% -4,78 +0,2%
Silber (Spot) 15,63 15,66 -0,2% -0,03 +0,9%
Platin (Spot) 818,05 821,00 -0,4% -2,95 +2,7%
Kupfer-Future 2,63 2,64 -0,2% -0,00 +0,1%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

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January 08, 2019 12:10 ET ( 17:10 GMT)

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