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MÄRKTE EUROPA/Im Bann des US-Wahlkampfs - Finanztitel gedrückt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte sind etwas leichter aus dem Dienstag gegangen. Der DAX fiel um 0,3 Prozent auf 12.826 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab um 0,3 Prozent auf 3.214 Punkte nach. "Nach dem fulminanten Wochenstart war mit Rücksetzern zu rechnen", so ein Marktteilnehmer. Das ändere aber nichts daran, dass die Korrektur vermutlich zumindest erst einmal beendet sei. Nächstes Ziel im DAX sei nun wieder die 13.000er Marke. Gedrückt wurden die Indizes vor allem von schwachen Finanzwerten. Daneben bremste nun zunehmend der US-Wahlkampf den Handel.

Der Stoxx-Branchenindex der Banken gab 2,2 Prozent ab, der Branchenindex der Versicherer fiel um 1,7 Prozent. "In diesen Sektoren werden Erholungsansätze nach wie vor zu Gewinnmitnahmen genutzt", sagte ein Händler. Nach den starken Aufschlägen vom Montag fielen HSBC nun um 3,3 Prozent zurück und Deutsche Bank um 2,7 Prozent. Sehr schwach notierten mit einem Minus von 1,9 Prozent auch Munich Re, nachdem die Citigroup die Aktien des Rückversicherers auf Underperform gesenkt hatte.

Mit Spannung warteten Marktteilnehmer auf das erste Fernsehduell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden. Noch liegt Biden klar vorne in den Umfragen, allerdings könnte sich das mit den Debatten ändern. Biden sei dafür bekannt, dass er gerne in Fettnäpfchen trete, hieß es im Handel. Die Chancen, dass der Kandidat der Demokraten, Joe Biden, ins Weiße Haus einziehen wird, liegen laut Umfragen derzeit bei etwa 75 Prozent, hieß es bei der Deutschen Bank.

Sollte sich das Rennen in den verbleibenden fünf Wochen bis zur Präsidentschaftswahl noch einmal enger gestalten, werden nach Einschätzung von Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, Investoren wohl verstärkt US-Staatsanleihen und den US-Dollar als "sichere Häfen" nachfragen. Sollte sich dagegen der Vorsprung Bidens ausweiten, rechnet Stephan mit gegensätzlichen Bewegungen, also einer höheren Nachfrage nach Risikoassets. "Unklarheit könnte die Anleger verunsichern", sagte auch ein Händler zu dem Szenario, in dem die Umfragen nach der TV-Debatte enger würden.


Coloplast-Ziele kommen gut an

Während bei den europäischen Branchen Banken und Versicherungen auf der Verliererseite lagen, legten die Papiere der Industrie-Unternehmen, der Versorger und der Technologietitel zu. Schneider Electric gewannen 2,1 Prozent und markierten neue Rekordstände. In Kopenhagen stiegen Coloplast um 3,6 Prozent. Das Unternehmen will mittelfristig eine EBIT-Marge von über 30 Prozent erzielen und steuert ein jährliches organisches Umsatzwachstum um 7 bis 9 Prozent an. "Das klingt nach weiteren Marktanteilsgewinnen", sagte ein Händler.

Dass der Euro-Stoxx-50 vergleichsweise gut abschnitt, lag aber auch an den Aktien aus dem Halbleiterumfeld. Hier stiegen STMicro um 1,8 Prozent und ASML um 1,1 Prozent.


Siemens Energy nach enttäuschendem Debüt sehr fest

Nach dem enttäuschenden Börsen-Debüt mit einer Bewertung von lediglich 17 Milliarden Euro ging es mit Siemens Energy nun kräftig aufwärts. Der Kurs gewann 3,7 Prozent auf 22 Euro. Mit der Beteiligung an Siemens Gamesa dürften ESG-Gelder in die Aktie fließen", erwartet ein Marktteilnehmer. Positiv sind auch mehrere Kaufempfehlungen für die Aktie, so durch Goldman Sachs oder die Credit Suisse. Allerdings sei hier "gesundes Misstrauen" angebracht, sagte ein anderer Marktteilnehmer. Schließlich wolle Siemens die verbleibende Beteiligung weiter abbauen, und bei dem lukrativen Geschäft wolle keine Bank nur deshalb außen vor bleiben, weil sie sich nun nicht positiv genug zu der Aktie äußere.

Siemens selbst gaben nach der starken Vorstellung vom Montag nun 1,2 Prozent ab. Auf der Gewinnerseite im DAX standen RWE mit einem Plus von 2 Prozent ganz vorne. Beiersdorf erholten sich um 1,3 Prozent und Henkel um 1,8 Prozent. Weiter gefragt waren auch ausgewählte Gewinner der Corona-Pandemie: Im DAX stiegen Delivery Hero um 1,8 Prozent, im MDAX zogen Hellofresh um 4,8 Prozent an und Zalando um 0,9 Prozent. Dabei markierten Zalando neue Rekordkurse.


Hella verkauft Sparte an VW

Als "kurzfristig positiv" wurde im Handel eingestuft, dass Hella das Geschäft mit Frontkamerasoftware an Volkswagen verkauft hat. Der Kaufpreis werde nach Unternehmensangaben zu einem außerordentlichen Ertrag von etwa 100 Millionen Euro führen, zudem würden Mitarbeiter zu VW wechseln. Auf der anderen Seite werde sich Hella mit dem Verkauf ein Stück weit von einem Wachstumsgeschäft verabschieden, was längerfristig negativ gewertet werden könnte. Hella stiegen um 0,3 Prozent, VW notierten 0,4 Prozent im Plus.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.214,30 -8,89 -0,3% -14,2%
Stoxx-50 2.917,89 -20,18 -0,7% -14,3%
Stoxx-600 361,49 -1,90 -0,5% -13,1%
XETRA-DAX 12.825,82 -45,05 -0,4% -3,2%
FTSE-100 London 5.902,03 -25,90 -0,4% -21,4%
CAC-40 Paris 4.832,07 -11,20 -0,2% -19,2%
AEX Amsterdam 548,92 -2,74 -0,5% -9,2%
ATHEX-20 Athen 1.487,72 -1,86 -0,1% -35,3%
BEL-20 Bruessel 3.234,90 -25,52 -0,8% -18,2%
BUX Budapest 32.677,72 -472,54 -1,4% -29,1%
OMXH-25 Helsinki 4.291,65 -17,43 -0,4% +1,7%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.257,71 +1,12 +0,1% -9,4%
OMXC-20 Kopenhagen 1.366,96 +13,33 +1,0% +20,4%
PSI 20 Lissabon 4.088,54 -55,28 -1,4% -22,7%
IBEX-35 Madrid 6.713,60 -77,90 -1,1% -29,7%
FTSE-MIB Mailand 19.061,18 -98,92 -0,5% -18,5%
RTS Moskau 1.155,67 -11,19 -1,0% -25,4%
OBX Oslo 740,64 -1,44 -0,2% -12,2%
PX Prag 862,28 -1,65 -0,2% -22,7%
OMXS-30 Stockholm 1.836,60 +1,96 +0,1% +3,7%
WIG-20 Warschau 1.718,21 -20,23 -1,2% -20,1%
ATX Wien 2.096,03 -28,03 -1,3% -32,4%
SMI Zuerich 10.229,30 -79,37 -0,8% -3,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,55 -0,02 -0,79
US-Zehnjahresrendite 0,64 -0,02 -2,04

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Fr, 19:17 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1711 +0,39% 1,1669 1,1622 +4,4%
EUR/JPY 123,78 +0,57% 123,23 122,76 +1,5%
EUR/CHF 1,0798 +0,09% 1,0782 1,0799 -0,5%
EUR/GBP 0,9126 +0,45% 0,9075 0,9145 +7,8%
USD/JPY 105,70 +0,18% 105,60 105,63 -2,8%
GBP/USD 1,2832 -0,06% 1,2859 1,2709 -3,2%
USD/CNH (Offshore) 6,8248 +0,10% 6,8262 6,8328 -2,0%
Bitcoin
BTC/USD 10.712,26 -1,59% 10.686,26 10.660,51 +48,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 38,53 40,60 -5,1% -2,07 -32,2%
Brent/ICE 40,81 42,43 -3,8% -1,62 -33,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.889,77 1.880,90 +0,5% +8,87 +24,5%
Silber (Spot) 23,94 23,68 +1,1% +0,26 +34,1%
Platin (Spot) 883,28 885,73 -0,3% -2,45 -8,5%
Kupfer-Future 2,97 2,98 -0,5% -0,02 +5,2%


DJG/hru/cln

END) Dow Jones Newswires

September 29, 2020 12:10 ET ( 16:10 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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