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MÄRKTE EUROPA/Indizes in Winterstarre - Rohstoffwerte gesucht

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa notieren am Dienstagmittag gegenüber dem Vortag kaum verändert. Der unerwartet starke Anstieg der Erzeugerpreise in China im Dezember spielt für die Aktienmärkte insgesamt nur einen untergeordnete Rolle, wird aber als gutes Zeichen für die Konjunkturentwicklung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gewertet. Der Sektor der europäischen Rohstoffwerte profitiert davon am stärksten und liegt mit einem Plus von 2,5 Prozent unangefochten an der Spitze. Der DAX gewinnt am Mittag um 0,1 Prozent auf 11.580 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert kaum verändert bei 3.308 Punkten.

Die französische Industrieproduktion ist im November mit plus 2,2 Prozent deutlich stärker als erwartet gestiegen. Damit setzt sich die Reihe zuletzt positiver Wirtschaftsdaten aus der Eurozone fort. An den Märkten setzen die Zahlen allerdings keine großen Akzente. Im Devisenhandel notiert der Euro bei knapp 1,06 Dollar. Nach Einschätzung der Commerzbank sprechen die zuletzt eher positiven Konjunktur- und Inflationsdaten aus dem Euroraum für eine abwartende Haltung der EZB. Das stützt tendenziell den Euro.

Das Pfund verharrt derweil auf dem jüngsten Mehrwochentief zu Dollar und Euro, nachdem Premierministerin Theresa May am Montag einem harten Brexit das Wort gesprochen hatte. Auch die türkische Lira zeigt keine Erholung - trotz einer ersten Maßnahme der türkischen Notenbank, die gegen eine weitere Abwertung der eigenen Währung gerichtet ist. Die Lira leidet weiter unter der großen politischen Unsicherheit in der Türkei wie auch zuletzt schwachen Konjunkturdaten.

Die überraschend deutlich gestiegenen Erzeugerpreise in China sorgen im europäischen Rohstoffsektor für Aktienkäufe. Die Kursgewinne der Minenkonzerne reichen von 2,3 Prozent bei Glencore bis zu 6,1 Prozent bei Anglo American. "Die Produzentenpreise in China dürften weiter steigen, sogar stark, wegen fester Rohstoffpreise und wegen eines positiven Basiseffekts", merkt die Societe Generale an.

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Deutsche Bank veröffentlicht keine Strategiepläne

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Kräftig nach unten geht es für die Aktien der Deutschen Bank. Grund sei die Verschiebung der Bekanntgabe der neuen Strategiepläne,. über die das Handelsblatt berichtet. "Die Begründung ist zwar halbwegs plausibel, dass man zuerst auf die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen warten will", meint ein Händler. "Aber der Markt hat schon so lange auf die Pläne gewartet, da sorgt eine Verschiebung nur für neue Unsicherheiten", so der Händler. Bisher habe man darauf gesetzt, die Pläne im Rahmen der Jahreszahlen am 2. Februar präsentiert zu bekommen. Deutsche Bank verlieren 2,5 Prozent.

Ebenfalls stärker unter Druck stehen im Bankensektor BBVA, die 2,9 Prozent verlieren und Unicredit mit einem Minus von 2,2 Prozent. Das Schlusslicht im 0,4 Prozent leichteren europäischen Bankensektor ist aber die Aktie der portugiesischen Banco Comercial Portugues. Belastend wirkt hier eine Kapitalerhöhung in Höhe von 1,33 Milliarden Euro. Angesichts einer schwächelnden Wirtschaft und notleidender Krediten muss das Finanzinstitut sein Eigenkapital stärken. Börsianer rechnen damit, dass Kapitalerhöhung über die Bühne gehen wird, weil der Großaktionär, die chinesische Fuson-Gruppe, den Anteil auf 30 von bisher 17 Prozent aufstocken will. Die Aktie verliert 8,5 Prozent auf 0,95 Euro.

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Maues Weihnachtsgeschäft belastet Metro kaum

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Nach Veröffentlichung der Umsatzzahlen für das erste Quartal geben Metro um 0,2 Prozent nach. Den Analysten von Equinet zufolge hat sich das Weihnachtsgeschäft bei Metro schwieriger gestaltet als es Pressemeldungen hätten vermuten lassen. Die Nettoumsätze seien im ersten Geschäftsjahrsquartal mit 17 Milliarden Euro hinter den Konsenserwartungen von 17,1 Milliarden Euro zurückgeblieben. Der derzeit laufende Entkonsolidierungsprozess sei jedoch wichtiger für die Anlageperspektive als die aktuelle Geschäftsentwicklung. Eine erfolgreiche Aufspaltung des Unternehmens dürfte die Wachstumsaussichten beider daraus hervorgehender Unternehmen verbessern.

Überraschend gute Quartalszahlen hat dagegen William Morrison gemeldet. Sie stützen den gesamten britischen Einzelhandelssektor. William Morrison steigen 3,7 Prozent, J. Sainsbury um 1,8 Prozent und Tesco um 4,4 Prozent. Am Mittwoch veröffentlicht Sainsbury Quartalszahlen, am Donnerstag folgen Tesco und Marks & Spencer. "Da setzt man nach William Morrison jetzt natürlich auch auf gute Zahlen", sagt ein Händler. Die zuletzt rückläufigen Marktanteile von Morrision, J. Sainsbury und Tesco zugunsten von Lidl und Aldi träten dagegen in den Hintergrund.

Daneben sorgen Umstufungen für Kursbewegungen. So hat die UBS Lanxess (minus 2,4 Prozent) auf "Neutral" von "Buy" abgestuft, während die Schweizer zugleich das Siemens-Papier (plus 1,7 Prozent) auf "Buy" von "Neutral" angehoben haben. Die UBS hat zudem Commerzbank zum Verkauf empfohlen - die Aktie fällt um 2,1 Prozent. Goldman Sachs hat die Aktie der Deutschen Telekom auf "Verkaufen" von "Neutral" gesenkt. Für das Papier geht es um 0,8 Prozent nach unten.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.307,02 -0,06 -1,95 0,50
Stoxx-50 3.035,14 -0,05 -1,57 0,82
DAX 11.578,53 0,13 14,54 0,85
MDAX 22.207,16 0,06 13,24 0,08
TecDAX 1.841,30 -0,31 -5,65 1,63
SDAX 9.629,55 0,35 33,31 1,16
FTSE 7.264,96 0,38 27,19 1,71
CAC 4.888,97 0,03 1,40 0,55

Bund-Future 163,29 0,09 -0,52


DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.08 Uhr Mo, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0575 -0,25% 1,0601 1,0564 +0,6%
EUR/JPY 122,5978 -0,03% 122,6316 123,05 -2,4%
EUR/CHF 1,0728 -0,11% 1,0739 1,0734 +0,2%
EUR/GBP 0,8709 +0,18% 0,8723 1,1518 +2,2%
USD/JPY 115,94 +0,23% 115,68 116,48 -0,8%
GBP/USD 1,2142 -0,08% 1,2152 1,2170 -1,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,12 51,96 +0,3% 0,16 -3,0%
Brent/ICE 55,08 54,94 +0,3% 0,00 -2,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.184,83 1.181,15 +0,3% +3,68 +2,9%
Silber (Spot) 16,62 16,56 +0,4% +0,06 +4,4%
Platin (Spot) 970,60 977,00 -0,7% -6,40 +7,4%
Kupfer-Future 2,57 2,54 +1,3% +0,03 +2,6%

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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/gos

END) Dow Jones Newswires

January 10, 2017 07:06 ET (12:06 GMT)

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