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MÄRKTE EUROPA/Inflationsdaten dämpfen Stimmung - Gea enttäuscht erneut

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa begannen die Woche mit kleinen Verlusten. Leicht belastend wirkten am Vormittag die Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Inflation lag nur - wie von Volkswirten prognostiziert - bei 1,3 Prozent auf Jahressicht, gehofft hatte der Markt aber auf eine Belebung in Richtung des EZB-Ziels von 2,0 Prozent. Auf der anderen Seite lieferte die noch junge Berichtssaison einige Überraschungen. Während Gea wieder einmal enttäuschte, läuft das Geschäft bei Puma gut. Aus dem übrigen Europa überraschte Telenor positiv. Der DAX schloss nach einem vergleichsweise ereignislosen Handel 0,4 Prozent tiefer bei 12.587 Punkten, der Euro-Stoxx-50 schloss 0,3 Prozent leichter bei 3.516 Zählern.

Günstige Wirtschaftsdaten aus China sprachen für Rohstoffaktien, die gegen den Trend um 0,9 Prozent zulegten. Nicht nur das chinesische BIP-Wachstum überzeugte mit einem Plus von 6,9 Prozent, die Industrieproduktion beschleunigte sich im Juni sogar auf 7,6 Prozent.

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Puma läuft gut - Gea enttäuscht erneut

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Der Sportartikelhersteller Puma ( plus 1,2 Prozent) hob nach einer starken Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal seine Jahresprognose für Umsatz und operativen Gewinn an. Die Geschäftsaussichten für das restliche Jahr seien positiv, teilte der Adidas-Konkurrent aus Herzogenaurach mit. "Klar positiv ist die EBIT-Entwicklung", so ein Aktienhändler.

Deutlich schlechter läuft es bei Gea, nach der Gewinnwarnung vom Wochenende ging es für die Aktie um 5,8 Prozent nach unten. "Gea hat jetzt schon vier Quartale hintereinander mit zwei Gewinnwarnungen und anderen Dauerbaustellen enttäuscht", sagte ein Händler. Anleger hätten die Aktie aufgrund ihrer operativen Schwierigkeiten und auch wegen interner Restrukturierungsprobleme schon länger gemieden. "Kurzfristig sind die Kursaussichten aufgrund des Verlusts an Glaubwürdigkeit trüb", hieß es von den Analysten von Hauck & Aufhäuser.

Telenor sprangen um 8,2 Prozent nach oben. Die Quartalszahlen der Norweger kamen bei den Anlegern gut an. Daneben hat Telenor ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Nach Einschätzung der UBS hat Telenor gezeigt, dass es die geplanten Kostensenkungen in die Tat umsetzen kann. Viele Anleger hätten daran noch immer ihre Zweifel. Die Umsätze haben laut der UBS 1,3, das bereinigte EBITDA sogar 8 Prozent über den Marktschätzungen gelegen.

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Shall I stay or shall I go - Rätselraten um Astra-CEO Soriot

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Nach zwei schwachen Tagen erholten sich Astrazeneca und gewannen 0,8 Prozent. Kurstreiber waren Presseberichte, wonach CEO Pascal Soriot entgegen den Befürchtungen das Unternehmen nicht verlassen wird. Das Pharmaunternehmen selbst lehnte Kommentare dazu ab. Die Unsicherheit über Soriots Zukunft hatte die Aktien zuletzt unter Druck gebracht - auch deshalb, weil sich Anleger Sorgen über die Zukunft der Medikamenten-Pipeline von Astrazeneca machten. Faktisch bestätigt ist bislang aber nur, dass Soriot die für Ende des Monats angesetzten Halbjahreszahlen vorstellen wird.

Renault legten gegen den lustlosen Gesamtmarkt um 1,2 Prozent zu. Hier trieben gute Absatzzahlen für Juni. Nach vorläufigen Daten steigerte Renault den weltweiten Absatz um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.516,35 -9,59 -0,3% +6,9%
Stoxx-50 3.164,53 -3,75 -0,1% +5,1%
Stoxx-600 386,86 +0,02 +0,0% +7,0%
XETRA-DAX 12.587,16 -44,56 -0,4% +9,6%
FTSE-100 London 7.413,42 +35,03 +0,5% +3,7%
CAC-40 Paris 5.230,17 -5,14 -0,1% +7,6%
AEX Amsterdam 521,50 +0,44 +0,1% +7,9%
ATHEX-20 Athen 2.226,87 +3,32 +0,1% +27,9%
BEL-20 Bruessel 3.909,23 +6,46 +0,2% +8,4%
BUX Budapest 36.140,65 +225,23 +0,6% +12,9%
OMXH-25 Helsinki 4.110,16 +16,47 +0,4% +11,7%
ISE NAT. 30 Istanbul 130.909,99 +1329,01 +1,0% +37,1%
OMXC-20 Kopenhagen 1.012,48 +5,40 +0,5% +14,5%
PSI 20 Lissabon 5.302,56 -9,82 -0,2% +13,1%
IBEX-35 Madrid 10.651,20 -3,90 -0,0% +13,9%
FTSE-MIB Mailand 21.484,84 -7,45 -0,0% +11,7%
RTS Moskau 1.039,34 -4,93 -0,5% -9,8%
OBX Oslo 655,43 +8,41 +1,3% +6,1%
PX-GLOB Prag 1.321,29 +6,47 +0,5% +10,3%
OMXS-30 Stockholm 1.639,33 -7,50 -0,5% +8,1%
WIG-20 Warschau 2.372,17 +21,74 +0,9% +21,8%
ATX Wien 3.199,60 +17,50 +0,5% +22,2%
SMI Zuerich 9.038,65 +4,08 +0,0% +10,0%

Bund-Future 161,35 0,28 -0,89

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.01 Uhr Fr, 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1469 +0,09% 1,1459 1,1455 +9,1%
EUR/JPY 129,31 +0,17% 129,09 128,95 +5,2%
EUR/CHF 1,1041 -0,13% 1,1055 1,1050 +3,1%
EUR/GBP 0,8783 +0,33% 0,8754 1,1425 +3,1%
USD/JPY 112,77 +0,10% 112,66 112,56 -3,5%
GBP/USD 1,3057 -0,26% 1,3091 1,3089 +5,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 46,22 46,54 -0,7% -0,32 -18,8%
Brent/ICE 48,70 48,91 -0,4% -0,21 -17,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.233,58 1.228,75 +0,4% +4,83 +7,1%
Silber (Spot) 16,13 15,99 +0,9% +0,14 +1,3%
Platin (Spot) 926,55 920,95 +0,6% +5,60 +2,5%
Kupfer-Future 2,72 2,69 +1,3% +0,04 +8,0%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

July 17, 2017 12:04 ET (16:04 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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