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MÄRKTE EUROPA/Italien und US-Arbeitsmarkt treiben Kurse

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Sinkende italienische Renditen und ein starker US-Arbeitsmarktbericht haben die europäischen Aktienkurse am Freitag auf Erholungskurs gebracht. Der DAX stieg um 0,9 Prozent auf 12.724 Punkte und machte so die Verluste vom Donnerstag wieder wett. Der Euro-Stoxx-50 gewann 1,4 Prozent auf 3.454 Punkte.

Der US-Arbeitsmarkt ist weiter sehr stark", sagte Heino Ruland von Ruland Research. Er hat im Mai 223.000 neue Stellen geschaffen und damit mehr als erwartet. Allerdings legen auch die Löhne schneller zu, das könnte die US-Notenbank zu einer strafferen Geldpolitik veranlassen als bisher gedacht und die Renditen nach oben treiben. Bei der NordLB hieß es, der Arbeitsmarktbericht lenke von der globalen Verunsicherung ab. Der Ausbruch des Handelskriegs sei nun etwas in den Hintergrund geraten.



Banken auf Erholungskurs


Daneben stützte die Regierungsbildung in Italien die Kurse. Die Investoren sehen sie als das kleinere Übel gegenüber Neuwahlen, bei denen die populistischen Parteien ihr Wahlergebnis möglicherweise noch verbessern könnten. Der Mailänder MIB-Index gewann 1,5 Prozent. Mit den leicht sinkenden Renditen in Italien erholten sich die Bankaktien von den jüngsten Schwächeanfällen. Unicredit stiegen um 3,9 Prozent, Intesa um 3,3 Prozent, Santander um 3,3 Prozent, Deutsche Bank um 2,8 Prozent und Commerzbank um 4,8 Prozent.

Allerdings gab es auch warnende Stimmen: "Zur Entwarnung besteht kein Anlass", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Die neue Regierung dürfte auf Konfrontationskurs zur EU gehen, somit könnte die Krise wieder hochkochen, ergänzte er.



Entwicklungen in Spanien belasten nicht


Das erfolgreiche Misstrauensvotum gegen den spanischen Regierungschef Manuel Rajoy belastete den Ibex in Madrid nicht, der Index schloss 1,8 Prozent höher. Der Chef der oppositionellen Sozialdemokraten (PSOE), Pedro Sanchez, wird neuer Ministerpräsident. Sanchez hatte den Misstrauensantrag gestellt, nachdem ein Gericht zahlreiche ehemals führende Vertreter von Rajoys Volkspartei (PP) wegen Korruption zu langjährigen Haftstrafen verurteilt hatte.

Spanien laufe auf Neuwahlen zu, und damit bleibe das politische Vakuum zunächst bestehen, das die anstehenden Strukturreformen ebenso verhindert habe wie eine Konsolidierung des Haushalts, so die UBS. Sollte es zu Neuwahlen kommen, dürfte dies von den Märkten begrüßt werden wegen der Aussicht auf eine stabilere und reformfreudigere Regierung.

Auf der Gewinnerseite im DAX standen auch Munich Re, die nach einer Kaufempfehlung um 2,6 Prozent stiegen. Thyssen erholten sich um 2,4 Prozent. Siemens legten um 1,3 Prozent zu. Die Deutsche Bahn will laut einem Handelsblatt-Bericht noch stärker in die neue ICE-Generation investieren als bisher bekannt. Dazu will sie zusätzlich 1 Milliarde Euro ausgeben. Profiteur wäre die gerade entstehende neue Siemens-Alstom-Gesellschaft, hieß es am Markt.



Gewinneinbruch bei Dialog


Dialog Semiconductor brachen dagegen um 15,2 Prozent ein, weil Apple weniger Smartphone-Chips von dem Unternehmen benötigt. Dialog gab darauf am Vorabend eine Umsatzwarnung ab.

Eine versöhnliche Wende nahm das Börsen-Debüt von STS. Der erste Kurs entsprach mit 24 Euro lediglich dem Ausgabepreis. Zum Handelsschluss notierte die Aktie nach zwischenzeitlichen Verlusten bei 24,11 Euro und damit 0,5 Prozent über dem Ausgabepreis.



. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.453,54 +46,89 +1,4% -1,4%
. Stoxx-50 3.085,27 +35,81 +1,2% -2,9%
. Stoxx-600 386,91 +3,85 +1,0% -0,6%
Frankfurt XETRA-DAX 12.724,27 +119,38 +0,9% -1,5%
London FTSE-100 London 7.701,77 +23,57 +0,3% -0,6%
Paris CAC-40 Paris 5.465,53 +67,13 +1,2% +2,9%
Amsterdam AEX Amsterdam 559,18 +6,33 +1,1% +2,7%
Athen ATHEX-20 Athen 2.044,29 +53,70 +2,7% -1,9%
Brüssel BEL-20 Bruessel 3.809,22 +45,01 +1,2% -4,2%
Budapest BUX Budapest 35.952,68 +595,85 +1,7% -8,7%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.285,86 +49,49 +1,2% +9,4%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 121.786,95 -1861,60 -1,5% -13,6%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 990,98 +12,89 +1,3% -3,3%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.468,66 +48,83 +0,9% +2,4%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.632,40 +166,90 +1,8% -4,1%
Mailand FTSE-MIB Mailand 22.109,55 +325,37 +1,5% -0,8%
Moskau RTS Moskau 1.169,55 +6,57 +0,6% +1,3%
Oslo OBX Oslo 807,30 +4,63 +0,6% +8,7%
Prag PX Prag 1.081,04 +4,94 +0,5% +0,3%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.569,51 +19,57 +1,3% -0,5%
Warschau WIG-20 Warschau 2.190,26 +33,19 +1,5% -11,0%
Wien ATX Wien 3.357,10 -5,36 -0,2% -2,7%
Zürich SMI Zuerich 8.618,54 +161,59 +1,9% -8,1%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:30 Do, 17.39 % YTD
EUR/USD 1,1676 -0,14% 1,1678 1,1673 -2,8%
EUR/JPY 127,78 +0,46% 127,43 126,92 -5,5%
EUR/CHF 1,1521 -0,04% 1,1537 1,1487 -1,6%
EUR/GBP 0,8740 -0,64% 0,8794 1,1390 -1,7%
USD/JPY 109,46 +0,62% 109,11 108,75 -2,8%
GBP/USD 1,3358 +0,50% 1,3281 1,3295 -1,1%
Bitcoin
BTC/USD 7.436,51 -1,8% 7.523,52 7.571,60 -45,6%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,67 -0,69 -0,05
Deutschland 10 Jahre 0,38 0,34 -0,06
USA 2 Jahre 2,46 2,43 0,57
USA 10 Jahre 2,89 2,86 0,48
Japan 2 Jahre -10,81 -0,15 -10,67
Japan 10 Jahre -4,83 0,03 -4,88

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,45 67,04 -0,9% -0,59 +11,2%
Brent/ICE 76,44 77,56 -1,4% -1,12 +17,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.297,49 1.298,30 -0,1% -0,82 -0,4%
Silber (Spot) 16,47 16,44 +0,2% +0,03 -2,8%
Platin (Spot) 906,65 906,50 +0,0% +0,15 -2,5%
Kupfer-Future 3,09 3,07 +0,7% +0,02 -7,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/raz

END) Dow Jones Newswires

June 01, 2018 12:01 ET ( 16:01 GMT)

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