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MÄRKTE EUROPA/Kaufwelle in Zyklikern treibt DAX - Conti rollen voran

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Ein Run in konjunkturabhängige Aktien treibt Europas Börsen am Dienstagmittag weiter an. Der DAX mit seinen Autowerten und Zulieferern steigt um 1,5 Prozent auf 12.469 Punkte, angeführt von Conti, die trotz einer Gewinnwarnung an der Spitze der Gewinnerliste stehen. Der weniger zyklische Euro-Stoxx-50 zieht um 1 Prozent auf 3.525 Punkte an. Händler haben gleich ein ganzes Bündel an Gründen für die neu erwachte Risikobereitschaft parat.

Zum einen wollen China und die USA in der kommenden Woche wieder über eine Lösung des Handelsstreits verhandeln. Daneben setzt der Markt auf eine lockerere Geldpolitik in der Eurozone, die in der Zentralbank-Sitzung am Donnerstag zumindest angekündigt werden könnte. In den USA hat sich US-Präsident Donald Trump mit dem Kongress auf ein Vermeiden einer neuen Haushaltssperre geeinigt. Und schließlich steigt der chinesische Konzern Beijing Automotive Group (Baic) mit 5 Prozent bei Daimler ein.



Autosektor gesucht - Gabelstapler gedrückt


Für Conti geht es um 5,3 Prozent nach oben. Ganz überraschend kommt die Gewinnwarnung offensichtlich nicht - Hauck & Aufhäuser nannte den alten Ausblick bereits ambitioniert. Warburg hat das Kursziel zwar gesenkt, mit 175 Euro liegt es aber nach wie vor deutlich über dem aktuellen Kurs. Trotz der gegenwärtigen Schwäche in der Branche schätzen die Warburg-Analysten die gute strategische Positionierung, das mittelfristige Umsatzwachstum und das Margenpotenzial.

Der europäische Stoxx-Index der Autohersteller und der Autozulieferer schießt um 3,8 Prozent nach oben. Gestützt wird die Stimmung für die Branche auch von starken Zahlen des Zulieferes Faurecia, für den es um 9 Prozent nach oben geht. Daimler gewinnen mit dem Einstieg des chinesischen Partners 3,9 Prozent. BMW legen um 4,5 Prozent zu, Morgen Stanley hat die Aktien auf Übergewichten angehoben. Bei den deutschen Zulieferern zeigen sich auch Hella mit einem Plus von gut 6 Prozent sehr stark, und Schaeffler gewinnen 5,8 Prozent.

Dagegen geht es für Dürr nach Herunterstufungen um 3,2 Prozent nach unten. Nachdem Dürr bereits die Prognose gesenkt hatte, folgte die Tochter Homag noch am späten Montagabend. "Es war bekannt, dass das China-Geschäft nicht mehr so brummt", kommentiert ein Marktteilnehmer. Homag bleiben mit plus 0,5 Prozent hinter dem Markt zurück.

Stark unter Druck stehen auch die Aktien des Gabelstaplerhersellers Jungheinrich mit einem Minus von 8,6 Prozent. Nachdem die Nachfrage, vor allem im Juni, nahezu weggebrochen ist, und dies im zweiten Halbjahr anhalten könnte, kappte Jungheinrich die Prognose. Die Entwicklung kommt aber auch bei Jungheinrich nicht ganz unerwartet. "Wir hatten die Anleger vor dem Risiko gewarnt", heißt es von den Jefferies-Analysten. Die Aktie des Mitbewerbers Kion fällt um 4 Prozent zurück.



Eckert & Ziegler zweistellig im Plus - auch AMS mit neuer Prognose


Eckert & Ziegler hat die Gewinnprognose angehoben - die Aktie quittiert dies mit Aufschlägen von 12 Prozent auf den neuen Rekordkurs von 116 Euro. Das Medizintechnikunternehmen plant jetzt mit 4 Euro Gewinn je Aktie nach 3,50 Euro bisher.

Nach starken Zahlen und einem noch stärkeren Ausblick steigen AMS 4,4 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge im zweiten Quartal ist mit 12 Prozent klar über der Konsensschätzung von 10 Prozent ausgefallen, merkt Hauck & Aufhäuser an. Positiv heben die Analysten auch die Cashflow-Entwicklung hervor. Daneben habe das Unternehmen einen "Knallerausblick" auf das dritte Quartal geliefert. AMS stellt Erlöse von 600 bis 640 Millionen Dollar in Aussicht, die Markterwartung liegt bislang bei 510 Millionen Dollar.

Auch bei der Schweizer Logitech läuft das Geschäft gut. Das Unternehmen profitiert von einer starken Nachfrage nach Technik-Zubehör, insbesondere für Tablets und Videokonferenzen. Der Kurs gewinnt 6 Prozent.

Bei den Banken steigen Santander um 3,1 Prozent. Während das Geschäft von Santander in Brasilien brummt, verläuft es am spanischen Heimatmarkt oder in Großbritannien eher schleppend. Alles in allem wurde die Markterwartung aber übertroffen, die Kernkapitalquote zugleich leicht gesteigert. UBS kommen auf ein Plus von 2,1 Prozent. Die Schweizer haben für das zweite Quartal einen Gewinn von 1,39 Milliarden Dollar erzielt, etwa ein Drittel mehr als erwartet. Allerdings hat die Entwicklung im Wealth Management nicht ganz überzeugt.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.524,56 0,99 34,64 17,43
Stoxx-50 3.217,86 0,83 26,61 16,59
DAX 12.472,79 1,49 183,39 18,13
MDAX 26.074,07 0,84 218,37 20,78
TecDAX 2.919,16 0,87 25,15 19,14
SDAX 11.068,17 0,72 79,18 16,39
FTSE 7.561,65 0,62 46,72 11,69
CAC 5.604,01 0,66 37,00 18,46

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,35 -0,01 -0,59
US-Zehnjahresrendite 2,05 0,00 -0,63

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.25 Uhr Do, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1181 -0,25% 1,1192 1,1222 -2,5%
EUR/JPY 120,90 -0,03% 120,99 120,99 -3,9%
EUR/CHF 1,0991 -0,16% 1,1011 1,1074 -2,4%
EUR/GBP 0,8978 -0,06% 0,8988 0,8987 -0,2%
USD/JPY 108,13 +0,22% 108,10 107,81 -1,4%
GBP/USD 1,2456 -0,18% 1,2451 1,2488 -2,4%
Bitcoin
BTC/USD 9.905,50 -3,47% 10.092,50 10.406,81 +166,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,17 56,22 -0,1% -0,05 +17,4%
Brent/ICE 63,11 63,26 -0,2% -0,15 +14,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.419,40 1.424,94 -0,4% -5,54 +10,7%
Silber (Spot) 16,42 16,37 +0,3% +0,05 +6,0%
Platin (Spot) 846,74 848,00 -0,1% -1,26 +6,3%
Kupfer-Future 2,71 2,72 -0,5% -0,01 +2,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/raz

END) Dow Jones Newswires

July 23, 2019 06:41 ET ( 10:41 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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