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MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert nach Quartalszahlen mit Licht und Schatten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Nach einer erneut turbulenten Woche haben die europäischen Börsen am Freitag wenig verändert geschlossen. Der DAX stieg um 0,3 Prozent auf 12.260 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stabilisierte sich mit einem kleinen Minus von 0,1 Prozent bei 3.480 Punkten. Weiterhin bewegte die Anleger die Geldpolitik der Notenbanken. In der kommenden Woche trifft sich zunächst die EZB, in der Woche darauf die US-Notenbanker. Dabei ist die große Frage, ob die US-Notenbank den großen Wurf wagt und die Leitzinsen gleich um 50 Basispunkte senkt, oder ob sie den kleinen Schritt vorzieht.



Gold auf Jahreshoch


Die Analysten der DZ Bank haben die Goldpreisprognose erhöht. Auf Sicht von zwölf Monaten erwarten sie nun einen Preisanstieg auf 1.600 Dollar je Feinunze statt 1.275 Dollar bisher. "Gold erwacht aus seinem Dornröschenschlaf", sagt DZ-Analyst Gabor Vogel. Er sieht im Wesentlichen drei Gründe für weiter steigende Goldnotierungen: die Wende zu einer schon wieder lockereren Geldpolitik, das steigende Investoreninteresse und Käufe der Zentralbanken. Investoren steuerten verstärkt den Goldmarkt an - nicht nur wegen der veränderten Zinserwartung, sondern auch wegen der vorhandenen globalen Risiken und der schon hoch bewerteten Aktienmärkte.



Munich Re mit Milliardengewinn


Wichtigster Impulsgeber war am Freitag die Berichtssaison. Die Geschäftszahlen der Munich Re stimmten optimistisch, nachdem aus dem DAX jüngst BASF, Daimler und auch SAP enttäuscht hatten. Munich Re kletterten um 1,3 Prozent. Der Rückversicherungskonzern stellte für das zweite Quartal einen Gewinn von rund 1 Milliarde Euro in Aussicht. Geringere Großschäden und eine hohe Auflösung von Reserven hätten dazu beigetragen. Die Ziele sähen nun zunehmend konservativ aus, hieß es bei der Citi, die mit steigenden Konsensprognosen rechnet. Der Wirecard-Kurs rückte um 5,5 Prozent vor. Der Konzern arbeitet künftig mit Aldi im Bereich bargeldlose Zahlungssysteme zusammen. "Das ist ein großer neuer Schlüsselkunde", so ein Händler.

Enttäuscht hatte dagegen die Software AG, die Aktie brach um fast 12 Prozent auf den tiefsten Stand seit Februar 2016 ein. Das Zahlenwerk wirke zwar auf den ersten Blick wie im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, den Ausblick für die digitale Plattform habe das Unternehmen aber gesenkt. Nun würden hier sogar fallende Umsätze für möglich gehalten, hieß es im Handel. Nach der herben Gewinnwarnung am Vortag verlor die Aktie von Heidelberger Druck weitere 11,8 Prozent.



Publicis enttäuscht beim Wachstum


Publicis stürzten um 6,5 Prozent ab. Der französische Werbekonzern rechnet nun nicht mehr mit einer Beschleunigung des Wachstums, sondern mit einer Stagnation. Das Unternehmen verwies auf eine interne Transformation. "Problematischer ist aber die andere Begründung", so ein Händler: Die Kunden stünden unter Druck, Budgets zu kürzen. WPP sanken im Sog um 2,2 Prozent.

Aston Martin stiegen um 1,8 Prozent auf knapp 10 Pfund. Der Großaktionär Strategic European Investment Group will seinen Anteil aufstocken. Dazu will er 6,8 Millionen Aktien für 10 Pfund das Stück übernehmen. Die Gruppe gehört der italienischen Investindustrial. Sie besitzt bisher knapp 31 Prozent an Aston Martin. Der Aktienkurs des Luxusautokonzerns hat sich seit dem Börsengang im vergangenen Oktober etwa halbiert.

AB Inbev profitierten mit einem Plus von 5,5 Prozent vom Verkauf des Australien-Geschäfts an die japanische Asahi. Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass der Brauereikonzern den kürzlich abgesagten Börsengang seines Asien-Geschäfts nun doch noch verwirklicht.

Sartorius rückten um 3,6 Prozent vor auf das Rekordhoch von 191,30 Euro. Das Biopharmazie-Unternehmen hat im zweiten Quartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet und deshalb die Prognose erhöht.




. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.480,18 -2,65 -0,1% +16,0%
. Stoxx-50 3.186,63 -0,38 -0,0% +15,5%
. Stoxx-600 387,25 +0,45 +0,1% +14,7%
Frankfurt XETRA-DAX 12.260,07 +32,22 +0,3% +16,1%
London FTSE-100 London 7.508,70 +15,61 +0,2% +11,4%
Paris CAC-40 Paris 5.552,34 +1,80 +0,0% +17,4%
Amsterdam AEX Amsterdam 571,84 +0,28 +0,0% +17,2%
Athen ATHEX-20 Athen 2.151,12 -5,67 -0,3% +33,7%
Brüssel BEL-20 Bruessel 3.652,42 +31,71 +0,9% +12,6%
Budapest BUX Budapest 41.707,26 +424,80 +1,0% +6,6%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 3.911,31 +25,63 +0,7% +6,1%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 128.618,42 +381,49 +0,3% +12,5%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 998,17 -4,29 -0,4% +12,0%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.220,59 -18,36 -0,4% +10,0%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.170,50 -55,20 -0,6% +7,4%
Mailand FTSE-MIB Mailand 21.641,46 -449,35 -2,0% +20,6%
Moskau RTS Moskau 1.351,09 +1,33 +0,1% +26,7%
Oslo OBX Oslo 797,98 +2,31 +0,3% +7,9%
Prag PX Prag 1.067,41 +3,54 +0,3% +8,2%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.605,42 +28,01 +1,8% +14,0%
Warschau WIG-20 Warschau 2.344,03 +22,62 +1,0% +3,0%
Wien ATX Wien 2.948,87 -5,03 -0,2% +7,7%
Zürich SMI Zuerich 9.937,03 -73,12 -0,7% +17,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,33 -0,02 -0,57
US-Zehnjahresrendite 2,04 0,02 -0,64

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7:41 Uhr Do, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1225 -0,46% 1,1257 1,1222 -2,1%
EUR/JPY 120,93 -0,03% 121,16 120,99 -3,8%
EUR/CHF 1,1024 -0,39% 1,1076 1,1074 -2,1%
EUR/GBP 0,8980 -0,06% 0,8983 0,8987 -0,2%
USD/JPY 107,73 +0,43% 107,64 107,81 -1,7%
GBP/USD 1,2500 -0,39% 1,2532 1,2488 -2,1%
Bitcoin
BTC/USD 10.363,75 -2,21% 10.452,50 10.406,81 +178,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,06 55,30 -0,4% -0,24 +15,7%
Brent/ICE 62,04 61,93 +0,2% 0,11 +12,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.427,66 1.446,40 -1,3% -18,75 +11,3%
Silber (Spot) 16,15 16,35 -1,2% -0,20 +4,2%
Platin (Spot) 847,24 854,50 -0,8% -7,26 +6,4%
Kupfer-Future 2,75 2,71 +1,3% +0,04 +3,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

July 19, 2019 11:55 ET ( 15:55 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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