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MÄRKTE EUROPA/Kleines Minus - Auto-Sektor weiter im Fokus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen haben am Donnerstag etwas leichter geschlossen. Im Handel war von Gewinnmitnahmen bei einer anhaltend guten Stimmung die Rede. Für etwas Zurückhaltung sorgten schwache Wirtschaftsdaten aus China. Daneben berichtete Bloomberg, auf chinesischer Seite gebe es Zweifel, ob mit US-Präsident Donald Trump ein langfristiges Handelsabkommen erreicht werden könne. Jedoch gehen Analysten ohnehin nicht von einer Lösung des Konflikts, sondern nur von einer Waffenruhe, aus.

Keine großen Akzente setzte derweil die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank vom Vorabend. Die Fed hat wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt, zugleich hat US-Notenbankpräsident Jerome Powell eine Pause bei den Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 12.867 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 3.604 Punkte nach unten.

Rohstoffaktien gaben deutlicher nach mit Abgaben von 1,4 Prozent. Hier machten sich auch die China-Daten bemerkbar. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im Oktober mit 49,3 weiter unter der Expansionsschwelle von 50 und hat zudem die Prognose von 49,8 verfehlt. Rio Tinto gaben um 1,2 Prozent nach oder BHP um 1,1 Prozent.


Peugeot gilt als der Verlierer einer Fusion mit Fiat

Weiter Topthema im Markt waren die Fusionspläne zwischen Fiat Chrysler und Peugeot PSA. Der Deal ist nun offiziell, die Anleger sehen ihn aber differenzierter als am Vortag: Einem Kursplus von 8,2 Prozent bei Fiat Chrysler stand ein Minus von 12,9 Prozent von Peugeot PSA gegenüber. Jefferies schätzt, dass Peugeot eine bereinigte Prämie von 32 Prozent zahle, um die Kontrolle über Fiat zu erlangen. Für die Aktionäre des französischen Autokonzerns bedeute dies ein größeres Risiko.

Zulieferer und nun auch Autobauer standen angesichts der Fiat-Peugeot-Fusion weiter unter Druck. Eine Megafusion im Sektor könnte den Wettbewerbs- und Preisdruck erhöhen. Schaeffler verloren 2,9 Prozent, Continental 1,2 Prozent, Valeo 1,4 Prozent und Infineon 2,6 Prozent. Für BMW ging es um 0,8 Prozent nach unten, Daimler verloren 1,3 Prozent und VW sogar 2,2 Prozent: Bei den Wolfsburgern drückten zusätzlich schwächere Umsätze und fallende Margen bei der Tochter Audi.

Zalando (minus 6,9 Prozent) lieferte den Aktionären im dritten Quartal operativ schwarze Zahlen, die Aktie stand trotzdem unter Druck. Das Unternehmen hat unter dem Strich den Verlust reduziert und den Umsatz signifikant gesteigert. Etwas negativ kam an, dass das Unternehmen die Prognose nicht angehoben hat. Auch sorgen sich die Anleger wegen der möglichen Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Reduktion des CO2-Fußabdrucks. Zudem litt die Aktie unter Gewinnmitnahmen.

Delivery Hero verloren nach Zahlen 4,7 Prozent. Ein Händler verwies als Belastungsfaktor auf Analysten-Kommentare, laut denen das Unternehmen zukünftig die Investitionen auf Kosten der Profitabilität erhöhen möchte.

Bayer schlossen dagegen 3,4 Prozent im Plus. Im Handel wurde auf einen wachsenden Optimismus wegen der Glyphosat-Klagen verwiesen. So sieht etwa die DZ Bank gute Chancen auf einen Prozessvergleich bis Ende 2019/Anfang 2020. Nach schwächeren Zahlen gaben Befesa um 2,5 Prozent nach.

Im dritten Quartal ist der Umsatz bei Rational um 9,4 Prozent gestiegen, was laut der Commerzbank den Erwartungen entspricht. Dagegen habe die Ertragsentwicklung des Großküchenanbieters überrascht. Das EBIT habe sich um 19,9 Prozent erhöht und damit deutlich über der Konsenserwartung gelegen. Für die Aktie ging es um 5,2 Prozent nach oben.


Sanofi bestätigt nur die Prognose - Swiss Re setzt Aktienrückkäufe aus

Sanofi verloren nach Geschäftszahlen 2,8 Prozent. Der Pharmakonzern hat solide Ergebnisse vorgelegt. Vermutlich störten sich die Anleger an der Entwicklung des China-Geschäfts. Dort rechnen die Franzosen mit einem Umsatzrückgang. Auch glaubt die Citigroup, dass die nur bestätigte Prognose am Markt für eine gewisse Verstimmung sorgte.

Trotz guter Zahlen ging es für Shell kräftig um 4,1 Prozent nach unten. Belastend wirkten Aussagen des Ölkonzerns, wonach unklar sei ob das eigentlich bis Ende 2020 laufende 25 Milliarden US-Dollar schwere Aktienrückkaufprogramm tatsächlich vollständig umgesetzt wird. Nach Einschätzung der Citigroup ist der niedrige Ölpreis ursächlich für die Probleme.

Swiss Re verloren 0,8 Prozent. Vontobel sprach von insgesamt schwächeren Zahlen. Zudem störten sich die Anleger auch an der Tatsache, dass der Rückversicherer das Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt hat.



. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.604,41 -15,88 -0,4% +20,1%
. Stoxx-50 3.267,22 -21,95 -0,7% +18,4%
. Stoxx-600 396,75 -1,95 -0,5% +17,5%
Frankfurt XETRA-DAX 12.866,79 -43,44 -0,3% +21,9%
London FTSE-100 London 7.248,38 -82,40 -1,1% +9,0%
Paris CAC-40 Paris 5.729,86 -36,00 -0,6% +21,1%
Amsterdam AEX Amsterdam 576,63 -4,98 -0,9% +18,2%
Athen ATHEX-20 Athen 2.189,02 +17,12 +0,8% +36,1%
Brüssel BEL-20 Bruessel 3.763,25 -4,06 -0,1% +16,0%
Budapest BUX Budapest 42.159,58 -637,12 -1,5% +7,7%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.092,37 -41,36 -1,0% +11,1%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 121.366,87 -357,93 -0,3% +6,1%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 1.050,61 -8,54 -0,8% +17,8%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.111,03 +8,59 +0,2% +8,2%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.257,50 -27,00 -0,3% +8,4%
Mailand FTSE-MIB Mailand 22.693,77 +47,69 +0,2% +23,6%
Moskau RTS Moskau 1.422,92 -8,98 -0,6% +33,5%
Oslo OBX Oslo 824,36 -8,60 -1,0% +11,5%
Prag PX Prag 1.050,87 -11,01 -1,0% +6,5%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.733,68 -13,13 -0,8% +23,1%
Warschau WIG-20 Warschau 2.194,10 -33,28 -1,5% -3,6%
Wien ATX Wien 3.139,59 -31,62 -1,0% +14,9%
Zürich SMI Zuerich 10.219,82 -35,13 -0,3% +21,2%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.06 Uhr Mi, 17:13 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1148 -0,04% 1,1163 1,1121 -2,8%
EUR/JPY 120,42 -0,78% 121,30 121,09 -4,2%
EUR/CHF 1,1001 -0,29% 1,1021 1,1021 -2,3%
EUR/GBP 0,8615 -0,33% 0,8635 0,8641 -4,3%
USD/JPY 108,03 -0,71% 108,68 108,88 -1,5%
GBP/USD 1,2941 +0,28% 1,2929 1,2871 +1,4%
USD/CNH (Offshore) 7,0495 +0,06% 7,0328 7,0549 +2,6%
Bitcoin
BTC/USD 9.257,76 +0,41% 9.122,76 9.061,01 +148,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,06 55,06 -1,8% -1,00 +11,7%
Brent/ICE 60,15 60,61 -0,8% -0,46 +8,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.511,83 1.495,79 +1,1% +16,04 +17,9%
Silber (Spot) 18,04 17,86 +1,0% +0,18 +16,4%
Platin (Spot) 932,46 925,44 +0,8% +7,02 +17,1%
Kupfer-Future 2,64 2,69 -1,9% -0,05 -0,4%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

October 31, 2019 13:02 ET ( 17:02 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +3,00
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PKT +3,64
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