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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - britische Einzelhändler leiden

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa tendieren am Donnerstagmittag etwas leichter. Nach der Aufwärtsbewegung der ersten vier Handelstage das Jahres ist nun erst einmal Abwarten angesagt. Neue Impulse werden von der Berichtssaison erwartet. Für die Banken könnte es am Freitag interessant werden, wenn Wells Fargo und JP Morgan ihre Zahlen vorlegen. Einige Wettbewerber hatten jüngst von einem leicht enttäuschenden Handelsgeschäft berichtet.

Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 13.259 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,1 Prozent auf 3.606 Punkte nach. Gegen den Trend geht es für die Börse in Mailand um 0,2 Prozent nach oben. Hier wird positiv gewertet, dass knapp zwei Monate vor der Parlamentswahl in Italien die populistische Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) ihre Haltung zum Euro geändert hat. Anstelle eines Referendums über einen Austritt aus der Gemeinschaftswährung trete die Partei nun für Änderungen der Eurozonen-Regeln ein, sagte Spitzenkandidat Luigi Di Maio.

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Covestro von Platzierung belastet - DAX lockt

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In der zweiten Reihe stehen Covestro im Blick, der Kurs verliert zwar gut 1 Prozent auf 87,52 Euro. Das ist aber ein geringer Abschlag angesichts einer neuerlichen Platzierung durch Bayer. 21 Millionen Aktien wurden zu 86,25 Euro je Stück verkauft, entsprechend einem Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Laut Händlern verlief die Platzierung sehr gut. Bayer hält nun noch 14,2 Prozent an Covestro.

Übergeordnet steigt damit die Wahrscheinlichkeit auf eine Aufnahme von Covestro in den DAX als Ersatz für Prosieben. "Mit jeder Platzierung wird das wahrscheinlicher", sagt ein Händler. Nun gilt sogar eine außerordentlich schnelle Aufnahme als möglich, vielleicht schon im Juni, also vor dem offiziellen regulären DAX-Überprüfungstermin im September.

Der Zinsrückgang an den Anleihemärkten sorgt für Gewinnmitnahmen bei den Bankaktien, die am Mittwoch zu den größten Kursgewinnern zählten. Deutsche Bank fallen um 1,4 Prozent und Commerzbank um 0,1 Prozent. Bei den europäischen Stoxx-Branchenindizes gibt der Banken-Index 0,2 Prozent ab. Größter DAX-Verlierer sind SAP, die um 1,7 Prozent nachgeben. Morgan Stanley hat SAP auf "Equalweight" von "Overweight" gesenkt.

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Ausverkauf bei britischen Einzelhändlern

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Den schwächsten Sektor in Europa stellen die Einzelhändler, sie geben im Schnitt um 1 Prozent nach. Hier belasten vor allem die britischen Werte, so verlieren Marks & Spencer 6,6 und Tesco 4,5 Prozent nach wenig überzeugenden Zwischenberichten. "Insgesamt hatte man nach der starken Weihnachtssaison und den übertriebenen Ängsten vor Verlusten an den Online-Handel doch etwas mehr erwartet", sagt ein Händler. So sei bei Marks & Spencer der Erfolg der Turnaround-Strategie noch immer unsicher, auch wenn die Zahlen leicht über den geringen Erwartungen lägen, urteilen die Analysten von Liberum. Bei Tesco wurde unter anderem kritisiert, dass das Unternehmen lediglich mitteilt habe, die Ziele für das Geschäftsjahr 2018 erreichen zu wollen und man bei den Restrukturierungsbemühungen auf gutem Wege sei.

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Hella erfüllt hohe Erwartungen - Südzucker erholt

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Mit starken Geschäftszahlen zum zweiten Quartal habe Hella die Erwartungen übertroffen, heißt es bei Hauck & Aufhäuser (H&A). Das Kerngeschäft habe von der Markteinführung neuer Produkte und der hohen Nachfrage nach innovativen Beleuchtungs- und Elektroniklösungen profitiert. Die Anlagestory werde dadurch weiter unterfüttert.

Positiv werden auch die Zahlen von Südzucker gewertet. Der Konzern hat die Erwartungen an die Quartalszahlen geschlagen und den Umsatzausblick erhöht. Nach dem jüngsten Rückschlag erholt sich der Kurs um 0,3 Prozent.

Richemont legen nach neuen Zahlen 1,2 Prozent zu. "Das verbesserte Wachstum in Asien dürfte gut ankommen, andererseits sind die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt worden", sagt ein Händler. Bei den Umstufungen stehen auch Fraport im Blick. Die UBS hat die Aktie um zwei Stufen angehoben, auf "Kauf" von "Verkauf". Fraport ziehen um 3 Prozent an.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.605,66 -0,12 -4,17 2,90
Stoxx-50 3.244,59 -0,06 -1,81 2,10
DAX 13.258,86 -0,17 -22,48 2,64
MDAX 26.904,39 -0,18 -47,79 2,69
TecDAX 2.659,31 0,36 9,54 5,15
SDAX 12.341,52 -0,02 -2,67 3,82
FTSE 7.755,03 0,08 6,52 0,79
CAC 5.501,80 -0,05 -2,88 3,56

Bund-Future 161,42 0,10 -0,22

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Mi, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1943 +0,01% 1,1942 1,1971 -0,6%
EUR/JPY 133,33 -0,17% 133,56 133,39 -1,4%
EUR/CHF 1,1693 -0,19% 1,1716 1,1710 -0,2%
EUR/GBP 0,8863 +0,11% 0,8854 1,1292 -0,3%
USD/JPY 111,65 -0,16% 111,83 111,41 -0,9%
GBP/USD 1,3475 -0,10% 1,3488 1,3518 -0,3%
Bitcoin
BTC/USD 13.410,00 -7,20% 13.659,96 14.565,74 -6,64

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,96 63,57 +0,6% 0,39 +5,9%
Brent/ICE 69,48 69,20 +0,4% 0,28 +4,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.318,50 1.316,85 +0,1% +1,65 +1,2%
Silber (Spot) 17,01 16,98 +0,2% +0,04 +0,5%
Platin (Spot) 977,25 971,40 +0,6% +5,85 +5,1%
Kupfer-Future 3,23 3,22 +0,2% +0,01 -1,8%
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DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

January 11, 2018 06:46 ET (11:46 GMT)

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