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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Wien von Politikskandal gebremst

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Knapp behauptet gehen die europäischen Aktienmärkte in den Montag. Der DAX fällt gegen 9.40 Uhr um 0,2 Prozent auf 12.223 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um knapp 0,3 Prozent nach auf 3.416 Punkte. Während Ölaktien steigen und Halbleitertitel fallen, stehen in Wien Erste Group unter Druck und in London Ryanair.

Wir sind aktuell in einem volatilen Seitwärtsmarkt gefangen", sagt Thomas Altmann von QC Partners zum Gesamtmarkt. "Für einen massiven Ausverkauf müsste eines der vielen politischen Risiken tatsächlich eintreten, für einen nachhaltigen Kursanstieg müssten die politischen Risiken geringer werden", sagt er. Derzeit hielten sich die Anleger sowohl mit Neuengagements als auch mit Verkäufen zurück.

Fester im Markt liegen die Aktien der Ölkonzerne und der Versorger. Der Index der Öl- und Gaswerte steigt um 0,7 Prozent, der Index der Versorger um 0,4 Prozent. Nachdem US-Präsident Donald Trump Iran für den Fall eines Kriegs mit der Vernichtung gedroht hat, ziehen die Ölpreise weiter an und markieren die höchsten Stände seit Ende April. Marktteilnehmer verweisen dazu aber auch darauf, dass Saudi-Arabien die Förderung erst einmal nicht hochfahren will. Auf einem Treffen von Ölstaaten am Samstag sei über eine Verlängerung der Drosselung in die zweite Jahreshälfte hinein gesprochen worden, sagte der saudische Öl-Minister.

Auch gegen Europa schlägt Trump weiterhin aggressive Töne an. "Die Europäische Union behandelt uns, würde ich sagen, schlechter als China uns behandelt", sagte Trump am Freitag.



Politische Börse in Wien - Strabag fester


Im Blick steht mit der Strache-Krise in Österreich die Wiener Börse. Nach nur anderthalb Jahren im Amt ist die rechtskonservative Regierung durch die Veröffentlichung eines Enthüllungsvideos geplatzt und Vizekanzler Strache zurückgetreten. Der ATX-Prime verliert 0,6 Prozent. Zumindest nehme die Unsicherheit über die politische Zukunft des Landes mit den nun wahrscheinlichen Neuwahlen im September zu, heißt es am Markt.

Während Erste Group mit einem Minus von 4,7 Prozent die Verliererliste anführen, steigen Strabag um 1,2 Prozent. Strabag hat Untersuchungen gefordert, ob die rechts gerichtete Regierungspartei FPÖ wie von Vizekanzler Heinz-Christian Strache angekündigt, Strabag tatsächlich um Aufträge betrogen hat.

Der Euro gibt weiter nach auf 1,1153 Dollar. Er ist damit nicht mehr weit entfernt vom Jahrestief bei 1,1111 von Ende April.



Halbleiteraktien leiden unter Huawei


Halbleiteraktien leiden unter den Sanktionen der USA gegen Huawei. STMicro brechen um 4,2 Prozent ein, ASML verlieren 2,4 Prozent und Infineon 3,9 Prozent. Mit dem Boykott von Huawei durch die USA könnte den Chipherstellern ein wichtiger Kunde wegfallen, heißt es.

Ryanair verlieren derweil 5,8 Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März litt die Profitabilität unter einem Rückgang der durchschnittlichen Ticketpreise und Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kauf der österreichischen Gesellschaft Lauda anfielen. Und im neuen Geschäftsjahr belastet das Flugverbot der Boeing 737 Max voraussichtlich die Ertragslage.

Im Rahmen der Erwartungen liegen die Zahlen von Grand City Properties. Der Kurs notiert unverändert.

Für Kursbewegungen sorgen Dividendenabschläge. Von den größeren Unternehmen schütten am Montag Fresenius, Generali, Eni und Intesa Sanpaolo ihre Gewinnbeteiligungen aus.

DJG/hru/gos

END) Dow Jones Newswires

May 20, 2019 03:58 ET ( 07:58 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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