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MÄRKTE EUROPA/Leichte Abgaben - Unternehmenszahlen im Blick

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen haben am Donnerstag nach volatilem Verlauf mit kleineren Verlusten geschlossen. Trotz der Stabilisierungsansätze verhielten sich die Anleger weiterhin zurückhaltend. Es belastete die rasant steigende Zahl der Coronavirus-Infizierten. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 11.000 Fälle binnen eines Tages gestiegen. Damit ist abzusehen, dass es vermehrt zu lokalen Lockdowns kommen wird und die Wirtschaft damit einen weiteren Dämpfer erhält.

Der DAX verlor 0,1 Prozent auf 12.543 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent auf 3.171 Punkte nach unten. In den USA dreht sich immer mehr um die Präsidentschaftswahl Anfang November. Ob es dort bis dahin zumindest ein kleines Fiskalpaket geben wird, ist weiter ungewiss. In den Fokus rückt nun die zweite TV-Debatte zwischen Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden in der Nacht zum Freitag. Trump liegt in den Umfragen weit abgeschlagen hinter Biden.


Hermes kehrt auf Wachstumspfad zurück

Nach starken Drittquartalszahlen legten Hermes an der Pariser Börse um 1,6 Prozent zu. Der Luxuskonzern ist wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt und setzt damit einen positiven Sektorimpuls. Die Umsätze stiegen bereinigt um 7 Prozent - Citigroup hatte ein Minus von 3 Prozent erwartet und der Konsens eine Nullrunde. Nach Einschätzung der Citigroup unterstreichen die Zahlen die Stärke der Marke sowie eine zunehmende Polarisierung zwischen Gewinnern und Verlierern. Kering, die am Abend Zahlen vorlegen, gaben dagegen um 0,7 Prozent nach.

IAG gewannen nach Zahlen 4,3 Prozent. Die International Consolidated Airlines Group ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und hat aufgrund des "aktuell unsicheren Umfelds" die Flugkapazität für das vierte Quartal runtergefahren. Positiv hob Davy die Liquidität von 9,3 Milliarden Euro hervor. Wichtigster Punkt für eine Erholung sei ein Kickstart bei den Transatlantikflügen im Falle einer Lockerung bei Quarantäneregelungen bzw bei mehr Tests.

Schneider Electric legten um 2,1 Prozent zu. Die Umsatzentwicklung hat sich laut Berenberg trotz des schwierigen Konjunkturumfelds mit einem organischen Wachstum um 1,3 Prozent im dritten Quartal recht bemerkenswert gestaltet. Die Analysten und der Markt hatten mit einem organischen Umsatzrückgang um 6 Prozent gerechnet.

Das Nichterreichen des Margenziels für das dritte Quartal hat STMicroelectronics (minus 1,0 Prozent) laut Citigroup mit einer robusten Unternehmensprognose für den Umsatz im vierten Quartal kompensiert. Unilever gewannen 0,1 Prozent. Das Wachstum sei auch im dritten Quartal von der coronabedingt erhöhten Nachfrage nach Haushalts- und Hygieneartikeln getrieben worden, so Richard Hunter, Analyst bei Interactive Investor.


Adidas könnte sich von Reebok trennen

Adidas gewannen 2,8 Prozent. Die Stimmung profitierte von einem Bericht, nach dem der Konzern die Marke Reebok verkaufen könnte. Das berichtete das Manager-Magazin. Reebok erfülle die Erwartungen schon lange nicht mehr - trotz aller Umstrukturierungsbemühungen, so ein Händler. Adidas hatte Reebok 2006 übernommen.

Continental verloren nach Zahlen 1,2 Prozent. Diese wurden insgesamt als gut eingeschätzt. Automotive Technologies habe bei der Marge aber enttäuscht, so die LBBW.

Auch der Nutzfahrzeughersteller Traton hat im dritten Quartal von einer besseren Nachfrage sowie Kostensenkungen profitiert und nach dem hohen Verlust im Halbjahr operativ einen bereinigten Millionengewinn eingefahren. Die wesentlichen Leistungsindikatoren des Quartals liegen "zum Teil deutlich über den Markterwartungen", wie die Volkswagen-Tochter bei Vorlage von Eckdaten mitteilte. Für die Titel ging es um 0,4 Prozent nach oben.

Von einer wackligen Erholung sprach ein Marktteilnehmer bei Sixt. Der Autovermieter hat im dritten Quartal von der teilweisen Aufhebung von Reisebeschränkungen und von Kostensenkungen profitiert. "Sollten Reisebeschränkungen nun zurückkommen, würde das Sixt wieder belasten", so ein Teilnehmer. Der Aktienkurs gewann 1,0 Prozent.


Vossloh erhöht die Prognose

Vossloh reagierten mit Aufschlägen von 7,8 Prozent auf vorläufige Drittquartalszahlen und einen angehobenen Jahresausblick. Das Unternehmen hat ein EBIT von 24,5 Millionen Euro erreicht, und liegt damit deutlich über der Warburg-Schätzung von 19,2 Millionen Euro. Vossloh rechnet nun für das Jahr 2020 mit einer EBIT-Marge von 7,5 bis 8,5 Prozent (bislang 7 bis 8 Prozent) und einer EBITDA-Marge von 13 bis 14 Prozent (bislang 12 bis 13 Prozent).

Eine Enttäuschung lieferte Hypoport, die Aktie brach um 18,1 Prozent ein. Der Umsatz stieg zwar in den drei Monaten um 5 Prozent auf rund 95 Millionen Euro. Das EBIT sackte den vorläufigen Zahlen zufolge allerdings um ein Fünftel auf circa 7 Millionen Euro ab. Für Adva ging es nach Geschäftszahlen dagegen um 9,5 Prozent nach oben.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.171,41 -9,29 -0,3% -15,3%
Stoxx-50 2.849,59 -3,91 -0,1% -16,3%
Stoxx-600 360,27 -0,52 -0,1% -13,4%
XETRA-DAX 12.543,06 -14,58 -0,1% -5,3%
FTSE-100 London 5.785,65 +9,15 +0,2% -23,4%
CAC-40 Paris 4.851,38 -2,57 -0,1% -18,9%
AEX Amsterdam 554,20 -3,20 -0,6% -8,3%
ATHEX-20 Athen 1.435,89 -26,61 -1,8% -37,5%
BEL-20 Brüssel 3.202,19 +0,95 +0,0% -19,1%
BUX Budapest 33.655,10 -41,63 -0,1% -27,0%
OMXH-25 Helsinki 4.366,02 -18,09 -0,4% +3,4%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.316,35 -20,54 -1,5% -5,2%
OMXC-20 Kopenhagen 1.375,53 -11,73 -0,8% +21,1%
PSI 20 Lissabon 4.139,48 -21,35 -0,5% -21,0%
IBEX-35 Madrid 6.796,60 -14,90 -0,2% -28,8%
FTSE-MIB Mailand 19.076,95 -9,00 -0,0% -18,8%
RTS Moskau 1.155,24 +11,82 +1,0% -25,4%
OBX Oslo 740,66 -8,82 -1,2% -12,2%
PX Prag 857,82 +0,11 +0,0% -23,1%
OMXS-30 Stockholm 1.816,29 -4,42 -0,2% +2,5%
WIG-20 Warschau 1.642,70 +1,28 +0,1% -23,6%
ATX Wien 2.166,41 -8,63 -0,4% -30,7%
SMI Zürich 9.999,05 +9,30 +0,1% -5,8%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 08:31 Uhr Mi, 17:04 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1822 -0,32% 1,1856 1,1872 +5,4%
EUR/JPY 123,99 -0,02% 124,04 124,00 +1,7%
EUR/CHF 1,0729 -0,03% 1,0740 1,0726 -1,2%
EUR/GBP 0,9034 +0,11% 0,9018 0,9029 +6,7%
USD/JPY 104,87 +0,29% 104,63 104,43 -3,6%
GBP/USD 1,3085 -0,45% 1,3146 1,3147 -1,3%
USD/CNH (Offshore) 6,6680 +0,40% 6,6523 6,6399 -4,3%
Bitcoin
BTC/USD 12.956,75 +0,08% 12.813,75 12.716,00 +79,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,79 40,03 +1,9% 0,76 -27,7%
Brent/ICE 42,65 41,73 +2,2% 0,92 -30,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.900,84 1.924,51 -1,2% -23,67 +25,3%
Silber (Spot) 24,54 25,06 -2,0% -0,51 +37,5%
Platin (Spot) 883,80 889,53 -0,6% -5,73 -8,4%
Kupfer-Future 3,16 3,19 -1,0% -0,03 +11,9%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

October 22, 2020 12:11 ET ( 16:11 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR -2,60
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EUR -3,60
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EUR -1,20
Advanced Optical Networking SE 7,22 +1,55%
EUR +0,11
Sixt SE St. 95,80 +0,74%
EUR +0,70
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EUR +3,30
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