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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Risikoscheu vor US-Arbeitslosenzahlen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Mit erneuten Kursverlusten sind Europas Börsen am Donnerstag in den Handel gestartet. Der DAX fällt um 1,9 Prozent auf 9.684 Punkte. Händler hatten sich bereits auf eine Fortsetzung der hochvolatilen Seitwärtsbewegung eingestellt. Sorgen macht man sich diesmal besonders beim Blick auf den Devisenmarkt und dessen Reaktion auf "explodierende" US-Arbeitslosenzahlen. "Heute kommt der Kracher", warnen die Strategen der Commerzbank bereits. Denn nun werde sich zeigen, ob der Markt schon bereit dafür sei, auch katastrophale Zahlen zu verdauen, wenn er sie als harte Fakten vor sich sieht. Der Euro-Stoxx-50 fällt um 2,4 Prozent auf 2.734 Punkte.


Markt ist hin- und hergerissen - Kreditsorgen wachsen

Der Markt ist laut Händlern hin- und hergerissen zwischen den stützenden Hilfsprogrammen einerseits und den Sorgen, dass die Krise länger dauert. "Dem Markt wird immer klarer, dass die Summe aller Hilfsprogramme weltweit illusorisch ist und gar nicht mehr finanziert werden kann", sagt ein Händler. Dazu komme der "Crowding Out"-Effekt, dass die explodierende Staatsnachfrage die Unternehmen vom Markt verdränge. Dies würde die Zinskosten der Firmen weiter nach oben treiben. Goldman Sachs sieht daher die Märkte für Unternehmensanleihen noch mitten in der Krise stecken. Deren hohe Aufschläge gegenüber Staatsanleihen belasteten auch die Aktienmärkte.


Commerzbank erwartet "Explosion" der US-Arbeitslosigkeit

Im Fokus der Märkte steht die US-Arbeitslosigkeit. Händler sprechen von einem "Lackmustest" für die Börsen. Mit einer "Explosion" bei den wöchentlichen US-Arbeitsdaten am Mittag rechnen die Devisen-Strategen der Commerzbank. Man habe zwar zunächst angesichts der vielen Fiskalpakete auf Entspannung gehofft. "Aber weit gefehlt", warnt das Devisen-Team: "Machen Sie sich heute auf etwas gefasst. Denn in den USA werden Fundamentaldaten veröffentlicht, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben". Die Erstanträge dürften auf rund 3 Millionen ansteigen, was eine Verzehnfachung zur Vorwoche sei.

Und dies sei nur "ein erster Vorgeschmack" auf die Daten der nächsten Wochen. Die Volkswirtschaften weltweit legten Vollbremsungen hin, die an "mit 200 km/h gegen die Betonwand" erinnerten. So sei das BIP in Singapur im ersten Quartal um 10,6 Prozent zum Vorquartal eingebrochen. Diese "erste Welle" an katastrophalen Daten weltweit könnte die Risikoaversion zunächst weiter treiben. Entsprechend ziehen am Morgen auch die deutschen Staatsanleihen wieder an.


Vorsicht kommt zurück an die Aktienmärkte

Fast alle DAX-Werte zeigen sich am Morgen mit Minuszeichen um die 2 bis über 3 Prozent. Besondere Schwerpunkte bei den Branchen machen Händler nicht aus, es sei eine allgemeine Risikoaversion gegenüber allen Aktienanlagen. Selbst ehemals als sicher geglaubte Immobilienwerte wie Vonovia geben um 2,5 Prozent nach. Hier belastet ein schwacher Ausblick von Hamborner REIT, die die Prognose zurückziehen und sogar mit Mietausfällen rechen. Ihre Aktien fallen um 5,6 Prozent.

Fresenius (plus 0,9 Prozent) und FMC (plus 0,7 Prozent) zeigen sich neben Eon als einzige DAX-Werte mit grünen Vorzeichen. Trotz der Coronavirus-Krise behält Fresenius seinen Ausblick für 2020 bei. Pfeiffer Vacuum geben mit minus 1 Prozent weniger als der Markt nach. Auch hier will man im Jahresverlauf weiter wachsen. Evotec und Scout24 pendeln nach Zahlen um die Nulllinie.

In Europa haben Eni und Repsol die Erwartungen am Markt getroffen. Eni geben 1,5 Prozent nach, Repsol notieren nur leicht im Minus. Der italienische Ölkonzern streicht die Investitionen zusammen, ebenso Repsol. Die Dividende lassen die Spanier aber gleich. Am Markt ist bei Ölkonzernen eingepreist, dass erst Aktienrückkäufe und die Investitionen gestrichen werden und es erst am Schluss an die Dividenden geht.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 2.734,17 -2,36 -65,97 -26,99
Stoxx-50 2.613,38 -2,06 -54,98 -23,20
DAX 9.684,32 -1,92 -189,94 -26,91
MDAX 20.661,20 -0,49 -100,84 -27,03
TecDAX 2.524,23 -0,74 -18,89 -16,28
SDAX 9.058,80 -1,01 -92,57 -27,60
FTSE 5.562,42 -2,21 -125,78 -24,58
CAC 4.334,31 -2,21 -97,98 -27,50

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:22 Uhr Mi, 17:39 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0932 +0,46% 1,0915 1,0840 -2,5%
EUR/JPY 120,61 -0,15% 120,64 120,82 -1,1%
EUR/CHF 1,0641 +0,08% 1,0631 1,0613 -2,0%
EUR/GBP 0,9176 -0,28% 0,9195 0,9176 +8,4%
USD/JPY 110,34 -0,58% 110,75 111,50 +1,4%
GBP/USD 1,1917 +0,84% 1,1868 1,1827 -10,1%
USD/CNH (Offshore) 7,1144 -0,17% 7,1174 7,1382 +2,1%
Bitcoin
BTC/USD 6.597,33 -1,48% 6.635,01 6.683,01 -8,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 23,57 24,49 -3,8% -0,92 -60,7%
Brent/ICE 26,31 27,39 -3,9% -1,08 -59,3%


METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.605,43 1.611,61 -0,4% -6,18 +5,8%
Silber (Spot) 14,30 14,34 -0,3% -0,05 -19,9%
Platin (Spot) 722,25 740,10 -2,4% -17,85 -25,2%
Kupfer-Future 2,17 2,21 -2,0% -0,05 -22,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

END) Dow Jones Newswires

March 26, 2020 04:47 ET ( 08:47 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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