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MÄRKTE EUROPA/Lustlose Erholung - es fehlen die Käufer

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Manuel Priego-Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen erholen sich bis Freitagmittag zwar von den Tagestiefs, von wirklicher Kauflaune kann jedoch keine Rede sein. "Momentan fühlen sich die Kunden bestätigt, die auf einen Rücksetzer gewartet haben", meint ein Aktienhändler. Nachdem diese Investoren so lange der Aufwärtsbewegung zugeschaut hätten, warteten sie nun weiter ab. "Ich sehe hier Kaufinteresse unterhalb der 13.000er Marke, vorher nicht", ergänzt er mit Blick auf den DAX. Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 13.176 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.603 Punkte nach unten.

Die Stimmung wird getrübt von der nachlassenden Hoffnung der Anleger auf eine baldige Steuerreform in den USA. Die Republikaner im US-Senat wollen die Senkung der Unternehmenssteuer bis 2019 hinauszögern, da sie eine deutliche Ausweitung des Staatsdefizits durch die Steuersenkung erwarten. Die Steuerpläne der Republikaner im Repräsentantenhaus könnten das US-Defizit um 300 Milliarden Dollar stärker ausweiten als bislang vermutet. Senat und Repräsentantenhaus müssen sich auf eine Version des Gesetzesentwurfs einigen, die US-Präsident Donald Trump dann zur Unterschrift vorgelegt wird.

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Allianz-Zahlen überzeugen

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Nach Geschäftszahlen geht es für die Allianz-Aktie um 1,2 Prozent nach oben. "Die Zahlen beinhalten keine negative Überraschung", sagt ein Händler. Der operative Gewinn liege mit 2,48 Milliarden Euro leicht oberhalb der Erwartung. Dabei habe das Schaden-Unfall-Geschäft wie erwartet unter der Hurrikansaison wie dem Erdbeben in Mexiko gelitten. Positiv sei, dass der Versicherer ein 2 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt habe. Die Analysten von RBC Capital werten dies als sehr positives Zeichen der Kapitalstärke.

Arcelormittal gewinnen sogar 3,7 Prozent. Das Stahlunternehmen hat seinen Gewinn im dritten Quartal fast verdoppelt und die Markterwartungen deutlich übertroffen. Der Nettogewinn stieg auf 1,21 Milliarden Dollar von 680 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Salzgitter im MDAX rücken um 0,6 Prozent vor. Die französische Stahlaktie Vallourec gibt nach dem Quartalsausweis indes stark nach und verliert 5,8 Prozent.

Keine Überraschungen liefern die Zahlen von Telecom Italia auf den ersten Blick. Sowohl Umsatz wie auch EBITDA sind nach Aussage eines Analysten im Rahmen der Erwartung ausgefallen. Auf vergleichbarer Basis sei das EBITDA dagegen angestiegen. Das Management ist zuversichtlich für das Schlussquartal und hat in Folge den Ausblick bestätigt. Für die Aktie geht es um 1,3 Prozent nach oben.

Continental steigen um 0,7 Prozent. Nach den guten Zahlen vom Vortag wird die Aktie von einer Welle von Hochstufungen getragen. Weiter auf der Verliererspur zeigen sich dagegen Prosieben. Sie fallen nach dem Kurseinbruch vom Vortag von fast 10 Prozent um weitere 3,3 Prozent. Händler halten einen möglichen außerplanmäßigen Rauswurf aus dem DAX für möglich.

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S&T nach Ausblickerhöhung sehr fest

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Beim im TecDAX gelisteten österreichischen Technologiekonzern S&T läuft es operativ gut, die Aktien ziehen um 2,9 Prozent an. Das Unternehmen hat die Prognose für den operativen Gewinn für das laufende Geschäftsjahr von über 50 auf 60 Millionen Euro angehoben. Auch bei Freenet kommen die Zahlen gut an, der Kurs legt um 3,6 Prozent zu. Positiv überrascht hat auch das Werbeunternehmen Ströer. Die Aktie, die am Vortag im Sog des Kursverfalls bei Prosieben unter Druck geraten war, erholt sich um 4,1 Prozent.

Jenoptik steigen um 0,9 Prozent. Der Technologiekonzern hat starke Quartalszahlen vorgelegt und sich etwas optimistischer für das Gesamtjahr geäußert. Die Aktie ist laut den Analysten von Baader-Helvea aber bereits teuer.

TLG Immobilien verbilligen sich um 2,9 Prozent nach einer Kapitalerhöhung. Dem Berliner Immobilienunternehmen flossen rund 146 Millionen Euro zu. LEG Immobilien fallen um 1,4 Prozent nach dem Quartalsausweis und einer bestätigten Prognose.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.602,94 -0,26 -9,56 9,49
Stoxx-50 3.185,96 -0,13 -4,27 5,83
DAX 13.176,03 -0,05 -6,53 14,76
MDAX 26.480,58 -0,41 -109,95 19,34
TecDAX 2.490,24 1,28 31,53 37,45
SDAX 11.695,45 -0,14 -16,60 22,86
FTSE 7.461,12 -0,31 -22,98 4,46
CAC 5.390,70 -0,32 -17,04 10,87

Bund-Future 162,46 -0,32 1,48

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:58 Do, 17:12 % YTD
EUR/USD 1,1644 +0,10% 1,1632 1,1632 +10,7%
EUR/JPY 132,11 -0,01% 132,13 132,17 +7,5%
EUR/CHF 1,1574 +0,00% 1,1573 1,1600 +8,1%
EUR/GBP 0,8853 -0,04% 0,8857 1,1277 +3,9%
USD/JPY 113,46 -0,11% 113,59 113,64 -2,9%
GBP/USD 1,3152 +0,14% 1,3134 1,3116 +6,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,16 57,17 -0,0% -0,01 +0,2%
Brent/ICE 63,92 63,93 -0,0% -0,01 +9,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.284,22 1.285,03 -0,1% -0,81 +11,5%
Silber (Spot) 17,02 16,99 +0,2% +0,03 +6,8%
Platin (Spot) 935,75 939,50 -0,4% -3,75 +3,6%
Kupfer-Future 3,09 3,09 +0,0% +0,00 +22,3%
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

November 10, 2017 06:59 ET (11:59 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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