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MÄRKTE EUROPA/Moderat aufwärts - US-Banken im Fokus

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Mit einer leicht positiven Tendenz zeigen sich die Börsen in Europa am Freitagmittag. Zur Syrien-Krise gebe es zwar keine neuen Entwicklungen, doch schwele der Konflikt weiter und könne jederzeit eskalieren, heißt es. Beim Handelskonflikt scheint US-Präsident Donald Trump dagegen eine komplette Kehrtwende zu vollziehen und fasst eine mögliche Rückkehr der USA zum transpazifischen Freihandelsabkommen TPP ins Auge.

Für Impulse könnten die am Mittag anstehenden Quartalsberichte der drei großen US-Banken Wells Fargo, JP Morgan und Citigroup sorgen. Das Umfeld für die großen US-Banken könnte derzeit kaum besser sein. Eine höhere Volatilität, steigende Zinsen, ein abgeschwächte Regulierung und niedrige Steuern spielen ihnen in die Karten. In der kommenden Woche geht die Berichtssaison in die nächste Runde. Bank of America legt am Montag Zahlen vor, Goldman Sachs und Morgan Stanley folgen am Dienstag.

Kaum Einfluss haben derweil neue Daten aus China. Das Land verzeichnete wider Erwarten im März erstmals seit 13 Monaten wieder ein Handelsbilanzdefizit und zwar von knapp 5 Milliarden US-Dollar. Ökonomen hatten mit einem Überschuss von 19,6 Milliarden Dollar gerechnet. Im Handel mit den USA sah die Bilanz derweil anders aus. Hier ergab sich laut der Commerzbank ein Überschuss von 15 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal insgesamt lag er bei 58,25 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 19,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum vor einem Jahr, wie die chinesische Zollbehörde berichtete. Damit könnte der Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder frische Nahrung erhalten.

In diesem Umfeld verbessert sich der DAX um 0,7 Prozent auf 12.502 Punkte. Der Euro-Stoxxx-50 klettert um 0,4 Prozent auf 3.459 Punkte nach oben. Der Euro zeigt sich wenig verändert bei 1,2334 Dollar.



VW geben Großteil der Gewinne wieder ab - Analysten skeptisch


Die VW-Aktie kann anfängliche deutlichere Gewinne nicht verteidigen und liegt nun lediglich noch 0,3 Prozent im Plus. Der Aufsichtsrat von VW habe mehrheitlich nur das beschlossen, was seit Tagen bereits in der Presse zu lesen war, so Marktteilnehmer. Der große Wurf sei nicht gelungen. "Aus heutiger Sicht und auf Basis der vorliegenden Informationen sehen wir keinen signifikanten Einfluss der beschlossenen Maßnahmen auf die fundamentale Entwicklung", so die DZ Bank.

Dies treffe auch - mit Ausnahme des Mittelzuflusses - auf einen möglichen Börsengang von VW Truck & Bus zu, da ein Teilbörsengang eher wahrscheinlich sei als eine komplette Abspaltung der Nutzfahrzeugaktivitäten, so die DZ-Analysten weiter. Aufgrund der weiter bestehenden Dieselgate-Risiken bestätigen sie ihre vorsichtige Haltung gegenüber VW. Teilnehmer sprechen jedoch auch von leichten Gewinnmitnahmen in der Aktie, nach dem positiven Wochenverlauf.



Hammerson brechen mit abgesagter Übernahme ein


Die Aktie von Hammerson bricht in London um 10,4 Prozent ein. Der französische Immobilien-Konzern Klepierre gibt die Übernahme des britischen Wettbewerbers auf. Der Konzern kündigte an, kein Angebot für Hammerson zu unterbreiten. Erst am Mittwoch hatten die Briten die verbesserte Offerte in Höhe von 5 Milliarden Pfund zurückgewiesen. Für die Papiere von Klepierre geht es um 4,1 Prozent nach oben.

Die Aktie von Sage fällt in London um 10,2 Prozent. Nach einem schwachen organischen Wachstum im ersten Halbjahr hat das Unternehmen den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Unter anderem lag das Wachstum in Nordeuropa, Afrika und im Nahen Osten unter den Erwartungen.

Nach starken Umsatzzahlen geht es für die Aktie von L'Oreal 0,9 Prozent nach oben. So stiegen die vergleichbaren Umsätze im ersten Quartal um 6,8 Prozent, der Konsens der Analysten hatte mit einem Plus von 5,5 Prozent gerechnet. Damit war das erste Quartal das beste seit dem Auftaktquartal 2010. Besonders stark entwickelte sich "Luxe" mit Marken wie Lancome, Giorgio Armani oder Ralph Lauren, die ihren Umsatz in den drei Monaten Januar bis März um 14 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro steigerte. Aber auch der E-Commerce mit einer Zunahme um 33,8 Prozent zeigte sich sehr stark, hier werden inzwischen 9 Prozent der Einnahmen umgesetzt.



Deutz mit überzeugenden Zahlen


Die Papiere von Deutz gewinnen 7,5 Prozent. Der Motorenhersteller hat im ersten Quartal den Gewinn deutlich überproportional zum Umsatz gesteigert und eine weiterhin hohe Nachfrage verzeichnet. Der Auftragseingang kletterte kräftig um 43 Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Die Rheinmetall-Aktie notiert nach einem negativen Analysten-Kommentar 3,3 Prozent tiefer. Oddo BHF hat den Titeln die Kaufempfehlung entzogen und stuft diese nun mit "Neutral" ein.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.458,60 0,42 14,63 -1,29
Stoxx-50 3.049,76 0,25 7,67 -4,03
DAX 12.501,67 0,70 86,66 -3,22
MDAX 25.797,63 0,60 152,76 -1,54
TecDAX 2.622,11 0,54 14,17 3,68
SDAX 12.213,22 0,58 70,99 2,75
FTSE 7.254,49 -0,05 -3,85 -5,59
CAC 5.328,59 0,36 19,37 0,30

Bund-Future 159,17 -0,08 -0,03

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.15 Uhr Do, 17.38 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2334 +0,06% 1,2324 1,2319 +2,7%
EUR/JPY 132,69 +0,31% 132,57 132,23 -1,9%
EUR/CHF 1,1857 -0,09% 1,1869 1,1862 +1,3%
EUR/GBP 0,8628 -0,37% 0,8661 1,1552 -3,0%
USD/JPY 107,58 +0,26% 107,55 107,35 -4,5%
GBP/USD 1,4293 +0,42% 1,4229 1,4231 +5,8%
Bitcoin
BTC/USD 8.058,97 +3,0% 7.794,28 7.591,63 -41,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 67,40 67,07 +0,5% 0,33 +11,8%
Brent/ICE 72,31 72,02 +0,4% 0,29 +10,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.341,29 1.335,48 +0,4% +5,81 +3,0%
Silber (Spot) 16,56 16,47 +0,5% +0,09 -2,2%
Platin (Spot) 933,75 928,00 +0,6% +5,75 +0,5%
Kupfer-Future 3,08 3,06 +0,6% +0,02 -7,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 13, 2018 06:29 ET ( 10:29 GMT)

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