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MÄRKTE EUROPA/Nervosität bleibt hoch - Inflationsdaten im Blick

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die Nervosität an den europäischen Finanzmärkten bleibt hoch. Die Aktienbörsen haben ihre Erholungen erst einmal abgebrochen. Der DAX gibt am Mittag nach: Er fällt um 0,5 Prozent auf 12.225 Punkte, nachdem es am späten Montag noch nach einem Test der 12.350er Marke ausgesehen hatte. Der Euro-Stoxx-50 verliert 0,7 Prozent. Deutlich im Plus liegen nur die Rohstoff-Aktien, deren europäischer Stoxx-Branchenindex um 0,9 Prozent steigt.

Der Markt wartet weiter auf Hinweise zu den Inflationsgefahren", sagt ein Händler. In Großbritannien ist die Jahresinflation im Januar entgegen den Erwartungen nicht gesunken, die Inflationsrate liegt erneut bei 3 Prozent. Der FTSE-100 kann sich mit den festen Rohstoff-Aktien behaupten. Am Mittwoch werden in den USA neue Preisdaten bekanntgegeben, auch deshalb sind die Anleger vorsichtig.

Zudem stößt das Trumpsche Infrastrukturprogramm nicht nur auf ein positives Echo. "Da es auf Pump finanziert wird, steigen Schulden sowie Defizit und damit auch die Inflation wohl weiter", so ein Marktteilnehmer. Der Dollar schwächt sich schon wieder ab, der Euro steigt auf 1,2350 Dollar von 1,2290 Dollar am späten Montag. Die Futures auf die US-Aktienindizes deuten zudem auf eine schwächere Eröffnung an Wall Street hin.



Tui mit Sprung nach oben


Am deutschen Markt erholen sich Lufthansa um 1,9 Prozent und RWE um 1,4 Prozent. Commerzbank profitieren mit einem Plus von 0,9 Prozent von einer Kaufempfehlung durch Mainfirst. Daneben stehen weitere Unternehmensberichte zur Geschäftsentwicklung im Blick.

Kein einheitliches Bild ergibt sich aus den neuen Ergebniszahlen der Unternehmen. Auf ein positives Echo stoßen die Erstquartalsergebnisse des Reisekonzerns Tui. Sie sind sowohl beim Umsatz als auch beim EBITA deutlich über den Erwartungen ausgefallen. Positiv läsen sich zudem die Aussagen zu den wichtigen Sommerbuchungen. Die Aktie rückt um 3,2 Prozent vor.

Verhalten positiv zeigen sich die Anleger gegenüber der Metro-Aktie. Händler werten die Ergebniszahlen als positive Überraschung. Metro erzielte einen Nettogewinn von 232 Millionen Euro, der viel höher ausfiel als die 203 Millionen in einem von Metro selbst erstellten Analystenkonsens. Allerdings warnte Metro-Chef Olaf Koch, dass das Russland-Geschäft im Gesamtjahr herausfordernd bleiben dürfte. Die Aktie notiert behauptet.

Bei Aurubis zeigen sich die Anleger enttäuscht. Der Kupferkonzern hat sowohl beim Umsatz als auch beim Vorsteuerergebnis die Prognosen nicht ganz erfüllen können. Möglicherweise hat sich der schwächere Dollar negativ ausgewirkt. Immerhin aber wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Für die Aktie geht es um 4,8 Prozent nach unten.

Wenig schwungvoll präsentiert sich die Fraport-Aktie mit kleinen Verlusten von 0,5 Prozent. Händler sehen die Januar-Passagierdaten indes positiv. Deren Zahl stieg um 7,6 Prozent auf 4,55 Millionen, das Cargo-Volumen kletterte um 1,3 Prozent.



Michelin und Kering können nicht von guten Zahlen profitieren


Aus Frankreich haben Michelin und Kering berichtet. Obwohl die Zahlen beider Konzerne durchaus als solide oder sogar sehr gut gewertet werden, geht es mit den Aktien nach unten. So tendieren Kering mit deutlichen Abschlägen von 1,6 Prozent. Möglicherweise störten sich einige Anleger an Details, sagen Händler. So habe die Marge die Erwartungen nicht erfüllt. Daneben habe Kering keinen konkreten Ausblick auf das laufende Jahr geliefert. Das Unternehmen hat lediglich erklärt, 2018 den Umsatz flächenbereinigt zu steigern, bei gleichzeitigem gezielten und selektiven Ausbau des Filialnetzes.

Puma steigen gegen den allgemeinen Trend um 0,8 Prozent auf 321 Euro. Kering will den eigenen Aktionären Puma-Aktien aushändigen. Der Hauptversammlung im April werde vorgeschlagen, den Aktionären eine Puma-Aktie für je 12 Kering-Aktien zuzuteilen. Auf diesem Weg will Kering die Puma-Beteiligung reduzieren, wodurch ein Overhang aus dem Papier verschwinden würde.

Michelin verlieren 1,4 Prozent, obwohl der Reifenhersteller die Markterwartungen komfortabel erreicht hat. Michelin steigt überdies als Minderheitsaktionär mit 60 Millionen Euro bei der deutschen Werkstattkette ATU ein. Für die UBS ist die Aktie weiter ein Kauf, sie hebt das Kursziel an auf 135 von 129 Euro.

Im TecDAX steigen Cancom um 4,1 Prozent auf 76,70 Euro. Hauck und Aufhäuser hat die Aktie mit einem Kursziel von 100 Euro zum Kauf empfohlen. Im MDAX profitieren Norma mit einem Plus von knapp 5 Prozent von einer Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe für den Autozulieferer.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.347,03 -0,63 -21,22 -4,48
Stoxx-50 2.999,69 -0,32 -9,49 -5,61
DAX 12.235,32 -0,39 -47,45 -5,28
MDAX 25.194,54 -0,07 -16,84 -3,84
TecDAX 2.473,47 -0,18 -4,53 -2,20
SDAX 11.844,19 0,55 64,79 -0,36
FTSE 7.180,21 0,04 3,15 -6,64
CAC 5.118,35 -0,42 -21,70 -3,66

Bund-Future 158,30 0,33 -2,15

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.21 Uhr Mo, 17:02 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2347 +0,46% 1,2312 1,2271 +2,8%
EUR/JPY 132,87 -0,56% 133,06 133,20 -1,8%
EUR/CHF 1,1523 -0,23% 1,1532 1,1527 -1,6%
EUR/GBP 0,8877 -0,06% 0,8892 1,1247 -0,2%
USD/JPY 107,59 -1,04% 108,06 108,52 -4,5%
GBP/USD 1,3909 +0,52% 1,3845 1,3807 +2,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.460,84 -4,94% 8.735,53 8.655,75 -41,10

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,13 59,29 -0,3% -0,16 -2,2%
Brent/ICE 62,72 62,59 +0,2% 0,13 -5,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.328,78 1.322,70 +0,5% +6,08 +2,0%
Silber (Spot) 16,64 16,55 +0,5% +0,09 -1,7%
Platin (Spot) 976,75 971,00 +0,6% +5,75 +5,1%
Kupfer-Future 3,13 3,09 +1,6% +0,05 -5,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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February 13, 2018 06:34 ET ( 11:34 GMT)

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