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MÄRKTE EUROPA/Neue Jahreshochs - Aufschwung gewinnt an Breite

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Gute Unternehmensberichte und günstige Konjunkturindikatoren haben die Hausse an den europäischen Börsen am Dienstag vorangetrieben. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,4 Prozent auf 3.712 Punkte. Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 13.284 Punkte. Beide Indizes markierten neue Jahreshöchststände, der DAX im Verlauf, der Euro-Stoxx-50 sogar auf Schlusskursbasis.

Bis auf die Einzelhandels-, Nahrungsmittel- und Konsumgüteraktien des täglichen Gebrauchs schlossen alle Branchen mehr oder weniger deutlich im Plus, besonders stark der Index der Telekommunikationstitel, der um 1,2 Prozent stieg. "Die Marktbreite verbessert sich weiter", so ein Marktteilnehmer. Die Hausse stehe auf einem zunehmend solideren Fundament.

Eingeleitet wurde die jüngste Aufwärtswelle vom ZEW-Konjukturindex. Die ZEW-Erwartungskomponente war im November auf minus 2,1 von zuvor minus 22,8 gestiegen. Die Prognose hatte nur bei minus 14,8 gelegen. Anleger hofften, dass sich die bessere Stimmung in den kommenden Monaten auch in besseren Wirtschaftsdaten niederschlagen wird.

Investoren warteten noch auf die Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Economic Club of New York, der sich nach Börsenschluss in Europa zu Wort meldete. Eine Entscheidung über eine Verschiebung oder ein Aus von Autozöllen könnte am Mittwoch für Erleichterung bei den Auto-Aktien sorgen.


Gute Zahlen aus dem Telekomsektor

Im Autosektor gaben Renault um 1 Prozent nach, belastet von einer Gewinnwarnung des Partners Nissan. Vodafone stiegen um 5 Prozent. Nicht nur hatten die Geschäftszahlen überzeugt, auch hatte der Telekomkonzern den Ausblick angehoben. Iliad haussierten gleich mit Aufschlägen von 20 Prozent in Reaktion auf ein großzügiges Aktienrückkaufprogramm. Auch hatte der Telekomkonzern starke Geschäftszahlen vorgelegt.


Infineon und Deutsche Post sehr stark

Deutsche Post stiegen um 3,8 Prozent. Die Konsensschätzungen seien in fast allen Bereichen überboten worden und der Ausblick bis 2020 bestätigt worden, hieß es im Handel. Für Infineon ging es um 6,2 Prozent nach oben. Die DZ Bank sprach von besseren Geschäftszahlen. Geholfen habe dabei der stärkere Dollar. Mit höheren Margenzielen legten im TecDAX Dialog Semiconductor um 6,8 Prozent zu.

Eine bessere Entwicklung im fortgeführten Geschäft hatte bei Linde (plus 1,6 Prozent) den operativen Gewinn angetrieben. Die Konsenserwartungen der Analysten hatte der Gashersteller daher im dritten Quartal leicht übertroffen, die Prognose für das Gesamtjahr hatte er erhöht.


Conti geraten aus der Spur - Milliardenverlust

Continental schlossen 3,3 Prozent schwächer. Händler führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück, da der Automobilzulieferer zwar gute Margen vorweisen konnte, aber dennoch einen Milliardenverlust verzeichnete. In der zweiten Reihe fielen Aareal Bank um 8,3 Prozent. Die Bank erwartet das Betriebsergebnis nun am unteren Rand der bisher in Aussicht gestellten Spanne.

Nicht gut kam die Zahlenvorlage von 1&1 Drillisch an, die Aktien verloren 1,6 Prozent. Die Analysten der Citi kritisierten ein schwaches EBITDA, das die Konsenserwartungen um 2,8 Prozent verfehlt habe.


Mediaset stockt bei Prosieben auf - SAP in New York

Prosiebensat1 fielen um 0,7 Prozent. Der Medienkonzern der Familie Berlusconi hatte die Prosieben-Beteiligung über seine spanische Tochter um 5,5 Prozent auf nunmehr 15,1 Prozent erhöht.

Bei SAP stand der Kapitalmarkttag in New York im Blick. Dort präsentierte sich das neue Co-CEO-Gespann Jennifer Morgan und Christian Klein erstmals den Investoren. Die UBS schloss nicht aus, dass der Softwarekonzern sein Bruttomargenziel 2020 für das Cloudgeschäft leicht von 71 Prozent auf 71 bis 72 Prozent anheben könnte. SAP notierten mit einem Minus von 0,2 Prozent knapp behauptet.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.712,20 +15,38 +0,4% +23,7%
Stoxx-50 3.350,65 +14,00 +0,4% +21,4%
Stoxx-600 406,90 +1,56 +0,4% +20,5%
XETRA-DAX 13.283,51 +85,14 +0,6% +25,8%
FTSE-100 London 7.365,44 +36,90 +0,5% +8,9%
CAC-40 Paris 5.919,75 +25,94 +0,4% +25,1%
AEX Amsterdam 599,03 +2,64 +0,4% +22,8%
ATHEX-20 Athen 2.154,36 +29,71 +1,4% +33,9%
BEL-20 Brüssel 3.898,48 +30,22 +0,8% +20,2%
BUX Budapest 43.492,33 +453,66 +1,1% +11,1%
OMXH-25 Helsinki 4.168,18 +15,73 +0,4% +13,1%
ISE NAT. 30 Istanbul 128.687,23 +1294,99 +1,0% +12,6%
OMXC-20 Kopenhagen 1.100,50 +2,82 +0,3% +23,4%
PSI 20 Lissabon 5.294,47 +9,35 +0,2% +12,1%
IBEX-35 Madrid 9.306,70 -81,80 -0,9% +9,0%
FTSE-MIB Mailand 23.782,15 +292,22 +1,2% +28,2%
RTS Moskau 1.449,35 -11,49 -0,8% +35,9%
OBX Oslo 841,95 -1,17 -0,1% +13,9%
PX Prag 1.084,11 -1,14 -0,1% +9,9%
OMXS-30 Stockholm 1.774,72 +11,21 +0,6% +26,0%
WIG-20 Warschau 2.248,81 -6,65 -0,3% -1,2%
ATX Wien 3.234,06 +6,29 +0,2% +17,0%
SMI Zürich 10.314,16 +8,89 +0,1% +22,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,25 -0,01 -0,49
US-Zehnjahresrendite 1,92 -0,02 -0,76

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:42 Mo, 17:36 % YTD
EUR/USD 1,1016 -0,14% 1,1029 1,1038 -3,9%
EUR/JPY 120,18 -0,11% 120,52 120,38 -4,4%
EUR/CHF 1,0941 -0,16% 1,0971 1,0971 -2,8%
EUR/GBP 0,8563 -0,21% 0,8585 0,8584 -4,9%
USD/JPY 109,10 +0,04% 109,27 109,06 -0,5%
GBP/USD 1,2865 +0,08% 1,2848 1,2860 +0,8%
USD/CNH (Offshore) 7,0131 +0,07% 6,9972 7,0115 +2,1%
Bitcoin
BTC/USD 8.696,26 +0,02% 8.750,76 8.710,26 +133,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,81 56,86 -0,1% -0,05 +17,4%
Brent/ICE 62,01 62,18 -0,3% -0,17 +12,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.452,93 1.455,92 -0,2% -3,00 +13,3%
Silber (Spot) 16,73 16,88 -0,9% -0,15 +8,0%
Platin (Spot) 867,14 875,69 -1,0% -8,55 +8,9%
Kupfer-Future 2,65 2,66 -0,4% -0,01 +0,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

END) Dow Jones Newswires

November 12, 2019 12:17 ET ( 17:17 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +0,25
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EUR -0,14
DT. POST 34,03 -0,26%
EUR -0,09
RENAULT 41,37 -1,38%
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