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MÄRKTE EUROPA/Positive Überraschungen von Daimler & Co

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Etwas erholt vom Kursrutsch am Vortag zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Freitagmittag. Der DAX steigt um 0,9 Prozent auf 12.813 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 1,1 Prozent auf 3.229 Punkte. Allerdings wird in Europa, anders als in den USA, bereits mit der zweiten Welle an Coronavirus-Infektionen gekämpft. So könnten hier neue Lockdown-Maßnahmen, die die Ausbreitung von Covid-19-Virus stoppen sollen, sowie wachsende Zweifel an einem US-Konjunkturpaket die Gewinne begrenzen.

Auch der Abschluss des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs in Brüssel steht im Fokus. Weiter ist offen, auf welche Weise Großbritannien die EU-Zollunion verlässt. So bewertete die britische Regierung die Beschlüsse des EU-Gipfels zu den Gesprächen über ein Handelsabkommen nach dem Brexit negativ. Er sei "enttäuscht" über die Erklärung der Staats- und Regierungschefs, teilte der britische Verhandlungsführer David Frost mit. Das letzte Wort könnte Premierminister Boris Johnson haben, der sich dazu im Tagesverlauf äußern will.


Daimler übertrifft in Q3 hohe Erwartungen - Aktie im Plus erwartet

Positive Überraschungen liefern die Zahlen von Daimler und LVMH. Die im Vorfeld bereits hohe Markterwartung an die Ergebnisse zum dritten Quartal konnte Daimler noch toppen. So heben die Analysten der Citi positiv heraus, dass der Cashflow im Industriegeschäft mit 5,139 Milliarden Euro den Konsens von 2,973 Milliarden Euro klar übertraf. Aber auch der Betriebsgewinn (EBIT) bei Mercedes-Benz Cars & Vans lag mit 2,118 Milliarden Euro deutlich über dem Konsens von 1,32 Milliarden Euro. Die Citi schließt nicht aus, dass der nun konservative Ausblick noch angehoben werde. Daimler steigen 4,2 Prozent, VW um 1,8 Prozent, BMW um 1,4 Prozent.

Unterstützt wird dies auch von guten Zulassungszahlen in Europa für September. Diese legten zum ersten Mal in diesem Jahr zu. Positiv hob sich Volkswagen von der Konkurrenz ab. Der Wolfsburger Konzern schaffte ein Absatzplus von gut 14 Prozent. Die anderen deutschen Hersteller verzeichneten dagegen Rückgänge.

Aktien von Thyssenkrupp springen um 14 Prozent. Hier hat der britische Konzern Liberty Steel für die Stahlsparte von Thyssenkrupp ein unverbindliches Übernahmeangebot vorgelegt. Dies war bereits vorab im Spiegel berichtet worden. Nachdem eine Fusion keine gangbare Lösung gewesen sei, sei der Verkauf oder Teilverkauf die letzte Option, heißt es im Handel. Analysten wie von der Citigroup halten dies für sinnvoll.


LVMH mit starkem 3. Quartal

Während die Hersteller von Luxusgütern lange Zeit an der Börse als einer der Verlierer der Coronavirus-Krise gehandelt wurden, zeigen die Zahlen von LVMH nun etwas anderes. So lieferte der Geschäftsbereich Mode- und Lederwaren ein organisches Wachstum von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während im Konsens ein Minus von 2 Prozent erwartet worden war. Für die Analysten von Jefferies ist LVMH aber eine Ausnahme im Sektor, das Unternehmen sei keine Vorlag für den Zustand der Wirtschaft. Für die Aktie geht es um 6,4 Prozent nach oben.

Zooplus (plus 6,8 Prozent) ist nach einem guten dritten Quartal optimistischer für die Umsatz- und Gewinnentwicklung im Gesamtjahr. Der Online-Händler von Tiernahrung hob zum dritten Mal die Prognose für das laufende Jahr an.

Die Aktie von Centrotec legt um 9 Prozent zu. Der Heiz- und Klimatechnik-Spezialist hat nach einem guten dritten Quartal dank der robusten Heimatmärkte Deutschland und Niederlande seine Jahresprognose angehoben. Der Ausblick auf das operative Ergebnis (EBIT) wurde deutlich auf 43 bis 46 Millionen nach 34 bis 36 Millionen zuvor hoch gesetzt.

Auch bei Ad Pepper treiben bessere Zahlen die Aktien um 8,8 Prozent nach oben.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.225,33 1,02 32,64 -13,88
Stoxx-50 2.906,03 0,92 26,63 -14,60
DAX 12.805,72 0,80 101,97 -3,35
MDAX 27.652,34 0,69 189,71 -2,33
TecDAX 3.160,70 0,83 26,16 4,83
SDAX 12.727,85 0,75 94,17 1,73
FTSE 5.908,60 1,30 76,08 -22,67
CAC 4.906,61 1,43 69,19 -17,92

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,63 -0,02 -0,87
US-Zehnjahresrendite 0,72 -0,01 -1,96

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:27 Uhr Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1722 +0,11% 1,1697 1,1698 +4,5%
EUR/JPY 123,43 -0,01% 123,15 123,15 +1,3%
EUR/CHF 1,0714 +0,06% 1,0707 1,0690 -1,3%
EUR/GBP 0,9102 +0,31% 0,9079 0,9052 +7,5%
USD/JPY 105,30 -0,12% 105,28 105,26 -3,2%
GBP/USD 1,2880 -0,19% 1,2884 1,2924 -2,8%
USD/CNH (Offshore) 6,6929 -0,30% 6,7157 6,7166 -3,9%
Bitcoin
BTC/USD 11.308,81 -1,72% 11.340,07 11.400,54 +56,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,50 40,96 -1,1% -0,46 -28,8%
Brent/ICE 42,66 43,16 -1,2% -0,50 -30,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.908,54 1.907,80 +0,0% +0,74 +25,8%
Silber (Spot) 24,36 24,28 +0,3% +0,08 +36,5%
Platin (Spot) 862,15 868,50 -0,7% -6,35 -10,7%
Kupfer-Future 3,08 3,08 -0,0% -0,00 +9,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.de

DJG/mod/raz

END) Dow Jones Newswires

October 16, 2020 07:16 ET ( 11:16 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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