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MÄRKTE EUROPA/Positiver US-Handelsauftakt lindert Risikoscheu

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Nordkorea-Krise lastet zum Wochenschluss nicht mehr ganz so stark auf Europas Börsen wie in den vergangenen Tagen, auch wenn US-Präsident Donald Trump den verbalen Druck auf das nordkoreanische Regime noch einmal verstärkt und im Konflikt dem Land mit einer militärischen Lösung gedroht hat. Für den Fall, dass Nordkorea unklug agiere, hätten die USA "die militärischen Lösungen nun vollständig vorbereitet", erklärte Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Hoffentlich findet Kim Jong Un einen anderen Weg", sagte er mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber.

An der Börse wird fest davon ausgegangen, dass eine friedliche Lösung in dem Konflikt gefunden wird. Der DAX erobert am Nachmittag die 12.000er Marke zurück und hat sich damit schon deutlich von seinem Tagestief von 11.935 Punkten erholt. Aktuell legt der Index um 0,1 Prozent zu auf 12.027 Punkte. Zu verdanken ist die Erholung der positiven Eröffnung an den US-Börsen. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,7 Prozent auf 3.410 nach unten. Kasse machen die Anleger vor allem in der europäischen Peripherie, so verliert die Börse in Mailand 1,4 Prozent, Madrid handelt 1,5 Prozent im Minus. Das Umfeld für vermeintlich sichere Häfen wie Anleihen, Gold und Franken bleibt günstig. Der Goldpreis liegt mit 1.287 Dollar auf dem höchsten Niveau seit Anfang Juni. Die deutsche Zehnjahresrendite sinkt weiter auf 0,39 Prozent.

Im Devisenhandel wird immer mehr ausgepreist, dass die Fed in diesem Jahr nochmals die Zinsen anhebt", so eine Devisenhändlerin. Den jüngsten Auslöser für die Dollar-Schwäche lieferten die US-Verbraucherpreise, die gegenüber dem Vorjahr zwar um 1,7 Prozent gestiegen sind, allerdings weniger stark als erwartet. Die Kernverbraucherpreise stiegen ebenfalls um 1,7 Prozent, auch hier wurde mit einem deutlicheren Anstieg gerechnet. Der Euro notiert bei rund 1,1807 Dollar nach 1,1760 vor den Daten.

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Minenwerte unter Abgabedruck

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Aktien aus dem Sektor Basic Resources führen auch am Freitag den Abschwung in Europa an. Der Stoxx-Branchen-Index fällt um 2,5 Prozent. "Bei den Industriemetallen dürfte sich die Sommerrally ihrem Ende nähern", heißt es bei der Commerzbank. Der Index der Londoner Metallbörse LMEX war im Laufe der Woche auf den höchsten Stand seit etwa zweieinhalb Jahren gestiegen. Wie neue Daten aus China zur Aluminiumproduktion zeigten, könnten die Ängste vor einem knappen Angebot aber überzogen sein, so die Commerzbank-Analysten.

Dagegen halten sich die defensiven Sektoren Gesundheit/Pharma und Nahrungsmittel am besten. Der Bankensektor verliert als zyklischer Sektor und wegen der fallenden Renditen 1,4 Prozent. Deutsche Bank geben nach einer Verkaufsempfehlung durch HSBC um 0,6 Prozent nach.

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Berichtssaison läuft aus - Innogy erfüllt Erwartungen

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Innogy fallen von Gewinnmitnahmen belastet um 2 Prozent, nachdem die Zahlen für das erste Halbjahr im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind und der Ausblick bestätigt wurde. "Die Gewinnkennziffern zeigen wie erwartet nach oben", sagt ein Marktteilnehmer. Ganz wesentlich zum Gewinnanstieg um 16 Prozent trugen geringere Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der deutschen Netze bei. Die entscheidende operative Kennziffer, das bereinigte EBIT, stieg um 4 Prozent auf 1,725 Milliarden Euro.

Für die ebenfalls im MDAX notierte Aktie von Deutsche Wohnen geht es um 2,4 Prozent nach unten. "Einige Marktteilnehmer haben mit einer Erhöhung der Prognose für den FFO gerechnet", sagt ein Händler mit Blick auf die Vorlage des Halbjahresberichts. Diese sei ausgeblieben. TLG Immobilien geben nach Zahlenvorlage um 2,1 Prozent nach. CTS Eventim stehen mit einem Minus von 4,5 Prozent stark unter Druck. Händler verweisen auf einen Bericht, nach dem Amazon nun in das Geschäft mit Ticket-Verkäufen einsteigen will. "Das könnte die derzeitigen Anbieter stark belasten", so ein Teilnehmer.

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Kion vor Aufnahme in MSCI-Universum

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Von starken Zahlen sprechen Marktteilnehmer mit Blick auf Stabilus. Der Autozulieferer hat die Prognosen für den Umsatz und für die EBIT-Marge nach oben genommen. "Beim Umsatz war das erwartet worden, bei der Marge nicht", sagt ein Händler. Stabilus handeln am Nachmittag kaum verändert. Die Aufnahme von Kion in den Index MSCI Germany sollte in den kommenden Wochen die Nachfrage nach der Aktie befeuern. Am Freitag steht die Aktie von Kion mit dem Gesamtmarkt unter Druck und verliert 1,1 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.410,54 -0,67 -23,00 3,65
Stoxx-50 3.034,35 -0,97 -29,85 0,79
DAX 12.026,61 0,10 12,31 4,75
MDAX 24.449,68 -0,70 -173,52 10,19
TecDAX 2.219,57 -0,62 -13,77 22,51
SDAX 11.118,05 -1,34 -150,74 16,79
FTSE 7.324,89 -0,88 -65,05 2,55
CAC 5.064,33 -1,00 -50,90 4,15

Bund-Future 164,50 0,26 1,04

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:33 Do. 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1807 +0,40% 1,1760 1,1757 +12,3%
EUR/JPY 128,80 +0,26% 128,46 128,47 +4,8%
EUR/CHF 1,1367 +0,42% 1,1319 1,1324 +6,1%
EUR/GBP 0,9099 +0,42% 0,9061 1,1046 +6,7%
USD/JPY 109,09 -0,12% 109,22 109,27 -6,7%
GBP/USD 1,2977 -0,00% 1,2977 1,2989 +5,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 48,16 48,59 -0,9% -0,43 -15,5%
Brent/ICE 51,46 51,9 -0,8% -0,44 -12,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.286,90 1.286,90 -0,0% -0,00 +11,8%
Silber (Spot) 17,05 17,12 -0,4% -0,07 +7,1%
Platin (Spot) 989,00 982,00 +0,7% +7,00 +9,5%
Kupfer-Future 2,91 2,90 +0,2% +0,01 +15,3%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

August 11, 2017 10:25 ET (14:25 GMT)

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