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MÄRKTE EUROPA/Rücksetzer - Anleger etwas vorsichtiger

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Für die europäischen Aktienmärkte geht es am Mittwochnachmittag nach unten. Wiederaufflammende Sorgen um den Handelsstreit sorgen dafür, dass Anleger ihr Risiko an den Börsen herunterfahren. Bei der mit Spannung erwarteten Rede vor dem New York Economic Club hatte US-Präsident Donald Trump am Vorabend angekündigt, die Zölle auf chinesische Produkte erhöhen zu wollen, falls er nicht bald seinen "Deal" bekomme. China dagegen fordert einen Abbau der Zölle noch vor einem Vertragsabschluss. Damit kommen erneut Zweifel auf, ob sich der Handelsstreit tatsächlich zügig entspannt.

Die Marktstrategen der DZ Bank weisen darauf hin, dass der US-Präsident noch eine Warnung an andere Handelspartner angefügt habe. "Dies gilt auch für andere Länder, die uns im Warenaustausch unfair behandeln". Trump werde im Tagesverlauf darüber entscheiden, ob Einfuhrzölle auf europäische Fahrzeuge erhoben werden sollen. Der DAX gibt um 0,4 Prozent nach auf 13.225 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert 0,4 Prozent auf 3.699 Punkte. Nach dem Dreimonatstief am Vortag legt Gold auf 1.462 Dollar je Feinunze zu.

In Spanien belastet zudem der Wahlausgang. Dort deutet sich eine Linkskoalition zwischen Sozialisten und den Linkspopulisten Podemos an. Allerdings haben auch sie zusammen keine Mehrheit, so dass die beiden auf weitere Parteien angewiesen wären. Vor allem die spanischen Bankenwerte leiden darunter und fallen in Madrid um bis zu 4,5 Prozent. Der IBEX-35 gehört zu den schwächsten Indizes mit 1,6 Prozent Minus.


Investor steigt bei Schaeffler ein

Die Nachricht des Tages stellt der überraschende Einstieg von Byron D. Trott bei Schaeffler mit rund 25 Prozent bei den Vorzugsaktien. Der ehemalige Vizechef des Investmentbankings von Goldman Sachs ist über seine Gesellschaft BDT Capital Partners eingestiegen. Er gilt als langfristiger Investor in Familienunternehmen und Mittelständler. Händler werten dies als reines Finanzinvestment. Schaeffler-Aktien notieren mit der Nachricht 4,6 Prozent im Plus. Andere Autozulieferer wie Continental fallen hingegen wegen der schwebenden Unsicherheit um Trumps mögliche Strafzölle um 2,5 Prozent. In Frankreich geben Faurecia und Valeo um bis zu 3,4 Prozent nach.

Daneben steht die Berichtssaison weiter im Fokus. Insgesamt seien die Drittquartalszahlen von Leoni wie erwartet schwach ausgefallen, resümiert Warburg. Der freie Cashflow habe sich zwar im Quartalsvergleich verbessert, falle jedoch immer noch negativ aus. Sorgen bezüglich der Liquiditätslage dürften angesichts der Entwicklung im dritten Quartal bestehen bleiben. Die Aktie bricht um knapp 8 Prozent ein.

Im Luxusmodensektor hat Salvatore Ferragamo mit Geschäftszahlen überzeugt, die Aktie legt um 3,8 Prozent zu. Unter den Versorgerwerten fällt die italienische Enel um 0,9 Prozent. Das Unternehmen hat einen überraschend hohen Einbruch des Nettogewinns vermeldet. Wegen hoher Abschreibungen auf Kohlekraftwerke brach er um 70 Prozent ein.


Bankensektor schwach

ABN Amro geben um 3,5 Prozent nach. Das hohe Minus dürfte aber nur zum Teil auf die Drittquartalszahlen zurückzuführen sein, auch wenn die operative Entwicklung leicht schwächer als erwartet ausgefallen ist. Die Aktie fällt vor allem mit dem Bankensektor, für den es im Schnitt um 2,3 Prozent nach unten geht. Belastend für das Sentiment dürfte auch wirken, dass die Renditen an den Anleihenmärkten zunächst ein Hoch gebildet haben dürften.

Der IT-Dienstleister Bechtle hat im dritten Quartal sein Wachstum überraschend stark beschleunigt. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bekräftigt. Die Aktien notieren 4,9 Prozent im Plus.

Bei Lanxess geht es um 1,2 Prozent nach unten. Wegen der bestehenden Skepsis über die Entwicklung der Autoindustrie bleiben die Analysten von Baader Helvea zurückhaltend bei Lanxess. Zwar seien im dritten Quartal Umsatz und EBITDA leicht über den Markterwartungen ausgefallen, doch sei der Nettogewinn mit 20 Prozent unterhalb der Erwartungen enttäuschend ausgewiesen worden.

Nordex fallen nach als durchwachsen bezeichneten Ergebnissen um 0,5 Prozent. Das Umsatzwachstum habe sich im dritten Quartal weiter beschleunigt, der Nettogewinn sei aber deutlich zurückgegangen. Während die Bilfinger-Zahlen für das dritte Quartal "inline" mit der Erwartung der UBS-Analysten ausgefallen sind, mahne der Ausblick zur Vorsicht. An der Börse wird die Aktie mit einem Minus von 8 Prozent abgestraft.


Deutsche Immobilienwerte der Fels in der Brandung

Im Fokus steht auch der Immobiliensektor mit Zahlen: Deutsche Wohnen hat sich operativ gut geschlagen, die Titel legen um knapp 4 Prozent zu. Zudem hat das Unternehmen einen Aktienrückkauf angekündigt. Deutsche Wohnen ziehe die Konsequenz daraus, dass die Aktie fortgesetzt unter dem Nettoinventarwert gehandelt werde, so Baader Helvea zum Aktienrückkauf. Das Volumen von 750 Millionen Euro entspreche in etwa 7 Prozent des Aktienkapitals. Der Sektor der deutschen Immobilienwerte notiert leicht im Plus, das Schwergewicht Vonovia handelt 0,7 Prozent höher.

Deutsche Euroshop als Betreiber von Einkaufszentren fallen indes um 4,1 Prozent, hier lagen operativer Ausblick und Einnahmen grob im Rahmen der Erwartungen. Das Unternehmen rechnet mit positiven Einflüssen wegen der Auflösung von Steuerrückstellungen.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.699,16 -0,35 -13,04 23,25
Stoxx-50 3.346,88 -0,11 -3,77 21,26
DAX 13.224,85 -0,44 -58,66 25,25
MDAX 27.055,54 0,16 42,85 25,33
TecDAX 2.959,70 0,34 10,04 20,80
SDAX 11.964,67 -0,57 -68,20 25,82
FTSE 7.351,87 -0,18 -13,57 9,47
CAC 5.910,66 -0,15 -9,09 24,94

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,30 -0,05 -0,54
US-Zehnjahresrendite 1,88 -0,04 -0,80

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:06 Di, 17:28 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1011 -0,00% 1,1012 1,1014 -4,0%
EUR/JPY 119,75 -0,21% 120,11 120,23 -4,8%
EUR/CHF 1,0900 -0,31% 1,0911 1,0944 -3,2%
EUR/GBP 0,8584 +0,19% 0,8568 0,8575 -4,6%
USD/JPY 108,75 -0,21% 109,09 109,15 -0,8%
GBP/USD 1,2827 -0,19% 1,2852 1,2846 +0,5%
USD/CNH (Offshore) 7,0274 +0,10% 7,0209 7,0124 +2,3%
Bitcoin
BTC/USD 8.716,01 -0,57% 8.740,76 8.692,51 +134,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,33 56,80 +0,9% 0,53 +18,5%
Brent/ICE 62,42 62,06 +0,6% 0,36 +12,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.463,08 1.456,56 +0,4% +6,52 +14,1%
Silber (Spot) 16,88 16,78 +0,6% +0,10 +8,9%
Platin (Spot) 872,83 868,49 +0,5% +4,34 +9,6%
Kupfer-Future 2,64 2,65 -0,4% -0,01 -0,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

November 13, 2019 10:23 ET ( 15:23 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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