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MÄRKTE EUROPA/Rücksetzer - FMC und Lufthansa im Minus

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa tendieren zum Start in die zweite Handelswoche des Jahres leichter. Die Aktien der Lufthansa und die des Dialyse-Anbieters Fresenius Medical Care (FMC) werden von den Anlegern regelrecht abgestraft. Bei der Lufthansa wird ein vorsichtigen Ausblick auf das neue Jahr bemängelt. Bei FMC drohen wegen neuer Vorschriften im US-Gesundheitswesen Einbußen auf dem wichtigen US-Markt. Der DAX gibt am Nachmittag um 0,6 Prozent auf 11.532 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 handelt ebenfalls 0,6 Prozent niedriger bei 3.300 Punkten.

Als "enttäuschend" bezeichnet Jack Diskin vom irischen Broker Goodbody die Aussagen der Lufthansa zum Geschäftsjahr 2017. Fasse man die verschiedenen Prognosen der Lufthansa zu Umsatz, Auslastung und Treibstoffkosten zusammen, so errechne sich daraus ein Gewinn, der um 7 Prozent unter dem aktuellen Marktkonsens liege. Die Aktie verliert 5,6 Prozent.

Laut FMC könnte eine neue US-Verordnung das Ende der Beitragsunterstützung zur Krankenversicherung bestimmter Dialyse-Patienten bedeuten. Davon könnten 700 bis 2.000 Patienten betroffen sein. Die Analysten der Citigroup berechnen aus diesen Aussagen eine Belastung des Gewinns von bis zu 140 Millionen Dollar. Die Analysten von Independent Research sprechen zudem von erhöhten Unsicherheiten infolge der regulatorischen Änderungen, welche die Regierung Trump vornehmen wolle. Ein eindeutiger Kurs lasse sich derzeit allerdings nicht absehen. Die FMC-Aktie bricht um 6,5 Prozent ein. Die Aktie der Mutter Fresenius handelt gut 4 Prozent leichter.

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Börse Mailand das Schusslicht in Europa

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Einen schwachen Start in die Woche hat die Börse in Mailand erwischt, die 1,8 Prozent im Minus notiert. Zum einen treten die Banken wieder stärker in den Fokus, deren Milliardenloch in der Kapitalausstattung weiterhin nicht gestopft ist. Einen Lakmustest könnte die Kapitalerhöhung der Unicredit liefern, die diese Woche auf den Weg gebracht werden dürfte. In dieser Woche stehen noch weitere wichtige Termine auf der Agenda. Am Mittwoch befasst sich nach Aussage der BayernLB ein Gericht damit, ob ein Referendum über eines der größten Reformprojekte des unlängst zurückgetretenen Ministerpräsidenten Matteo Renzi, die Arbeitsmarktreform, abgehalten wird.

Zum Wochenschluss wird die Ratingagentur DBRS bekannt geben, wie sie die jüngste Entwicklung des Schuldners Italien einschätzt. Sollte Italien das letzte A-Rating verlieren, hätte dies gravierende Auswirkungen auf italienische Staatsanleihen. Für die Anleihen, die zur Refinanzierung bei der EZB hinterlegt seien, wäre zukünftig ein größerer Sicherheitsabschlag fällig. Dies wiederum würde die Refinanzierung der Banken verteuern. Die Finanzwerte stehen zum Wochenstart deutlich unter Druck. So verlieren Unicredit 5 Prozent, Mediobanca und Ubi Banca gut 4 Prozent und Intesa SanPaolo 3,5 Prozent.

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VW steigen - Einigung im Abgasskandal in Sicht

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VW steigen dagegen um 3,5 Prozent, gestützt von der Aussicht auf eine baldige Einigung im Abgasskandal in den USA. VW-Markenchef Herbert Diess sagte am Sonntagabend in Detroit im Vorfeld der Autoshow, "wir können zur Zeitschiene zwar keinen Kommentar abgeben, doch wir hoffen, dass es so schnell wie möglich passiert".

Die Aktien von Schaeffler verlieren 3,2 Prozent und Hella 1,2 Prozent, beide sind von JP Morgan abgestuft worden. Hochgestuft auf "Übergewichten" haben die Analysten dagegen die Stabilus-Aktien, die um 2,7 Prozent steigen.

In Mailand steigen Fiat Chrysler um 1,3 Prozent. Der Automobilhersteller will 2.000 neue Jobs in zwei Fabriken in den US-Bundesstaaten Michigan und Ohio schaffen. Der Konzern will 1 Milliarde US-Dollar in die Standorte investieren, wofür sich der designierte US-Präsident Donald Trump über Twitter bedankt.

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Pfund und Lira unter Druck

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Während der Euro zum US-Dollar mit 1,0540 kaum verändert tendiert, spielt die Musik im Pfund und in der Lira. Das britische Pfund schwächelt, nachdem Premierministerin Theresa May am Wochenende angekündigt hatte, in den nächsten Wochen genauere Details ihrer Pläne für den Austritt Großbritanniens aus der EU bekanntzugeben. Nachdem May erneut signalisiert hatte, dass´die angestrebte Zuwanderungskontrolle eine rote Linie sei, über die nicht verhandelt werde, dürfte nach Einschätzung der Commerzbank mit dem Brexit unvermeidlich auch der Zugang zum europäischen Binnenmarkt verloren gehen. Der Euro steigt auf 0,8670 Pfund nach Wechselkursen um 0,8574 am Freitagabend. Aus der Türkei ziehen Investoren weiterhin ihr Geld ab, die Lira fällt auf ein neues Allzeittief gegenüber dem Dollar.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.300,01 -0,64 -21,16 0,29
Stoxx-50 3.032,69 -0,59 -18,00 0,74
DAX 11.532,23 -0,58 -66,78 0,45
MDAX 22.148,74 -0,48 -106,53 -0,18
TecDAX 1.844,34 0,30 5,45 1,80
SDAX 9.594,41 -0,25 -23,67 0,79
FTSE 7.223,59 0,19 13,54 1,13
CAC 4.870,63 -0,80 -39,21 0,17

Bund-Future 163,13 0,31 -0,62

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.56 Uhr Fr, 17.24 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0549 -0,17% 1,0566 1,0537 +0,3%
EUR/JPY 122,6040 +0,41% 122,1008 121,41 -2,0%
EUR/CHF 1,0721 -0,35% 1,0758 1,0751 +0,1%
EUR/GBP 0,8672 +0,90% 0,8395 1,1933 +1,7%
USD/JPY 116,31 +0,65% 115,55 115,20 -0,5%
GBP/USD 1,2163 -3,39% 1,2589 1,2574 -1,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,65 53,99 -2,5% -1,34 -2,0%
Brent/ICE 55,74 57,1 -2,4% -1,36 -1,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.179,66 1.172,90 +0,6% +6,77 +2,5%
Silber (Spot) 16,54 16,49 +0,3% +0,05 +3,9%
Platin (Spot) 968,55 968,05 +0,1% +0,50 +7,2%
Kupfer-Future 2,52 2,54 -0,9% -0,02 +0,7%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

January 09, 2017 10:18 ET (15:18 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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