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MÄRKTE EUROPA/Rücksetzer - FMC und Lufthansa schwach

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa tendieren zum Start in die zweite Handelswoche des Jahres leichter. Die Aktien der Lufthansa und die des Dialyse-Anbieters Fresenius Medical Care (FMC) werden von den Anlegern regelrecht abgestraft. Bei der Lufthansa bemängeln Händler einen sehr vorsichtigen Ausblick auf das neue Jahr. Bei FMC drohen wegen neuer Vorschriften im US-Gesundheitswesen Einbußen auf dem wichtigen US-Markt. Der DAX gibt am Mittag um 0,6 Prozent auf 11.525 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 handelt 0,7 Prozent niedriger bei 3.297 Punkten.

Als "enttäuschend" bezeichnet Jack Diskin vom irischen Broker Goodbody die Aussagen der Lufthansa zum Geschäftsjahr 2017. Fasse man die verschiedenen Prognosen der Lufthansa zu Umsatz, Auslastung und Treibstoffkosten zusammen, so errechne sich daraus ein Gewinn, der um 7 Prozent unter dem aktuellen Marktkonsens liege. Die Aktie verliert 5,2 Prozent.

Laut FMC könnte eine neue US-Verordnung das Ende der Beitragsunterstützung zur Krankenversicherung bestimmter Dialyse-Patienten bedeuten. Davon könnten 700 bis 2.000 Patienten betroffen sein. Die Analysten der Citigroup berechnen aus diesen Aussagen eine Belastung des Gewinns von bis zu 140 Millionen Dollar. Die Analysten von Independent Research sprechen von erhöhten Unsicherheiten infolge der regulatorischen Änderungen, welche die Regierung Trump vornehmen wolle. Ein eindeutiger Kurs lasse sich derzeit allerdings nicht absehen. Die FMC-Aktie bricht um 6,1 Prozent ein. Die Aktie der Mutter Fresenius handelt knapp 4 Prozent leichter.

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VW steigen - Einigung im Abgasskandal in Sicht

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VW steigen dagegen um 3,8 Prozent, gestützt von der Aussicht auf eine baldige Einigung im Abgasskandal in den USA. VW-Markenchef Herbert Diess sagte am Sonntagabend in Detroit im Vorfeld der Autoshow, "wir können zur Zeitschiene zwar keinen Kommentar abgeben, doch wir hoffen, dass es so schnell wie möglich passiert".

Die Aktien von Schaeffler verlieren 3,2 Prozent und Hella 5,5 Prozent, beide sind von JP Morgan abgestuft worden. Hochgestuft auf "Übergewichten" haben die Analysten dagegen die Stabilus-Aktien, die um 2,7 Prozent steigen.

In Mailand steigen Fiat Chrysler um 1,3 Prozent. Der Automobilhersteller will 2.000 neue Jobs in zwei Fabriken in den US-Bundesstaaten Michigan und Ohio schaffen. Der Konzern will 1 Milliarde US-Dollar in die Standorte investieren.

Den schwächsten Sektor stellen zum Wochenstart die Banken, der Sub-Index verliert 1,4 Prozent. Zu den schwächsten Werten gehört die italienische Unicredit, die um 3,5 Prozent verliert. Schwer einzuordnen ist die Meldung, dass die US-Kanzlei Hausfeld einem Zeitungsbericht zufolge Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe gegen deutsche Banken vor bereitet.

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Pfund und Lira unter Druck

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Während der Euro zum US-Dollar mit 1,0520 allenfalls etwas leichter tendiert, spielt die Musik im Pfund und in der Lira. Das britische Pfund schwächelt, nachdem Premierministerin Theresa May am Wochenende angekündigt hatte, in den nächsten Wochen genauere Details ihrer Pläne für den Austritt Großbritanniens aus der EU bekanntzugeben. Nachdem May erneut signalisiert hatte, dass´die angestrebte Zuwanderungskontrolle eine rote Linie sei, über die nicht verhandelt werde, dürfte nach Einschätzung der Commerzbank mit dem Brexit unvermeidlich auch der Zugang zum europäischen Binnenmarkt verloren gehen. Der Euro steigt auf 0,8652 Pfund nach Wechselkursen um 0,8574 am Freitagabend. Aus der Türkei ziehen Investoren weiterhin ihr Geld ab, die Lira fällt auf ein neues Allzeittief gegenüber dem Dollar.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.297,05 -0,73 -24,12 0,20
Stoxx-50 3.032,19 -0,61 -18,50 0,72
DAX 11.525,06 -0,64 -73,95 0,38
MDAX 22.130,67 -0,56 -124,60 -0,26
TecDAX 1.837,80 -0,06 -1,09 1,44
SDAX 9.597,95 -0,21 -20,13 0,82
FTSE 7.208,52 -0,02 -1,53 0,92
CAC 4.868,55 -0,84 -41,29 0,13

Bund-Future 163,07 0,25 -0,65

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.56 Uhr Fr, 17.24 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0528 -0,36% 1,0566 1,0537 +0,1%
EUR/JPY 122,8511 +0,61% 122,1008 121,41 -1,5%
EUR/CHF 1,0716 -0,39% 1,0758 1,0751 +0,0%
EUR/GBP 0,8648 +0,62% 0,8395 1,1933 +1,5%
USD/JPY 116,71 +1,00% 115,55 115,20 -0,2%
GBP/USD 1,2175 -3,29% 1,2589 1,2574 -1,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,08 53,99 -1,7% -0,91 n.def.
Brent/ICE 0,00 56,14 0% 0,00 0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.179,91 1.172,90 +0,6% +7,02 +2,5%
Silber (Spot) 16,53 16,49 +0,2% +0,04 +3,8%
Platin (Spot) 975,60 968,05 +0,8% +7,55 +8,0%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

January 09, 2017 06:48 ET (11:48 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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