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MÄRKTE EUROPA/Seitwärts - Autowerte unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Weiterhin tendenziell seitwärts geht es am Dienstagnachmittag an den europäischen Aktienmärkten. Der DAX zeigt sich mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 12.214 Punkte etwas leichter, und der Euro-Stoxx-50 gibt 0,4 Prozent nach. Unter Druck stehen die Autowerte. Dagegen können sogar gößere Übernahmen im Pharma- und im Technologiebereich die Kurse nicht stärker bewegen. "Die Anleger halten sich zurück", sagt ein Marktteilnehmer.

Denn die Anleger warten auf den G20-Gipfel in Osaka, der am Freitag beginnt. Im Blick stehen Gespräche zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump zur Lösung des Handelsstreits. Eine Lösung des Konflikts könnte im Anschluss an das Treffen die Kurse weiter und deutlich nach oben treiben, denn dann sollten sich die Konjunkturerwartungen aufhellen, erwarten die Optimisten.

Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen, die starkes Enttäuschungspotenzial sehen. Bei Union Bancaire Privee heißt es, bei den offenen Fragen gebe es nach wie vor keinen Durchbruch. Allerdings sei auch ein völliger Abbruch der Gespräche unwahrscheinlich. "Wir sehen das wahrscheinlichste Ergebnis des G20-Gipfels in einer verlängerten Waffenruhe, während die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, aber alle bestehenden Zölle beibehalten werden", heißt es bei der Schweizer Bank.

Für Zurückhaltung sorgen auch die Spannungen im Nahen Osten zwischen dem Iran und den USA. Trump hat am Montag neue "harte Sanktionen" angekündigt. Diese richten sich offenbar gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei und dessen Umfeld und sollen den Zugang zu finanziellen Ressourcen verwehren.



Gold erstrahlt immer mehr


Gewinner der Situation ist der Goldpreis, der auf den höchsten Stand seit sechs Jahren steigt. Zeitweise wurden knapp 1.440 Dollar je Feinunze bezahlt. Neben der Iran-Krise stützt die neuerliche Zinswende der Notenbanken, mit der immer mehr Staatsanleihen negative Renditen abwerfen. Marktteilnehmer sprechen von einem neuen Rekordvolumen von umgerechnet 13 Billionen Dollar.

Der Weg nach oben steht offen", sagt Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest. "Erst bei 1.520 Dollar ergeben sich größere Widerstände", meint er mit Blick auf den Gold-Chart.

Für Rio Tinto geht es in London um 0,8 Prozent nach oben. Der norwegische Staatsfonds hat wieder grünes Licht für Investitionen in eine Reihe von Unternehmen erhalten, die zuvor aus ethischen Gründen nicht im Portfolio gehalten werden durften. Wie ein Händler anmerkt, bedeutet das Ende der Investitionssperre zwar nicht automatisch, dass die Norweger tatsächlich in Rio Tinto investieren werden. Die Wahrscheinlichkeit sei aber hoch, und die Nachricht sende ein klar positives Signal an den gesamten Sektor aus. BHP Billiton gewinnen 1,2 Prozent und Anglo American 0,6 Prozent. Der Rohstoff-Sektor führt mit einem Plus von 1 Prozent die Gewinnerliste unter den Stoxx-Branchen an.



Gewinnwarnung von Daimler könnte erst der Anfang gewesen sein


Der Stoxx-Auto-Index fällt um 1 Prozent. Die Gewinnwarnung von Daimler dürfte Signalwirkung haben für den gesamten Sektor. Nach Einschätzung von Evercore dürften viele Unternehmen aus der Branche dem Negativbeispiel von Daimler folgen. Der Sektor stehe mit dem globalen Handelsstreit und den CO2-Auflagen vor enormen Herausforderungen. Auch gute ACEA-Lkw-Absatzzahlen für Mai sind nicht in der Lage, die Stimmung zu heben. BMW fallen um 0,7 Prozent und VW um 0,6 Prozent, für die Daimler-Aktie geht es um weitere 0,8 Prozent nach unten.

Auch Lufthansa stehen nach der massiven Gewinnwarnung unverändert unter Druck und verlieren weitere 1,4 Prozent. Nicht hilfreich ist eine angebliche Verkaufsempfehlung durch Metzler. Bernstein empfiehlt den Aktionären, sich anzuschnallen. Man habe zwar Vertrauen in die langfristige Strategie der Airline, in den kommenden Monaten sei indes nicht mit einer Verbesserung des Nachrichtenflusses zu rechnen, warnen die Analysten. Auch andere Aktien aus dem Sektor werden gemieden, die Probleme seien ähnlich, heißt es im Handel: Air France-KLM verlieren 1,3 Prozent und die Aktien der British-Airways-Mutter IAG 2,5 Prozent.



Capgemini für Altran und Abbvie für Allergan


Capgemini hat am Vorabend ein Gebot für Altran Technologies in Höhe von 14 Euro je Aktie bzw. 3,6 Milliarden Euro abgegeben. Das Gebot stellt eine Prämie von rund 30 Prozent auf den Schlusskurs dar, entsprechend positiv reagiert die Altran-Aktie, die um 21,9 Prozent auf 13,985 Euro steigt. Auch Capgemini reagieren mit einem Plus von 8,2 Prozent. Der Consulting-Sektor befindet sich in einer Konsolidierung. Digitalisierung und Datenanalyse gewinnen immer mehr an Bedeutung, ein Know-how, das sich größere Unternehmen gerne durch Akquisitionen einkaufen.

Im Pharma-Sektor hat Abbvie ein 63-Milliarden-Dollar-Gebot für den Botox-Konzern Allergan abgegeben. In Europa liegt der Healthcare-Index 0,2 Prozent im Plus.



Osram verkauft Leuchtengeschäft Siteco


Als leicht positiv für das Sentiment von Osram wird im Handel die Ankündigung des Verkaufs der Sparte Siteco gewertet. Der große Wurf sei das nicht, allerdings dürfte der Verkauf im Zusammenhang mit den laufenden Übernahmegesprächen mit Bain und Carlyle stehen. Diese stehen im Zentrum des Marktinteresses. Osram gilt als technologisch gut aufgestellt, leidet allerdings unter der andauernden Marktschwäche in der Autoindustrie und bei Allgemeinbeleuchtung. Osram gewinnen 1 Prozent.

Erste Group geben an der Wiener Börse um 3,8 Prozent nach. Die Bank hat einen Rechtsstreit in Rumänien verloren und stellt dafür bis zu 230 Millionen Euro zurück. Erste Group betonte allerdings, dass dieser Einmaleffekt sich nicht auf den Ausblick für das laufende Jahr auswirken wird.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.441,55 -0,41 -14,02 14,66
Stoxx-50 3.167,40 -0,24 -7,52 14,76
DAX 12.214,19 -0,49 -60,38 15,68
MDAX 25.434,59 -0,14 -35,39 17,82
TecDAX 2.843,66 -0,31 -8,70 16,06
SDAX 11.144,94 -0,04 -4,10 17,20
FTSE 7.414,76 -0,03 -1,93 10,23
CAC 5.513,17 -0,15 -8,54 16,54

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,33 -0,03 -0,57
US-Zehnjahresrendite 1,99 -0,03 -0,69

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:02 Mo, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1392 -0,04% 1,1395 1,1395 -0,6%
EUR/JPY 121,73 -0,46% 121,96 122,30 -3,2%
EUR/CHF 1,1082 +0,05% 1,1080 1,1072 -1,6%
EUR/GBP 0,8963 +0,15% 0,8943 0,8951 -0,4%
USD/JPY 106,86 -0,43% 107,03 107,31 -2,5%
GBP/USD 1,2710 -0,18% 1,2741 1,2731 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 11.326,25 +3,63% 11.294,50 10.902,25 +204,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,89 57,90 -0,0% -0,01 +21,6%
Brent/ICE 65,32 64,86 +0,7% 0,46 +18,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.435,12 1.419,55 +1,1% +15,57 +11,9%
Silber (Spot) 15,48 15,44 +0,2% +0,04 -0,1%
Platin (Spot) 819,06 814,50 +0,6% +4,56 +2,8%
Kupfer-Future 2,74 2,71 +1,4% +0,04 +3,9%


DJG/hru/cln

END) Dow Jones Newswires

June 25, 2019 10:24 ET ( 14:24 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +0,05
BHP GROUP (ADR)/2 44,50 +10,15%
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EUR +1,60
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EUR ±0,000
BHP GROUP ADR 2/DL-,50 43,00 -2,71%
EUR -1,20
BMW ST 67,64 +0,77%
EUR +0,52
CAPGEMINI SE INH. EO 8 109,05 -0,18%
EUR -0,20
LUFTHANSA 15,44 ±0,00%
EUR ±0,00
DAIMLER 48,32 -0,25%
EUR -0,12
ERSTE GROUP BNK INH. O.N. 30,52 +1,13%
EUR +0,34
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VOLKSWAGEN 167,75 -0,33%
EUR -0,55
VOLKSWAGEN VZ 169,30 +0,81%
EUR +1,36
BMW VZ 53,75 +0,75%
EUR +0,40
AEX-INDEX 572,72 -0,61%
PKT -3,54
EURONEXT 100 1.089,39 -0,58%
PKT -6,31
PSI 20 4.977,16 -0,73%
PKT -36,62
CAC 40 5.636,25 -0,65%
PKT -36,81
SMI ® 9.965,49 -0,43%
PKT -43,45
L/E-DAX 12.619,25 -0,09%
PKT -11,89
L/E-MDAX 26.006,97 -0,32%
PKT -82,74
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