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MÄRKTE EUROPA/Stabilisierung hält an - Cineworld schwach

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Seit ihrem Absturz zum Wochenstart tendieren die europäischen Börsen unter Schwankungen seitwärts. Weiterhin belasten übergeordnet der bevorstehende Brexit, die US-Wahl sowie die steigende Zahl an Covid-19-Infektionen weltweit. Positiv wurde am Vormittag dagegen der ifo-Geschäftsklimaindex gewertet, der für eine fortgesetzte wirtschaftliche Erholung in Deutschland steht. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,7 Prozent auf 3.154 Punkte. Der DAX schloss 0,3 Prozent tiefer bei 12.607 Punkten.

Die türkische Zentralbank hat am Mittag ihren Leitzins um 200 Basispunkte erhöht und damit die Märkte mit dem Schritt überrascht. Die Währungshüter schraubten den Zinssatz auf 10,25 Prozent nach oben, wobei sie sich auf Bedenken wegen der Inflation beriefen und zudem erklärten, dass die Maßnahmen, die sie im August zur Verknappung der Geldmenge ergriffen haben, verstärkt werden sollten. Die Lira reagierte schulbuchmäßig und legte in der Folge gegenüber dem Dollar leicht zu.


Wirtschaftliche Erholung geht weiter, aber verlangsamt sich

Die deutsche Wirtschaft befindet sich auch im September weiter auf Erholungskurs, der DZ Bank zufolge allerdings mit nachlassendem Tempo. Das zeige die Umfrage des ifo-Instituts - der Geschäftsklimaindex klettert von 92,5 auf 93,4 Zähler. Die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen habe sich im laufenden Monat weiter verbessert, doch das Plus sei das kleinste seit dem historischen Tief im April gewesen. Wie auch andere Umfragen zeigten, helle sich die Stimmung im Industriebereich deutlich auf. Hier gebe es zunehmend Lichtblicke auch im Auslandsgeschäft. Dagegen litten viele Dienstleistungssparten unter den wieder steigenden Infektionszahlen und der damit verbundenen Unsicherheit über mögliche neue Einschränkungen.


Neue Reisewarnungen belasten Sektorwerte besonders

Einige Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor standen mit Blick auf die steigenden Covid-19-Zahlen und möglichen neuerlichen oder verlängerten Reise-Beschränkungen unter Druck. So verlor der Sektor-Index der Reiseunternehmen 1,3 Prozent, IAG fielen um 5,3 und Lufthansa um 3,6 Prozent. Zudem brachen in London Cineworld um rund 15 Prozent ein. Die Befürchtung neuer Lockdowns belastete, was weitere Verzögerungen von Film-Premieren zur Folge haben dürfte. So plant laut Medienberichten Walt Disney eine Verschiebung des Marvel-Superhero-Films "Black Widow". Daneben verweist AJ Bell auf die enttäuschende Entwicklung von "Tenet". Der Film sei schlechter in den Kinos gelaufen als gedacht. Daneben sei "Mulan" vom Start an als Streaming-Film angeboten worden. "Wonder Woman" sei auf Weihnachten verschoben worden. In Deutschland verlor die Aktie des Konzertveranstalters Deag knapp 10 Prozent.


Optimistischer Ausblick lässt Pets-at-Home haussieren

Die Aktie von Pets at Home sprang um 27,8 Prozent nach oben und notierte im Tagesverlauf auf Allzeithoch. Wie der britische Einzelhändler für Heimtierbedarf berichtete, rechnet er im Geschäftsjahr 2021 mit einem Vorsteuergewinn oberhalb der Markterwartung. Zudem seien die flächenbereinigten Umsätze in den acht Wochen vor dem 10. September zweistellig gestiegen. Die Analysten von Peel Hunt schließen nach den starken Zahlen eine Sonderdividende nicht aus. Das Online-Geschäft brumme, aber auch die Umsätze in den Geschäften, die eine höhere Marge lieferten, schnitten gut ab. In Deutschland notierte die Aktie des Wettbewerbers Zooplus 3,5 Prozent höher .

Nach Zahlenvorlage ging es für die Aktien der Smiths Group an der Londoner Börse um 7,5 Prozent nach unten. Der bereinigte Vorsteuergewinn fiel unter den Konsensschätzungen aus. Das unterstreicht nach Einschätzung von AJ Bell die Notwendigkeit des Kostensenkungsprogramms des Unternehmens. Negativ könnte auch aufstoßen, dass das Unternehmen keine Details für den Zeitplan des geplanten Spinoffs der Medizinsparte genannt hat.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.159,64 -20,47 -0,6% -15,6%
Stoxx-50 2.888,27 -29,12 -1,0% -15,1%
Stoxx-600 355,85 -3,68 -1,0% -14,4%
XETRA-DAX 12.606,57 -36,40 -0,3% -4,9%
FTSE-100 London 5.822,78 -76,48 -1,3% -21,8%
CAC-40 Paris 4.762,62 -39,64 -0,8% -20,3%
AEX Amsterdam 541,11 -4,57 -0,8% -10,5%
ATHEX-20 Athen 1.477,63 -6,42 -0,4% -35,7%
BEL-20 Bruessel 3.172,60 -43,03 -1,3% -19,8%
BUX Budapest 31.898,01 -617,38 -1,9% -30,8%
OMXH-25 Helsinki 4.249,08 -50,84 -1,2% +0,6%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.256,65 +24,94 +2,0% -9,5%
OMXC-20 Kopenhagen 1.329,22 -17,80 -1,3% +17,0%
PSI 20 Lissabon 4.087,51 -37,99 -0,9% -22,3%
IBEX-35 Madrid 6.643,40 -10,80 -0,2% -30,4%
FTSE-MIB Mailand 18.906,83 -23,06 -0,1% -19,5%
RTS Moskau 1.188,98 -6,79 -0,6% -23,2%
OBX Oslo 730,88 -7,17 -1,0% -13,3%
PX Prag 863,09 +1,40 +0,2% -22,6%
OMXS-30 Stockholm 1.777,51 -18,13 -1,0% +0,3%
WIG-20 Warschau 1.665,96 -19,44 -1,2% -22,5%
ATX Wien 2.102,42 -9,28 -0,4% -32,8%
SMI Zuerich 10.211,53 -118,53 -1,1% -3,8%


DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:11 Mi, 18:01 % YTD
EUR/USD 1,1666 +0,06% 1,1658 1,1678 +4,0%
EUR/JPY 122,98 +0,08% 122,82 123,05 +0,9%
EUR/CHF 1,0807 +0,30% 1,0766 1,0782 -0,5%
EUR/GBP 0,9156 -0,12% 0,9174 0,9158 +8,2%
USD/JPY 105,42 +0,06% 105,33 105,37 -3,1%
GBP/USD 1,2742 +0,14% 1,2706 1,2752 -3,9%
USD/CNH (Offshore) 6,8329 +0,08% 6,8268 6,8182 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 10.652,51 +3,94% 10.306,76 10.444,51 +47,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,05 39,93 +0,3% 0,12 -29,6%
Brent/ICE 41,57 41,77 -0,5% -0,20 -32,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.872,07 1.863,42 +0,5% +8,66 +23,4%
Silber (Spot) 22,81 22,88 -0,3% -0,07 +27,8%
Platin (Spot) 846,60 842,50 +0,5% +4,10 -12,3%
Kupfer-Future 2,95 2,99 -1,4% -0,04 +4,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/err

END) Dow Jones Newswires

September 24, 2020 12:18 ET ( 16:18 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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