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MÄRKTE EUROPA/Stabilisierung trägt nicht - Kaufbereitschaft fehlt

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen können die kleinen Kursgewinne aus dem frühen Handel nicht halten und rutschen zum Mittag am Dienstag weiter ab. Schon am frühen Morgen hatten Händler Zweifel, was die Kraft der sich da noch andeutenden Erholung anging. Hauptbelastungsfaktoren bleiben der Renditeanstieg an den Anleihemärkten, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die politischen Unsicherheiten rund im Italien.

Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 11.876 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,5 Prozent auf 3.292 Punkte nach unten.

Daneben machen sich die Anleger zunehmend Sorgen um die Gesamtverfassung der Weltwirtschaft. Nachdem am Montag schwache Produktionszahlen aus Deutschland die Stimmung belasteten, kommt der nächste Dämpfer vom Internationalen Währungsfonds. Er hat die globale Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 3,7 Prozent gesenkt von 3,9 Prozent. Für Deutschland erwartet der IWF 2018 und 2019 nur noch je 1,9 Prozent Plus. Im April waren es noch 0,3 Punkte bzw. 0,2 Punkte mehr. Der IWF begründet die Senkung auch mit den Auswirkungen der Handelspolitik von US-Präsident Trump.

Dazu passt, dass die deutschen Exporte im August wider Erwarten leicht gesunken sind und dass das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der deutschen Wirtschaft einen fortgesetzten Aufschwung mit geringerer Dynamik prognostiziert.



Ceconomy für erneute Warnung abgestraft


Für fast schon ungläubiges Kopfschütteln sorgt eine erneute Gewinnwarnung von Ceconomy. Die Aktie bricht um 16,6 Prozent ein auf 4,76 Euro. Die Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn hatte erst vor drei Wochen gewarnt - seinerzeit begründet mit dem langen und heißen Sommer. Im Handel ist von einem "Desaster" die Rede. Nach Ansicht von JP Morgan ist die erneute Gewinnwarnung nicht Folge einer zunehmenden weiteren Verschlechterung der Handelsbedingungen, sondern einer schwachen Margenentwicklung.

Für Freenet geht es im Ceconomy-Sog 4,3 Prozent abwärts. Freenet ist seit dem Sommer an Ceconomy mit 9 Prozent beteiligt. Der Einstiegspreis seinerzeit lag bei 8,50 Euro.

Die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Tarifstreit mit den Gewerkschaften treibt Air France-KLM mit 4,7 Prozent nach oben. Bei Air France habe das Management eine Gehaltserhöhung um insgesamt 4 Prozent angeboten, berichtet die Nachrichtenagentur AFP mit Bezug auf die Pilotengewerkschaft SNPL.

Autoaktien werden tendenziell gemieden, ihr Stoxx-Subindex fällt um 0,7 Prozent. Der Druck auf die Autobauer könnte zunehmen, denn in Berlin verhandelt das Verwaltungsgericht über ein mögliches Diesel-Fahrverbot für die Hauptstadt. Zugleich sprechen in Luxemburg die EU-Umweltminister über Ziele für eine Verringerung des CO2-Ausstoßes bei Neuwagen bis 2030. Die EU-Kommission hat eine Verringerung um 30 Prozent vorgeschlagen, das Europaparlament verlangt sogar 40 Prozent.



Wirecard erholt - Westwing mit schwachem Börsendebüt


Wirecard erholen sich nach ihrem - laut Marktexperten allein durch Gewinnmitnahmen ausgelösten - Kurseinbruch am Montag um 3,2 Prozent zu. Der DAX-Neuling will sein kräftiges Wachstum in den kommenden Jahren fortsetzen und kündigte im Rahmen seines "Innovation Day" an, dass sich der Umsatz bis 2025 auf über 10 Milliarden Euro fast versiebenfachen soll. Die Ziele für 2020 und den Ausblick für den operativen Gewinn im laufenden Jahr bekräftigte Wirecard.

Verlierer im DAX sind Adidas mit einem Minus von 2,6 Prozent. Hier ist ähnlich wie bei Wirecard am Vortag von Gewinnmitnahmen die Rede, zumal die Aktie seit Jahresbeginn noch deutlich im Plus liegt.

Givaudan geben trotz gut ausgefallener Umsatzzahlen um 1,9 Prozent nach. Die Umsatzentwicklung habe die Erwartung zwar übertroffen, merken die Analysten von Bernstein an. Allerdings stünden hinter der Margen- und Cashflow-Entwicklung weiter Fragezeichen. Preiserhöhungen infolge der gestiegenen Rohstoffkosten dürften sich deutlich verzögern und die Margen im laufenden Jahr belasten. Die Aktie des deutschen Wettbewerbers Symrise verliert 2,1 Prozent.

Enttäuschend gestaltet sich das Börsendebüt von Westwing. Nach einem ersten Kurs knapp über dem Ausgabepreis von 26 Euro ist die Aktie des Möbel-Portals schnell unter Druck geraten. Zuletzt wurde sie mit 23,02 Euro gehandelt. Der Kurs von Rocket Internet - das Unternehmen hat Westwing an die Börse gebracht - liegt 0,7 Prozent im Minus.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.292,69 -0,51 -17,03 -6,03
Stoxx-50 2.990,97 -0,38 -11,32 -5,88
DAX 11.877,15 -0,59 -70,01 -8,05
MDAX 24.626,11 -0,95 -236,25 -6,01
TecDAX 2.628,12 -0,68 -18,04 3,92
SDAX 11.235,17 -0,66 -75,05 -5,48
FTSE 7.206,74 -0,37 -26,59 -5,91
CAC 5.279,68 -0,39 -20,56 -0,62

Bund-Future 157,93 -0,13 1,11


DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:32 Mo, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1445 -0,40% 1,1469 1,1475 -4,7%
EUR/JPY 129,46 -0,47% 129,77 129,84 -4,3%
EUR/CHF 1,1380 -0,23% 1,1398 1,1398 -2,8%
EUR/GBP 0,8766 -0,15% 0,8771 0,8789 -1,4%
USD/JPY 113,12 -0,05% 113,14 113,15 +0,4%
GBP/USD 1,3057 -0,26% 1,3076 1,3056 -3,4%
Bitcoin
BTC/USD 6.633,25 -0,4% 6.642,69 6.652,39 -51,4%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,55 -0,55 0,06
Deutschland 10 Jahre 0,55 0,53 0,12
USA 2 Jahre 2,88 2,88 0,99
USA 10 Jahre 3,25 3,23 0,84
Japan 2 Jahre -0,12 -0,12 0,02
Japan 10 Jahre 0,16 0,15 0,11


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 74,86 74,29 +0,8% 0,57 +28,2%
Brent/ICE 84,67 83,91 +0,9% 0,76 +33,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.186,65 1.188,11 -0,1% -1,46 -8,9%
Silber (Spot) 14,30 14,37 -0,5% -0,08 -15,6%
Platin (Spot) 814,60 821,00 -0,8% -6,40 -12,4%
Kupfer-Future 2,78 2,77 +0,6% +0,02 -16,9%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/gos

END) Dow Jones Newswires

October 09, 2018 06:42 ET ( 10:42 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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