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MÄRKTE EUROPA/Steigender Ölpreis und EZB-Hoffnung treiben

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen blieben am Freitag auf Erholungskurs. Zum einen wirkte die taubenhafte EZB-Sitzung nach. Zum anderen stützte die starke Erholung des Ölpreises. Im Handel gilt es als ausgemachte Sache, dass die EZB auf ihrer März-Sitzung die Geldpolitik nochmals lockern wird. Morgan Stanley rechnet mit einer weiteren Senkung des Einlagesatzes um 10 Basispunkte sowie einer Ausweitung des Wertpapierkaufprogramms um 20 Milliarden Euro. Stützend an den Börsen wirkte zudem ein deutlich über den Erwartungen ausgefallener Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe aus den USA.

Der DAX gewann 2 Prozent auf 9.765 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 2,7 Prozent auf 3.023 nach oben. Noch deutlicher als die Aktienindizes stiegen die Ölpreise: Brent und WTI zogen beide deutlich mehr als 6 Prozent an und notierten wieder über der Marke von 31 Dollar das Barrel. Das hatte eine Erholung der Sektoren Öl & Gas sowie Rohstoffe zur Folge - der Ölsektor stieg um 5,1 Prozent. Der unter den Erwartungen ausgefallene Einkaufsmanagerindex für die Eurozone stellte keine Belastung dar. Im Gegenteil. Dieser wird als weiteres Indiz dafür gesehen, dass die EZB im März wieder aktiv werden wird.

EZB-Lockerungsfantasie drückt auf den Euro

Am Devisenmarkt gab der Euro zum Börsenschluss auf 1,0815 Dollar nach. Belastend wirkten hier die gestiegenen Erwartungen der Anleger Richtung EZB. Zusätzlich geschürt wurden die geldpolitischen Erwartungen durch die Veröffentlichung des Survey of Professional Forecasters: Ökonomen, die für diese Studie der EZB befragt wurden, rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einer Inflationsrate in der Eurozone von 0,7 Prozent. Bislang war es 1 Prozent gewesen. "Für einen stärkeren Euro fehlen derzeit nicht nur die fundamentalen Argumente. Auch die EZB sagt: Nicht mit uns!", kommentierte die Commerzbank.

Ein Händler sah den Immobiliensektor als einen der Profiteure weiterer geldpolitischer Maßnahmen der EZB: "Noch niedrigere Zinsen oder aber noch mehr billiges Geld von der EZB würden die Refinanzierung in der Branche noch günstiger machen." So sei es auch wenig verwunderlich, dass die Aktie von LEG Immobilien trotz einer Abstufung auf "Sell" durch Goldman Sachs um 3,5 Prozent zulegte. Größte Kursgewinner in der Branche waren Deutsche Wohnen, die 3,9 Prozent stiegen, und Vonovia mit einem Plus von 5,5 Prozent.

Per Donnerstagabend hielt Vonovia eigenen Angaben zufolge 16,9 Prozent des Grundkapitals der Deutsche Wohnen. Am Dienstag endet die Annahmefrist für das Übernahme-Angebot. "In der Regel dient die große Masse der Anleger ihre Stücke am letzten Tag erst an", sagte der Händler. Das Management von Vonovia habe jüngst mit Verve für eine Annahme des Angebots plädiert, nicht zuletzt auf Investorenkonferenzen von Banken, hieß es.

Erhöhter SAP-Ausblick stützt Aktie nicht

Enttäuschend fiel die Marktreaktion bei SAP aus. Obwohl das Unternehmen die Ziele für Umsatz und Gewinn im Jahr 2017 erhöht hatte, stieg der Kurs nur um 0,4 Prozent. Zeitweise notierte die Aktie sogar deutlich im Minus. Zum einen habe sich der Aktienkurs während des jüngsten Absturzes an den Börsen vergleichsweise gut gehalten, sagten Händler. Zum anderen deckten sich die neuen Ziele von SAP mit den Konsensschätzungen von Analysten.

In Amsterdam blieben Philips mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent weit hinter dem Gesamtmarkt zurück. Die Niederländer können nicht wie geplant die Sparte LED- und Autolicht-Bauteile an einen chinesischen Investmentfonds verkaufen. In den USA sei die Transaktion nicht genehmigt worden, teilte Philips zur Begründung mit. In Brüssel stiegen Aktien von Delhaize um 2,8 Prozent, gestützt von soliden Umsätzen des Handelskonzerns im vierten Quartal.

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DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.14 Uhr Do, 17.35 Uhr
EUR/USD 1,0816 -0,05% 1,0822 1,0828
EUR/JPY 128,06 0,19% 127,81 127,39
EUR/CHF 1,0977 0,43% 1,0931 1,0952
GBP/EUR 1,3231 0,66% 1,3144 1,3099
USD/JPY 118,39 0,25% 118,09 117,66
GBP/USD 1,4310 0,60% 1,4224 1,4183

Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.023,21 +79,29 +2,7% -7,5%
Stoxx-50 2.874,08 +84,81 +3,0% -7,3%
Stoxx-600 338,36 +9,85 +3,0% -7,5%
XETRA-DAX 9.764,88 +190,72 +2,0% -9,1%
FTSE-100 London 5.900,01 +126,22 +2,2% -5,5%
CAC-40 Paris 4.336,69 +130,29 +3,1% -6,5%
AEX Amsterdam 419,28 +12,79 +3,1% -5,1%
ATHEX-20 Athen 148,28 +5,37 +3,8% -19,1%
BEL-20 Bruessel 3.450,99 +95,10 +2,8% -6,7%
BUX Budapest 23.357,24 +448,25 +2,0% -2,4%
OMXH-25 Helsinki 3.172,83 +93,40 +3,0% -5,6%
ISE NAT. 30 Istanbul 86.106,14 +2194,37 +2,6% -3,7%
OMXC-20 Kopenhagen 951,29 +23,73 +2,6% -6,2%
PSI 20 Lissabon 4.683,00 +150,70 +3,2% -9,0%
IBEX-35 Madrid 8.722,90 +278,70 +3,3% -8,6%
FTSE-MIB Mailand 19.028,42 +305,20 +1,6% -11,2%
RTS Moskau 691,40 +59,28 +9,4% -8,7%
OBX Oslo 488,89 +21,09 +4,5% -9,3%
PX-GLOB Prag 1.156,91 +33,55 +3,0% -6,8%
OMXS-30 Stockholm 1.361,36 +48,76 +3,7% -5,9%
WIG-20 Warschau 1.727,22 +43,41 +2,6% -7,1%
ATX Wien 2.138,90 +57,14 +2,7% -10,8%
SMI Zuerich 8.271,11 +236,05 +2,9% -6,2%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

END) Dow Jones Newswires

January 22, 2016 12:07 ET (17:07 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.
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