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MÄRKTE EUROPA/Tillerson-Schock verdaut - Adidas im Höhenflug

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)An den europäischen Aktienmärkten können sich die Kurse am Mittwochnachmittag stabilisieren. Nach dem deutlichen Rückschlag des Vortags legt der DAX um 0,1 Prozent auf 12.238 Punkte zu. Der Euro-Stoxx-50 tritt mit 3.393 Punkten auf der Stelle. Star des Tages im DAX sind Adidas, die nach neuen Geschäftszahlen um 12,3 Prozent auf 189,85 Euro steigen.

Der DAX erholt sich vom Tillerson-Schock", sagt Marktanalyst Jens Klatt in einer Note für JFD Brokers. Es zeige sich wieder einmal, dass politische Börsen kurze Beine hätten. Nun bestehe wieder Potenzial bis in den Widerstandsbereich zwischen 12.500 und 12.600. "Prallt der DAX hier allerdings erneut ab, wäre das als klares Zeichen zu werten, dass die Bären weiter das Ruder in der Hand haben", so Klatt. Dann müssten Attacken auf die 12.000er Region wieder einkalkuliert werden.

In Europa sind es neben den weiter erholten Rohstoffwerten die Versicherungstitel, die positiv herausstechen. Ihr Index steigt um 0,8 Prozent, gestützt von Prudential, die mit Berichten um eine Aufspaltung des Konzerns fast 7 Prozent gewinnen. Zukünftig werde sich M&G Prudential auf das britische und europäische Geschäft konzentrieren, während Prudential die schnell wachsenden Märkte in Asien, den USA und Afrika abdecken wird. Die Erfahrung zeigt, dass diese Art von Abspaltung in der Regel von Anlegern mit Bewertungsaufschlägen honoriert wird.

Der Index der Rohstoff-Aktien steigt um 1,1 Prozent. Hier verbuchen erneut Glencore überdurchschnittliche Gewinne.



Adidas laufen allen davon


Zu Adidas heißt es, die Geschäftszahlen zum Schlussquartal seien stark. Positiv wird aber auch der Ausblick des Unternehmens gewertet, die operative Marge erwartet der Sportartikelhersteller mit 10,3 bis 10,5 Prozent höher als die Analysten. Außerdem will Adidas eigene Aktien im Volumen von bis zu 3 Milliarden Euro zurückkaufen.

Den Gewinner Nummer zwei im DAX stellen RWE mit einem Plus von 3,7 Prozent, die damit wieder von der Neuordnung des Energiemarkts und von einer Kaufempfehlung durch Merrill Lynch profitieren. Bei Eon ist die Aufwärtswelle dagegen schon wieder ausgelaufen, der Kurs gibt um 0,5 Prozent nach.



Hochtief und ACS mit Abertis-Entwicklung sehr fest


Im MDAX zeigen sich Hochtief mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 153,20 Euro sehr fest. Händler verweisen auf die Entwicklung um den spanischen Autobahnbetreiber Abertis. "Hochtief kommt wohl günstig weg", sagt ein Händler. Das Unternehmen werde in die Übernahme von Abertis viel weniger Geld stecken als bisher erwartet, da es zu einem gemeinsamen Gebot von ACS, Atlantia und Hochtief kommt.

Hochtief soll nun 20 Prozent minus eine Aktie erhalten, ACS 30 Prozent und Atlantia 50 Prozent plus eine Aktie. Positiv wird auch bewertet, dass sich Atlantia nun direkt an Hochtief beteiligt. Atlantia wird künftig 24 Prozent an Hochtief halten.

ACS gewinnen 6,8 Prozent. Atlantia geben 1,4 Prozent ab. Abertis notieren fast unverändert.



Australien-Auftrag positiv für Rheinmetall


Von einem "Coup" ist im Handel mit Blick auf den Milliardenauftrag aus Australien für Rheinmetall die Rede. Die Regierung in Canberra wählte den Rüstungskonzern für den Bau einer Flotte von 200 Boxer-Panzerfahrzeugen aus. Der Vertrag hat ein Volumen von rund 2 Milliarden Euro, die Auslieferung ist für 2019 bis 2026 geplant. Damit setzte sich Rheinmetall überraschend gegen BAE Systems durch, was nicht nur ein Schlag für das britische Unternehmen, sondern auch die Regierung in London sein dürfte. Diese will den Brexit über stärkere Handelsbeziehungen im Commonwealth ausgleichen. Die Aktie von Rheinmetall legt um 3,3 Prozent zu, BAE Systems treten auf der Stelle.



Brenntag und Symrise von Zahlen gedrückt


Die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag verlieren 4,5 Prozent. Der Gewinn ist zuletzt deutlich langsamer gewachsen als der Umsatz. Die Dividende hebt der MDAX-Konzern auf 1,10 Euro je Aktie an. Symrise geben um 4,2 Prozent nach. Die Anleger stören sich vor allem an einem schwächeren Ausblick auf 2018: Symrise will die Erlöse um 3 bis 4 Prozent steigern - dem steht laut einem Händler eine Schätzung von 4,5 Prozent entgegen. Daneben strebt Symrise eine EBITDA-Marge von 20 Prozent an - hier liege die Markt-Erwartung bei 21,5 Prozent.

Inditex bauen die Gewinne aus und steigen nun um 4,5 Prozent. Nach ihren Geschäftszahlen waren sie zunächst um mehr als 5 Prozent gefallen. Liberum hat von einer guten Einstiegsgelegenheit gesprochen, der Gewinn liege im Rahmen der Erwartungen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.392,74 -0,14 -4,61 -3,17
Stoxx-50 2.991,53 -0,04 -1,18 -5,86
DAX 12.238,43 0,14 17,40 -5,26
MDAX 25.716,31 -0,58 -150,57 -1,85
TecDAX 2.686,25 -0,30 -7,99 6,22
SDAX 12.142,43 0,14 17,03 2,15
FTSE 7.136,27 -0,04 -2,51 -7,14
CAC 5.232,33 -0,20 -10,46 -1,51

Bund-Future 157,68 0,09 -0,97

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:55 Uhr Di, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2363 -0,25% 1,2399 1,2395 +2,9%
EUR/JPY 131,49 -0,38% 132,06 132,05 -2,8%
EUR/CHF 1,1702 +0,05% 1,1697 1,1697 -0,1%
EUR/GBP 0,8854 -0,20% 0,8873 1,1280 -0,4%
USD/JPY 106,37 -0,12% 106,52 106,53 -5,6%
GBP/USD 1,3963 -0,05% 1,3973 1,3982 +3,3%
Bitcoin
BTC/USD 8.802,12 -4,4% 9.177,27 9.094,39 -35,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,60 60,71 -0,2% -0,11 +0,3%
Brent/ICE 64,79 64,64 +0,2% 0,15 -1,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.323,38 1.326,19 -0,2% -2,81 +1,6%
Silber (Spot) 16,55 16,59 -0,2% -0,04 -2,3%
Platin (Spot) 963,25 965,00 -0,2% -1,75 +3,6%
Kupfer-Future 3,16 3,13 +1,1% +0,04 -4,4%


DJG/hru/cln

END) Dow Jones Newswires

March 14, 2018 11:12 ET ( 15:12 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +0,09
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EUR +0,05
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