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MÄRKTE EUROPA/Unverändert - Pfund gibt nach

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen sind am Donnerstag wenig verändert in den Handel gestartet. In der Brexitfrage dominiert weiter grundsätzlich Zuversicht, die Erwartung einer kurz bevorstehenden Lösung geht jedoch wieder zurück. Noch am Vortag war mit einem unterschriftsreifen Ergebnis in der Nacht gerechnet worden. Nun ist nach Angaben von EU-Diplomaten aber wieder fraglich, ob der britische Premier Boris Johnson der Einbindung Nordirlands in die EU-Steuerzone zustimmen kann.

Derweil warnt Bundesbank-Chef Jens Weidmann vor einem eventuellen US-EU-Handelsstreit. Dieser würde "beide Seiten teuer zu stehen kommen". Das Beige Book der Fed wies auf ein weiter anhaltendes Wirtschaftswachstum in den USA hin. Allerdings hätten nun auch viele US-Firmen ihre Wachstumserwartungen angesichts des Handelskonflikts mit China gedämpft. Der DAX gewinnt 0,1 Prozent auf 12.680 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert praktisch unverändert bei 3.600.


Alcoa liefert nicht - Faurecia drückt auf Zulieferer

Am Devisenmarkt kommt das Pfund zurück auf 1,2790 Dollar. Noch ist ein Brexit-Deal nicht in trockenen Tüchern. Im Anschluss muss außerdem das britische Parlament einer Einigung zustimmen. Ob das so sein wird ist unklar, hat Premier Johnson doch keine Mehrheit, und die die Regierung stützende DUP hat bereits Ablehnung signalisiert. "Außerdem war die Idee einer Art Zollpartnerschaft bereits unter Theresa May in der Diskussion und wurde von dieser damals vehement abgelehnt", so die Commerzbank.

Entgegen der guten Stimmung verliert der Basic-Resources-Sektor in Europa 1 Prozent. Grund seien die schwächeren Zahlen von Alcoa aus den USA vom Vorabend, heißt es. Hier wurden die Gewinnerwartungen verfehlt. Dazu hat BHP (minus 0,9 Prozent) etwas schwächere Produktionsdaten vermeldet, vor allem für die Bereiche Eisenerz und Kohle. Hier unterstreicht ein Händler, dass dies aber nur das Sentiment belaste, da der Grund geplante Wartungsarbeiten und nicht operative Probleme seien.

Schwache Geschäftszahlen von Faurecia drücken auf das Sentiment für Autozulieferer. Wie es aus dem Handel heißt, lägen die Faurecia-Umsätze 2 Prozent unter den Schätzungen. Bereinigt sei es mit den Erlösen zum Vorjahr um 3,7 Prozent zurück gegangen. Für Faurecia geht es um 6,6 Prozent nach unten, Continental verlieren 1 Prozent und Valeo 2,9 Prozent.

Lufthansa setzen sich mit fast 3 Prozent Plus gegen den unveränderten Gesamtmarkt ab. Die am Boden gebliebenen Maschinen der Tochter Swiss können wieder fliegen, nachdem die Untersuchung der Pratt & Whitney-Triebwerke erfolgreich war. "Damit entstehen keine der befürchteten Gewinneinbußen durch ein längeres Grounding", so ein Händler.

Zooplus rutschen um 1,6 Prozent ins Minus. Das steigende Umsatzwachstum nutzt dem Händler für Heimtierprodukte damit nichts. Grund sei, dass sich Anleger weniger Sorgen um den Umsatz als die Profitabilität machten, heißt es. Sie werde von der Neukundengewinnung belastet. Gewinnziffern wurden am Berichtstag aber noch nicht veröffentlicht.


Ericsson mit guten Zahlen

Mit überraschend starken Zahlen hat Ericsson am Morgen überrascht. Das dritte Quartal sei sowohl beim Umsatz als auch der Marge besser ausgefallen als erwartet. Den Umsatzausblick für 2020 erhöhte der Netzwerkausrüster daher. Vor allem das Geschäft mit 5G-Infrastruktur in China wird stark erwartet. Etwas Margendruck könnte nur vom Investitionszwang im Bereich Internet of Things kommen. Ericsson ziehen gleich um 7 Prozent an.

Nestle reagieren auf die Geschäftszahlen mit einem Minus von 1,4 Prozent. Die Umsatzzahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen. Belastend wirkt nach Einschätzung aus dem Handel aber die schwächere Preisgestaltung. Im Gegensatz dazu geht es für Unilever nach Zahlen um 1 Prozent nach oben. Denn anders als Nestle konnte der Konzern höhere Preise durchsetzen, heißt es. Für Pernod geht es um 2 Prozent nach unten - hier habe der Umsatz die Erwartungen nicht erreicht, so Händler.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.599,51 0,01 0,26 19,93
Stoxx-50 3.229,14 -0,11 -3,70 17,00
DAX 12.678,63 0,07 8,52 20,07
MDAX 26.045,34 0,37 94,85 20,65
TecDAX 2.803,49 0,06 1,75 14,42
SDAX 11.374,20 0,13 14,38 19,61
FTSE 7.173,11 0,07 5,16 6,54
CAC 5.692,44 -0,08 -4,46 20,33

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,39 0,00 -0,63
US-Zehnjahresrendite 1,74 0,00 -0,94

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7:57 Uhr Mi, 17:06 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1083 +0,09% 1,1071 1,1048 -3,3%
EUR/JPY 120,61 +0,18% 120,39 120,23 -4,1%
EUR/CHF 1,0993 -0,19% 1,1006 1,1014 -2,3%
EUR/GBP 0,8662 +0,29% 0,8671 0,8632 -3,8%
USD/JPY 108,82 +0,08% 108,74 108,83 -0,8%
GBP/USD 1,2794 -0,20% 1,2768 1,2801 +0,2%
USD/CNH (Offshore) 7,0955 -0,07% 7,1028 7,1025 +3,3%
Bitcoin
BTC/USD 7.961,76 -0,11% 7.974,76 7.947,75 +114,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,97 53,36 -0,7% -0,39 +9,9%
Brent/ICE 59,08 59,42 -0,6% -0,34 +6,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.490,34 1.489,77 +0,0% +0,57 +16,2%
Silber (Spot) 17,43 17,39 +0,3% +0,05 +12,5%
Platin (Spot) 885,31 886,50 -0,1% -1,19 +11,2%
Kupfer-Future 2,58 2,59 -0,4% -0,01 -2,5%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

END) Dow Jones Newswires

October 17, 2019 03:47 ET ( 07:47 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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