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MÄRKTE EUROPA/US-Arbeitsmarktdaten bringen keine Klarheit

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)Das anhaltend hohe Renditeniveau an den Anleihemärkten sowie schwache US-Vorgaben haben Europas Börsen am Freitag belastet. Der DAX verlor 1,1 Prozent auf 12.112 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 0,9 Prozent auf 3.346 Zähler nach. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht brachte keine Klarheit. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen im September war zwar mit 134.000 Stellen deutlich unter der Prognose von 180.000 geblieben. Allerdings wurde der August massiv nach oben revidiert.

Wichtiger noch: Der Anstieg der Stundenlöhne war mit 0,29 Prozent gegenüber dem Vormonat wie erwartet ausgefallen. Eine Abweichung der Stundenlöhne - als Indikator für die zukünftige Preisentwicklung - in die eine oder andere Richtung hätte vermutlich schärfere Reaktionen an den Finanzmärkten ausgelöst. Der Euro reagierte kaum auf die US-Daten und stand bei Börsenschluss wenig verändert bei 1,1515 Dollar. Auch an den Anleihemärkten fiel die Reaktion moderat aus.



In Italien steigen die Renditen weiter


Kräftig nach oben ging es indes mit den Renditen an den italienischen Anleihemärkten, was allerdings nichts mit den US-Daten, sondern mit der anhaltenden Unsicherheit rund um den Haushaltsentwurf der populistischen Regierung für 2019 zu tun hatte. Rom ging damit nicht nur auf Konfrontationskurs zu Brüssel, sondern könnte damit auch die Ratingagenturen herausfordern. An der Mailänder Börse gaben die Kurse 1,3 Prozent nach.

Das britische Pfund zeigte sich zum Wochenausklang fester und notierte in der Spitze bei 1,3125 Dollar. Hintergrund war ein Bericht, wonach die EU Großbritannien eine "besondere" Freihandelszone angeboten haben soll. Der Bericht beruft sich dabei auf nicht namentlich genannte EU-Offizielle. Demnach gehe das Angebot deutlich über alle bisher an das Vereinigte Königreich gemachten Zugeständnisse hinaus, bleibe aber unter der Forderung eines "reibungslosen Deals" von Premierministerin Theresa May, hieß es.



Fledermäuse belasten RWE


RWE brachen nach einer Gewinnwarnung um 8,5 Prozent ein. Wie der Versorger mitteilte, wird der Rodungsstopp im Hambacher Forst das EBITDA ab 2019 jährlich mit einem niedrigen dreistelligen Millionen Betrag belasten. Die Aktie stand bereits vor der Gewinnwarnung wegen des Rodungsstopps unter Druck. Eine Gewinnwarnung hatten aber offenbar nur die wenigsten Marktteilnehmer auf den Radarschirmen. Die Richter begründeten ihren Beschluss mit dem Naturschutz, unter anderem weil zwei Fledermausarten im Hambacher Forst siedeln.

Intu Properties haussierten dagegen an der Londoner Börse mit Aufschlägen von 27,2 Prozent auf 189 Pence. Ein Konsortium aus Brookfield Property, Olayan und Peel Group erwägt eine Offerte für den Betreiber von Einkaufszentren. Intu leidet unter dem strukturellem Wandel im Einzelhandel, insbesondere der zunehmenden Bedeutung des Online-Geschäfts. Peel Hunt glaubt, dass ein Gebot von 190 bis 200 Pence dem Konsortium ausreichend Potenzial nach oben biete. Ein Gegengebot hält Peel Hunt für unwahrscheinlich.



Kein guter Tag für den italienischen Fußball


Die deutliche Niederlage des italienischen Erstligisten Lazio Rom in der Europa League gegen Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt drückte auf den Aktienkurs der Italiener. Die Titel des Klubs aus der italienischen Serie A gaben 6,7 Prozent nach. Die Hessen hatten am Vorabend im zweiten Spiel der Gruppe H mit 4:1 gegen Lazio gesiegt. Die Juve-Aktie verlor sogar 9,9 Prozent. Hier belasteten die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Starkicker Cristiano Ronaldo. Die Vorwürfe waren nicht neu, nun zeigten sich allerdings die Sponsoren beunruhigt.

Für den Technologiesektor ging es mit negativen Vorgaben um 2,1 Prozent nach unten. STMicroelectronics verloren 4,9 Prozent. Im DAX gaben Infineon 2 Prozent nach. Dialog Semiconductor verloren 2,7 Prozent und Siltronic 3,5 Prozent. Angesichts steigender Zinsen und wegen Berichten über angebliche chinesische Spionage-Chips entwickle sich die Nachrichtenlage für den Sektor zu einem "Giftcocktail", hieß es im Handel. In Hongkong brachen die Aktien des Computerherstellers Lenovo zeitweise um bis zu 20 Prozent ein.



Danske Bank kommen nicht zur Ruhe


Danske Bank wurden weiter abverkauft und verloren 6,2 Prozent. Wie am Vortag bekannt wurde, hatte das US-Justizministerium (DoJ) in einem Auskunftsersuchen Informationen über die Filiale in Estland angefordert. Damit wollen nun auch die USA wissen, warum die kleine Filiale in Estland von 2007 bis 2015 Transaktionen über bis zu 233 Milliarden US-Dollar aus Russland und anderen früheren Sowjetrepubliken abgewickelt hatte.

Kräftig unter Druck standen die Aktien von Stratec Biomedical. Im Sog einer Gewinnwarnung brach der Kurs um 23,6 Prozent ein. Nach Einschätzung von Warburg kam die Gewinnwarnung nicht ganz unerwartet. Das Ausmaß - insbesondere mittelfristig - sei allerdings deutlich ausgeprägter als zuvor befürchtet.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.345,51 -29,57 -0,9% -4,5%
Stoxx-50 3.029,67 -25,08 -0,8% -4,7%
Stoxx-600 376,41 -3,27 -0,9% -3,3%
XETRA-DAX 12.111,90 -132,24 -1,1% -6,2%
FTSE-100 London 7.321,60 -96,74 -1,3% -3,5%
CAC-40 Paris 5.359,36 -51,48 -1,0% +0,9%
AEX Amsterdam 539,51 -4,61 -0,8% -0,9%
ATHEX-20 Athen 1.730,48 -48,83 -2,7% -16,9%
BEL-20 Brüssel 3.686,66 -28,09 -0,8% -7,3%
BUX Budapest 36.945,25 -201,48 -0,5% -6,2%
OMXH-25 Helsinki 4.203,95 -51,14 -1,2% +7,3%
ISE NAT. 30 Istanbul 117.536,56 +384,39 +0,3% -16,6%
OMXC-20 Kopenhagen 932,37 -0,68 -0,1% -9,0%
PSI 20 Lissabon 5.254,18 -50,28 -1,0% -3,4%
IBEX-35 Madrid 9.253,90 -60,60 -0,7% -7,9%
FTSE-MIB Mailand 20.345,96 -266,97 -1,3% -5,7%
RTS Moskau 1.159,33 -1,43 -0,1% +0,4%
OBX Oslo 859,42 -2,42 -0,3% +15,7%
PX Prag 1.103,38 -7,09 -0,6% +2,3%
OMXS-30 Stockholm 1.634,86 -14,10 -0,9% +3,7%
WIG-20 Warschau 2.264,20 -11,45 -0,5% -8,0%
ATX Wien 3.368,80 -29,78 -0,9% -0,7%
SMI Zürich 9.042,08 -55,44 -0,6% -3,6%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7.50 Uhr Do, 17.28 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1507 -0,05% 1,1501 1,1513 -4,2%
EUR/JPY 130,74 -0,31% 130,99 131,07 -3,4%
EUR/CHF 1,1415 -0,05% 1,1423 1,1418 -2,5%
EUR/GBP 0,8788 -0,61% 0,8842 0,8843 -1,2%
USD/JPY 113,62 -0,24% 113,89 113,84 +0,9%
GBP/USD 1,3095 +0,56% 1,3008 1,3019 -3,1%
Bitcoin
BTC/USD 6.591,26 +0,3% 6.562,16 6.573,56 -51,7%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,51 -0,53 0,11
Deutschland 10 Jahre 0,57 0,53 0,14
USA 2 Jahre 2,89 2,86 1,00
USA 10 Jahre 3,24 3,18 0,83
Japan 2 Jahre -0,12 -0,12 0,02
Japan 10 Jahre 0,15 0,15 0,10

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 74,47 74,33 +0,2% 0,14 +27,6%
Brent/ICE 84,54 84,58 -0,0% -0,04 +33,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.201,80 1.199,84 +0,2% +1,97 -7,8%
Silber (Spot) 14,63 14,59 +0,3% +0,04 -13,6%
Platin (Spot) 820,95 826,00 -0,6% -5,05 -11,7%
Kupfer-Future 2,76 2,78 -0,5% -0,01 -17,5%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

END) Dow Jones Newswires

October 05, 2018 12:18 ET ( 16:18 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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