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MÄRKTE EUROPA/US-Bankenzahlen drücken auf die Stimmung

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Auf kein gutes Echo sind am Freitag an Europas Börsen die ersten Geschäftszahlen der großen US-Bankenhäuser gestoßen. Diese fielen zwar auf den ersten Blick nicht schlecht aus, überzeugten aber nicht im Detail. Daneben missfielen auch die jüngsten US-Wirtschaftszahlen. Die Einzelhandelsumsätze sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gefallen - erwartet wurde ein Plus von 0,1 Prozent. Ferner stiegen die Verbraucherpreise im Juni im Kern nur um 0,1 Prozent, hier war ein Plus von 0,2 Prozent erwartet worden. Auch das US-Verbrauchervertrauen enttäuschte. Der Dollar ging nach den Daten auf Tauchstation.

Der DAX verlor 0,1 Prozent auf 12.632 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,1 Prozent auf 3.526 nach unten. Der europäische Bankensektor gab um 0,5 Prozent nach. JP Morgan hat zwar mehr als erwartet verdient. Schwach entwickelte sich aber das Fixed-Income-Geschäft - hier fielen die Erträge um fast 20 Prozent. Bei der Citigroup störten sich die Anleger an höheren Kredit- sowie allgemeinen Betriebskosten, während bei Wells Fargo die Einnahme-Seite die Erwartungen nicht ganz erfüllte. Deutsche Bank büßten 0,9 Prozent ein und Commerzbank 1,2 Prozent.

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Jüngste US-Daten unterstützen taubenhafte Yellen

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Ein Gegengewicht bildeten die kräftigen Aufschläge im Rohstoffsektor. Für den Rohstoffsektor ging es 1,4 Prozent nach oben, für den Ölsektor um 0,5 Prozent. Hintergrund waren anziehende Rohstoff- und Ölpreise. Stützend wirkten Spekulationen über ein Opec-Treffen in der kommenden Woche. Die Commerzbank warnt allerdings davor, dass sich jede Erholung im Ölpreis als kurzfristig erweisen könnte. Die Opec stecke in einem Dilemma. Es bestünden berechtigte Zweifel, ob sie ihr angestrebtes Ziel erreichen werde, den Ölmarkt bis zum Jahresende zurück ins Gleichgewicht zu bringen.

Am Devisenmarkt wertete der Euro nach den US-Daten auf 1,1455 Dollar auf. Die schwächeren Daten sprechen für Zurückhaltung der US-Notenbank in ihren Bemühungen um eine Normalisierung der Geldpolitik. Fed-Chefin Janet Yellen hatte unlängst vor dem US-Kongress von Unsicherheiten beim Inflationsausblick gesprochen. Diese Aussagen sprechen dafür, dass die US-Notenbank sehr vorsichtig agieren wird. Die nun veröffentlichten US-Daten sind ein weiteres Indiz dafür, dass die Fed-Zinserwartungen zu optimistisch sind. Zuletzt stellte die US-Notenbank bis Ende 2018 noch vier Schritte in Aussicht.

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Morphosys nach FDA-Zulassung für Tremfya sehr fest

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Ansonsten war es recht ruhig. Unter den Gewinnern ragten Morphosys mit einem Plus von 7 Prozent heraus. Grund war eine FDA-Zulassung für die Johnson & Johnson-Tochter Janssen für ein Medikament gegen Schuppenflechte namens Tremfya. Dadurch erhält auch Morphosys als früherer Partner von Janssen eine Meilensteinzahlung. Norma profitierten von Anschlusskäufen und zogen 4,5 Prozent an. Das Unternehmen hatte am Vortag die Prognosen angehoben. Darauf haben zahlreiche Analysten ihre Schätzungen erhöht.

Die Aktie des Baukonzerns Skanska verlor am Freitag kräftig an der Börse in Stockholm und rutschte um 6,2 Prozent ab. Das Unternehmen hat Abschreibungen in Höhe von 780 Millionen Kronen angekündigt, die im zweiten Geschäftsquartal in den USA und in Großbritannien angefallen seien. Grund hierfür seien niedrigere Produktionsraten und Projektverzögerungen. In Großbritannien kamen Vertragsstrafen und Kostenüberschreitungen aufgrund von kundenseitigen Änderungswünschen hinzu.

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Astrazenca-Aktionäre weiter in Aufregung

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Weiter nach unten ging es mit Abschlägen von 0,3 Prozent für Astrazeneca. Die Spekulationen über den Abgang von CEO Pascal Soriot haben den Pharmakonzern durcheinandergewirbelt. Angeblich soll Soriot zu Teva wechseln. Auf einen möglichen Wechsel reagierten Analysten wenig begeistert. So meinte Liberum-Analyst Roger Franklin, Soriot sei ein "Qualitäts-CEO gewesen, der für einen rund 40-prozentigen Anstieg des Aktienkurses auf Dollarbasis verantwortlich war".

Die Anleger fragen sich allerdings auch, ob es einen Zusammenhang zwischen dem CEO-Abgang und den Krebs-Immuntherapie-Initiativen von Soriot gibt. In den nächsten Wochen dürfte Astrazeneca die Ergebnisse der klinischen Tests verschiedener Immuntherapie-Wirkstoffe veröffentlichen, die als richtungsweisend für die Zukunft des Pharmakonzerns gelten. Es ist unwahrscheinlich, dass Soriot bereits jetzt Informationen zu den Ergebnissen hat, da diese in der Regel unmittelbar nach Eingang veröffentlicht werden.

Naga gaben am Freitag erneut einen großen Teil der jüngst aufgelaufenen Gewinne ab. Der Kurs brach um weitere fast 20 Prozent auf 8,40 Euro ein. Der Kurs war am Donnerstag bis auf 15,99 Euro gestiegen, im Frankfurter Parketthandel war er am Mittwoch sogar mit 19,80 Euro umgegangen. Der Ausgabekurs hatte am Montag bei 2,60 Euro gelegen, der erste Kurs bei 3,60 Euro. "Die Aktie ist extrem markteng", sagte ein Händler mit Blick auf den geringen Streubesitzanteil. In den Markt gegeben wurden lediglich 1 Million Aktien.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.525,94 -1,89 -0,1% +7,2%
Stoxx-50 3.168,28 +4,37 +0,1% +5,2%
Stoxx-600 386,84 +0,70 +0,2% +7,0%
XETRA-DAX 12.631,72 -9,61 -0,1% +10,0%
FTSE-100 London 7.378,39 -35,05 -0,5% +3,3%
CAC-40 Paris 5.235,31 -0,09 -0,0% +7,7%
AEX Amsterdam 521,07 +1,97 +0,4% +7,8%
ATHEX-20 Athen 2.223,55 +4,75 +0,2% +27,7%
BEL-20 Bruessel 3.902,78 +8,21 +0,2% +8,2%
BUX Budapest 35.915,42 -227,95 -0,6% +12,2%
OMXH-25 Helsinki 4.093,68 +6,38 +0,2% +11,2%
ISE NAT. 30 Istanbul 129.580,98 +1370,78 +1,1% +35,7%
OMXC-20 Kopenhagen 1.007,08 +5,21 +0,5% +13,9%
PSI 20 Lissabon 5.319,28 -16,71 -0,3% +13,3%
IBEX-35 Madrid 10.655,10 -3,20 -0,0% +13,9%
FTSE-MIB Mailand 21.492,29 -29,62 -0,1% +11,7%
RTS Moskau 1.044,27 +14,38 +1,4% -9,4%
OBX Oslo 647,02 -0,87 -0,1% +4,7%
PX-GLOB Prag 1.314,82 -1,38 -0,1% +9,7%
OMXS-30 Stockholm 1.646,83 +4,34 +0,3% +8,5%
WIG-20 Warschau 2.350,43 -0,40 -0,0% +20,7%
ATX Wien 3.182,10 +2,31 +0,1% +21,5%
SMI Zuerich 9.034,57 +31,00 +0,3% +9,9%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7.45 Uhr Do, 17.30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1453 +0,37% 1,1410 1,1390 +8,9%
EUR/JPY 129,03 -0,28% 129,39 129,12 +5,0%
EUR/CHF 1,1056 +0,26% 1,1027 1,1025 +3,2%
EUR/GBP 0,8760 -0,48% 0,8802 1,1355 +2,8%
USD/JPY 112,66 -0,64% 113,39 113,39 -3,6%
GBP/USD 1,3074 +0,86% 1,2963 1,2930 +6,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 46,52 46,08 +1,0% 0,44 -18,2%
Brent/ICE 48,83 48,42 +0,8% 0,41 -16,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.228,20 1.217,45 +0,9% +10,75 +6,7%
Silber (Spot) 15,93 15,70 +1,4% +0,23 +0,0%
Platin (Spot) 918,50 906,50 +1,3% +12,00 +1,7%
Kupfer-Future 2,69 2,66 +1,1% +0,03 +6,6%
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

END) Dow Jones Newswires

July 14, 2017 11:59 ET (15:59 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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